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Moutier wird jurassisch
Aus HeuteMorgen vom 23.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
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Kampf um Gemeinde Moutier Ist die Jurafrage nun endgültig gelöst?

Das Papier, das den Wechsel fixiert, ist unterzeichnet. Ganz abgeschlossen ist der Übergang in den Jura aber noch nicht.

Gemeinsam betraten der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und die jurassische Regierungspräsidentin Nathalie Barthoulot am Mittwochabend den Gemeindesaal in Moutier.

Sie setzten sich symbolträchtig vor eine Berner- und vor eine Jura-Fahne und unterzeichneten ein sogenanntes «Feuille de Route»: Einen Vertrag, der in Grundzügen den Wechsel von Moutier in den Kanton Jura festlegt.

Auf institutioneller Ebene ist die Frage beantwortet.
Autor: Nathalie Barthoulot Regierungspräsidentin Kanton Jura

Der alte Streit um die Zugehörigkeit von Teilen des Berner Juras und der Grösse des Kantons Jura sei damit ein für allemal gelöst. Da ist sich der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg ganz sicher. Und die jurassische Regierungspräsidentin Nathalie Barthoulot meint ebenfalls: «Auf institutioneller Ebene ist die Frage beantwortet.»

Der Kanton Jura muss dabei zwei Artikel aus seiner Verfassung tilgen. Aus beiden sind Gebietsansprüche auf Gemeinden des Berner Juras ablesbar. Streicht der Jura diese nicht, tritt ein endgültiger Vertrag zum Kantonswechsel nicht in Kraft.

Die Frage bleibt fest in den Herzen gewisser Menschen im Kanton Jura.
Autor: Nathalie Barthoulot Regierungspräsidentin Kanton Jura

Beim jurassischen Volk jedoch, so Nathalie Barthoulot, bleibe die Jurafrage etwas sehr Emotionales. Über viele Jahre habe das Volk zahlreiche Kämpfe ausgetragen. «Deswegen bleibt diese Frage fest in den Herzen gewisser Menschen im Kanton Jura.»

Der Berner Regierungsrat Schnegg seinerseits betonte hingegen, dass die Menschen diesen Streit satt hätten. Zudem habe man Besseres zu tun, als «uns ständig wegen ein paar Quadratmetern zu bekämpfen», so Schnegg. Anfang 2026 soll Moutier jurassisch sein, und wenn es früher möglich ist, sei es allen Beteiligten auch recht.

SRF 4 News, 23.09.2021, 06:00 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Christen  (Roeschi)
    Anstatt Kantönligeist, wäre es besser diese gleich abzuschaffen. Wenn in jedem Kanton andere Regeln gelten (siehe COVID) wird es wirklich sehr mühsam. Deshalb plädiere ich für eine Zentralregierung mit Regionalverwaltungen. Aber bitte keine Verwaltungen für Minikantone. Ist eh ein Witz, dass Appenzell, Unterwalden, Uri und Glarus so viel Macht haben.
    1. Antwort von Dani Aeppli  (Dani Aeppli)
      Herr Christen, wir leben in der Schweiz. Da wird es nie und nimmer eine Zentralregierung geben! Wenn sie sich das wünschen, müssen sie halt nach Frankreich auswandern. Und so viel Macht haben die kleinen Kantone gar nicht. Nur bei Initiativen. Und das ist gut so. Ansonsten könnten die bevölkerungsreichen Kantone Initiativen starten und über die kleinen Kantone alles bestimmen, was ihnen gerade so passt. z.B: über 800m.ü.M darf nicht mehr Auto gefahren werden!
    2. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Zustände wie in Frankreich möchte ich wirklich nicht haben.
      Da sind die regionalen/Kantonalen Verwaltungen besser.

      Auch wenn der Bund mehr Verantwortung für weitere schweizerische Aufgaben übernehmen sollte.
  • Kommentar von harald keller  (pragmatiker)
    Hab das schon 1978 nicht begriffen. Statt Kantone abzubauen, hat man einen neuen gegründet. Ein linker strukturschwacher Kanton mehr, der seit Beginn seine Finanzen nicht im Griff hat und am Ausgleichstopf hängt. Wir haben echt dringendere Aufgaben, als neue Strukturen, neue Behörden, neue Regierungen, neue Kantonsgesetze etc. zu machen.
    1. Antwort von Roger Christen  (Roeschi)
      Genau, die ganze CH hat etwa gleich viele Einwohner wie New York. Da braucht es nicht 26 Regierungen. Alle die jetzt lamentieren wir hätten 4 Sprachen und 4 Mentalitäten sei gesagt, dass auch eine Grossstadt verschiedene Kulturen beherbergt.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es war damals ein Volksentscheid und bekanntlich hat das Volk immer Recht.