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Corona-Fallzahlen: Was macht die Romandie besser?
Aus Rendez-vous vom 02.12.2020.
abspielen. Laufzeit 07:05 Minuten.
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Kantonale Corona-Massnahmen So hat die Westschweiz die Fallzahlen in den Griff bekommen

Vor einigen Wochen galt die Romandie noch als Corona-Hotspot. Nun sinken die Fallzahlen so schnell wie nirgendwo sonst im Land.

Was läuft in der Romandie anders? Die Westschweizer Kantone ergriffen strengere Massnahmen, als die Anzahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus wieder anstieg. Restaurants und Bars sind geschlossen. Private Zusammenkünfte sind praktisch überall auf fünf Personen beschränkt.

Akzeptieren die Romands die Massnahmen? Im Grossen und Ganzen ja. Schwierig ist die Situation für Wirtinnen und Wirte, auch wenn diese von den Kantonen zum Teil finanziell unterstützt werden. Die Romands schauen aber immer auch nach Frankreich und sind sich bewusst, dass sie im Vergleich zum Nachbarland noch glimpflich davongekommen sind.

Gibt es auch Missmut in der Bevölkerung? Es gibt kritische Töne gegenüber der Deutschschweiz, die weniger strikte Massnahmen beschlossen hat. Gleichzeitig herrscht auch Dankbarkeit, dass Dutzende von Corona-Patienten in Deutschschweizer Spitälern aufgenommen wurden und damit verhindert wurde, dass die Westschweizer Spitäler an ihre Kapazitätsgrenzen stiessen.

Der Winter – ein Tanz auf dem Vulkan

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Der Winter – ein Tanz auf dem Vulkan
Legende:Keystone

«Die Lage ist fragil – und sie kann leicht kippen», sagt SRF-Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler zur geplanten Abschwächung der Massnahmen in der Romandie, währenddessen die Ansteckungszahlen in der Deutschschweiz eher wieder steigen. «Es bräuchte im Winter sehr strenge Massnahmen, um die Zahlen ganz tief zu drücken.»

Das zeige auch die Situation in Deutschland, wo dank strengeren Massnahmen das Niveau der Ansteckungszahlen zwar tiefer sei als in der Schweiz. «Doch die Fallzahlen sind beträchtlich und sie stagnieren auch dort», so Häusler. Mit Blick auf Weihnachten und den Beginn der Skisaison sagt er: «Es wäre sicher besser, die Fallzahlen vorher noch um einiges zu drücken.»

Denn die Zahl der Infektionen könne von einem hohen Niveau aus sehr schnell wieder explodieren, wie das in der Schweiz ja ab Anfang Oktober der Fall gewesen sei.

Wie schaffen es die Kantone, sich zu koordinieren? Die Kantone Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura wollen, anders als im Grossteil der Deutschschweiz, gemeinsam am 10. Dezember die Restaurants wieder öffnen. Eine sehr ähnliche epidemiologische Lage in den verschiedenen Kantonen begünstigt die Koordination – sowohl vor ein paar Wochen bei den explodierenden Zahlen, wie auch jetzt bei den stark sinkenden Zahlen. Obwohl die Westschweizer Kantone viel Wert auf Eigenständigkeit legen, trägt die Notlage zu einer gemeinsamen Strategie in gewissen Punkten bei.

Was tun sie, damit die Fallzahlen nicht wieder explodieren? Die Westschweizer Kantone setzen auf das Contact-Tracing, das mit den jetzigen tieferen Fallzahlen wieder vollumfänglich funktionieren sollte. Das heisst, die Kontakte sollten auch im erweiterten Umfeld, und nicht nur im eigenen Haushalt wieder nachverfolgt und die Infektionsketten unterbrochen werden können. Und nach wie vor gelten auch sämtliche Regeln des Bundes.

Rendez-vous, 02.12.2020, 12:30 Uhr;

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Jermann  (BarbaraJ)
    Boah, Leute, ist es wirklich nötig, dass wir jetzt auch noch bezüglich COVID-19 den Röschtigraben zelebrieren ? Ich bin von gewissen Posts hier ziemlich erstaunt. Was genau bringt Euch das ?
    *Kopfschüttel*
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  • Kommentar von Daniel Grob  (DaGro)
    Die Westschweiz machts vor - und was tut derweilen die Deutschschweiz? Zum Beispiel Biel? Eröffnet einen Weihnachtsmarkt, der sämtlichen Corona-Vorgaben spottet: In nächster Nähe zueinander die Stände, die breite Einkaufsgasse auf ein Minimum eingeengt und mindestens die Hälfte der Stände mit Essensangebot. Da müssen sich die Wirte ja vera.... vorkommen! Es ist eine Frechheit und gehört geschlossen - oder wenigstens coronokonform angeordnet!
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  • Kommentar von Gabriella Itin  (Salat)
    Was ich nicht verstehe. Der Virus soll sich so leicht verbreiten deshalb Masken. Weshalb macht man dann die unangenehmen Tests mit den Stäbchen durch die Nase bis zum geht nicht mehr ? Da würde ein Abstrich im Mund doch reichen. ? Ist der Virus so ansteckend und gefährlich aber im Speichel nicht erkennbar?
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    1. Antwort von Hans Niggli  (RobinHood38)
      Genau das gleiche frage ich mich auch. Ich kenne inzwischen einige Leute, die diesen Test machen mussten. Da wird tatsächlich ein Stäbchen bis nahe ans Gehirn geschoben, aber soll hochansteckend sein?
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