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Beeinflusst die Pandemie die Abstimmungen?
Aus SRF 4 News aktuell vom 14.06.2021.
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Kantonale Abstimmungen Nach Corona sagt das Tessin Ja zu mehr Ernährungssouveränität

Neue Abstimmung mit anderem Resultat: Im Kanton Tessin wurde über eine Verfassungsänderung zur Ernährungssouveränität abgestimmt. Der Inhalt der Initiative ist derselbe wie bei der nationalen Abstimmung über Ernährungssouveränität im Jahr 2018. Es ging darum, den Anteil der lokalen Produktion von 50 auf 60 Prozent zu erhöhen.

Erst abgelehnt, dann angenommen: Das Tessiner Stimmvolk nahm die kantonale Initiative zur Ernährungssicherheit am Wochenende mit 62 Prozent Ja-Stimmen an. «Sie sagen Ja zu mehr lokaler Speiseproduktion und zu mehr Ackerfläche», sagt SRF-Korrespondentin Karoline Thürkauf. 2018 lehnten die Tessiner Stimmberechtigten das gleiche Anliegen mit 67 Prozent Nein-Stimmen ab.

Umsetzung unklar: Was genau der neue Tessiner Verfassungsartikel bewirken wird, könne man noch nicht schlüssig sagen, so Thürkauf. «Es ist nicht klar, wie er Verfassungsartikel umgesetzt wird.» Es sei auch möglich, dass er mit übergeordnetem Recht kollidiere. Denn die Ernährungssicherheit liegt in der Verantwortung des Bundes.

Gründe für den Sinneswandel: «Ich kann mir diesen Meinungsumschwung nur mit der Covid-19-Krise erklären», sagt Thürkauf. «Zu Beginn der Pandemie war das Problem im Tessin mit den ausländischen Erntehelfern sehr gross. Die durften nicht mehr einreisen.» Durch die Krise sei bei vielen Tessinerinnen und Tessinern das Bewusstsein gereift, dass es sinnvoll ist, weniger abhängig von ausländischen Produzenten zu sein.

Video
Archiv: Arena über die Initiative für Ernährungssouveränität
Aus Arena vom 24.08.2018.
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SRF 4 News, News aktuell, 14.06.2021; 06:10 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Janssens  (patrickjanssens)
    @ Thomas Leu
    Selbstversorgung in einer globalisierten Welt, ein Ziel mit vielen Hindernissen.
    Tessin hat ein gutes Klima, aber Bananen wachsen auch da nicht.
    Ich versuche mir eine Schweiz vorzustellen in der 2/3 aller Kantone Selbstversorger sind. Welche positiven und negativen Folgen hätte dies.
  • Kommentar von Maria Müller  (Mmueller)
    Vielleicht wäre es gut, die (enorme) Zuwanderung endlich etwas zu drosseln.

    Weil mit all den Heerscharen von Neuzuzügern werden tausende von Quadratmetern CH-Böden zubetoniert werden müssen und das (eh schon wenige !) Ackerland wird noch künstlich verkleinert.

    Und im Gegenzug muss man dann mit tonnenweise Chemie versuchen die Erträge zu steigern, um die Ernährungssicherheit noch halbwegs mit Ach und Krach sicherstellen zu können.

    Schlau gemacht, liebe Grüne.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    «Es ist nicht klar, wie er Verfassungsartikel umgesetzt wird.» Ja natürlich ist das nicht klar. Es gibt im Tessin nur wenige ebene Flächen, die zum Acker mit maschineller Bearbeitung geeignet sind. Ausserdem hat das Tessin diese Flächen mehrheitlich vollgepflastert und damit der landwirtschftl. Produktion entzogen. Ein Ende dieses Prozesses ist nicht abzusehen, weil ein Wohnblock, eine Villensiedlung oder ein Einkaufszentrum mehr Kohle einbringen als ein Acker.