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Kandidaten-Karussell Das sind die Favoriten für den FDP-Sitz im Bundesrat

Drei Frauen und zwei Männer, alle aus der Deutschschweiz: Das sind die Anwärter für die Nachfolge von Schneider-Ammann.

Legende: Video Die nächste Bundesrätin, eine Frau? abspielen. Laufzeit 04:06 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.09.2018.

Kaum ist der Rücktritt von Bundesrat Johann Schneider-Ammann offiziell, dreht auch schon das Kandidaten-Karussell. Die Forderung, dass eine Nachfolgerin den frei werdenden FDP-Sitz besetzen soll, steht im Zentrum. Neben freisinnigen Politikerinnen werden aber auch die Namen von FDP-Männern genannt. Wir verraten, wer den Wirtschaftsminister beerben könnte.

Karin Keller-Sutter – die Kronfavoritin

Frau.
Legende: 2010 im ersten Anlauf auf den Bundesratssitz gescheitert: die damalige St. Galler Justizdirektorin Karin Keller-Sutter. Keystone

Die 54-jährige St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter gilt seit Jahren als Kronfavoritin. Und das, obwohl Keller-Sutter 2010 als offizielle Bundesratskandidatin in der Wahl gegen Johann Schneider-Ammann unterlag. Die damalige Regierungsrätin hatte sich als Hardlinerin in Sicherheits- und Asylfragen profiliert. Inzwischen sitzt Keller-Sutter seit 2011 im Ständerrat, deren aktuelle Präsidentin sie ist. In der kleinen Kammer ist sie ein sozialpolitisches Schwergewicht, die auch parteiübergreifende Allianzen sucht.

Petra Gössi – die Unentschlossene

Frau.
Legende: Seit sieben Jahren unter der Bundeshauskuppel: Petra Gössi, Nationalrätin und FDP-Chefin. Keystone

Petra Gössi, die 42-jährige Nationalrätin aus dem Kanton Schwyz politisiert seit 2011 in Bern. Ihre Schwerpunkte waren die Wirtschafts- und Steuerpolitik als sie vor zweieinhalb Jahren Präsidentin der FDP Schweiz wurde. Zu Bundesratsambitionen meinte sie bisher, dass Bundesrätin zu werden nicht ihr Ziel sei. Eine Absage ist das nicht.

Carmen Walker Späh – die Vertreterin der FDP-Frauen

Frau.
Legende: War bereits als Bundesratskandidatin im Gespräch: Die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh. Keystone

Die 60-jährige Carmen Walker Späh ist Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich und wurde vor allem aus den Reihen der FDP-Frauen wiederholt ins Spiel gebracht, deren Präsidentin sie früher war. Walker Späh steht für eine liberale Wirtschaftspolitik und macht sich stark für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Andrea Caroni - der ehemalige Bundesratsberater

Mann, der im Ständerat sitzt.
Legende: Kennt die Arbeit eines Bundesrates: Andrea Caroni, Ständerat aus Appenzell Ausserrhoden. Keystone

Der 38-jährige Ständerat Andrea Caroni aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden werden durchaus Bundesratsambitionen nachgesagt. Mit dem Politbetrieb in Bern ist er seit Jahren vertraut. Während zwei Jahren war er persönlicher Mitarbeiter des damaligen FDP-Bundesrats Hans-Rudolf Merz. 2011 wurde er in die kleine Kammer gewählt.

Martin Schmid - der Mann im Hintergrund

Mann hinter einer Stuhllehne.
Legende: Hat Exekutiverfahrung: Martin Schmid, Bündner Ständerat und ehemaliger Regierungsrat. Keystone

Der 49-jährige Bündner Ständerat Martin Schmid steht medial weniger im Fokus. Der Einfluss des früheren Regierungsrats des Kantons Graubünden gilt allerdings als sehr gross vor allem in der Wirtschafts- und Energiepolitik. Der Wirtschaftsanwalt sitzt in mehreren Verwaltungsräten.

Legende: Video Einschätzung zur Favoritenrolle von Karin Keller-Sutter abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.09.2018.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Häfliger (kurto1956)
    Wieso die FDP mit 2 Sitzen vertreten sein muss ist mir schleierhaft - Zauberformel hin oder her. Ich fände mehr Vielfalt würde unserem Land gut tun! Es ist eindeutig zu rechts-bürgerlich und treibt die Spaltung voran. Es ist eine Polit-Elite welche mit der Wirtschaftslobby im Boot sitzt und sich für den Rest des Volkes schlicht nicht interessiert!
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  • Kommentar von Beat Kessler (KLERUS)
    Bis auf Frau Carmen Walker Späh, über diese Frau konnte ich auf Lobbywatch keine Angaben finden, sind mir alle Kandidaten zu tief in der Finanzwirtschaft verwickelt! Somit setze ich auf das Parlament, dass uns einen neutraleren Kandidaten liefert!
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  • Kommentar von Ruedi Schwarzenbach (oktagon)
    Ob Gössi oder Keller-Suter. Mit beiden würde die Schweiz weiter nach "rechts" driften. Mir graut's! Aber es ist offenbar trendy.
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