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Seit Donnerstag wird im Aargau auch vor Detailhändlern geimpft: Wer nutzt das Angebot?
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 02.07.2021.
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Kantonale Impfmuffel-Kampagnen Wer lässt sich vor Migros und Coop im Aargau impfen?

Die Kantone unternehmen einiges, um Impfmuffel zu erreichen. Impfen beim Einkaufen? In Wettingen ist das möglich.

Wer sich in der Schweiz impfen lassen will, kann das unterdessen fast überall tun. Die langen Wartezeiten in den Kantonen werden kürzer oder fallen ganz weg. Im Aargau zum Beispiel gibt es Walk-In-Impfungen ohne Voranmeldung. In den Monaten Juli und August sind neu Impfungen vor Standorten , Link öffnet in einem neuen Fenstervon Migros und Coop möglich. Von Donnerstag bis Samstag wird erstmals in Wettingen vor der Migros und in Kaiseraugst vor dem Coop, geimpft.

Zelte
Legende: Impfen auf dem Parkplatz bei der Migros: In Wettingen ist das vom 1. bis 3. Juli aktuell möglich. Alex Moser/SRF

Das Impfzelt in Wettingen steht hinter dem Verkaufsgeschäft. Ein Schild führt Impfwillige an den richtigen Ort. «Wir gehen davon aus, dass die Leute sowieso einkaufen. Wenn sie noch kurz 15 Minuten anhängen fürs Impfen, ist das einfacher, als extra in die Apotheke oder ins Impfzentrum zu fahren», glaubt der Leiter der Aargauer Impfkampagne, Andreas Obrecht. Hin zu den Leuten, einfach, unkompliziert, das ist die Idee.

Das ist einfacher, als extra in die Apotheke oder ins Impfzentrum zu fahren.
Autor: Andreas ObrechtLeiter Impfkampagne Kanton Aargau

Die mobilen Impfstationen vor den Detailhändlern beantworten Fragen zur Impfung und verabreichen den Covid-Impfstoff, falls gewünscht. Sich kurz über Mittag sich impfen lassen, nach dem Einkaufen zur Covid-Impfung statt zum Kaffee? Wer macht das? Ein Augenschein in Wettingen zeigt: Es gibt Impfwillige im Zelt. Zum Beispiel Wolfgang Frei, ein Senior aus der Region.

«Ich bin kein Schnellstarter.
Autor: Wolfang FreiSenior aus der Region Wettingen
Im Impfzentrum
Legende: Ein Impfwilliger im Zentrum in Wettingen, der von SRF interviewt wird. Alex Moser/SRF

Schweizweit einzigartig, zu wenig bekannt?

Überrannt wird das Impfzentrum in Wettingen nicht. Rund 50 Personen wurden bis am Freitagmorgen in den beiden Impfzentren vor den Detailhändlern im Aargau geimpft.

«Gestern Donnerstag sind wir gestartet, das Angebot ist schweizweit einmalig. Wir warten die erste Woche ab. Der Donnerstag ist zudem nicht unbedingt der Einkaufstag» gibt der Leiter der Impfkampagne, Andreas Obrecht, zu bedenken. Man hoffe auf mehr «Kundschaft» am einkaufsstarken Samstag.

Umentscheiden erwünscht

Mit Blick auf die Delta-Variante, die im Anmarsch sei, hoffe der Kanton darauf, dass sich noch mehr Personen impfen lassen. Die Schweizer Impfstoffe wirkten, «wir hoffen, dass sich die Leute noch umentscheiden und sich impfen lassen».

36 Prozent sind geimpft

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36 Prozent sind geimpft
Legende: Keystone
  • 36 Prozent der Schweizer und Liechtensteiner Bevölkerung waren Ende Juni vollständig geimpft (Quelle , Link öffnet in einem neuen FensterBundesamt für Gesundheit).
  • Damit sind über 3 Millionen Personen in der Schweiz komplett geimpft. Knap 1.3 Millionen gelten als teilweilse geimpft.
  • Damit ist man auch in der Schweiz noch weit weg von einer möglichen Herdenimmunität.
  • «Die Schwelle zur Herdenimmunität für die SARS-CoV-2 Variante B1.1.7 liegt in der Schweiz bei etwa 80 Prozent Immunen in der Gesamtpopulation», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster).

Die Aktion im Aargau läuft vorerst bis Ende August. Weiterhin offen sind die Impfzentren und auch in 50 Aargauer Apotheken , Link öffnet in einem neuen Fensterwird seit Montag flächendeckend geimpft. Auch Covid-Impfungen in Betrieben sind auf Wunsch möglich. Hier muss man sich zum Teil aber anmelden.

Andere Kantone – zum Beispiel der Nachbarkanton Solothurn – setzen auf Drive-In-Impfzentren oder Lehrerinnen- und Kinderimpftage. Die Aktionen, um Impfmuffel zu erreichen, sind vielfältig und auch während den Sommerferien am Laufen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 24.06.21, 02.07.2021, 17:30 Uhr;

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Nicht die Migros oder der Coop impfen, sie stellen nur die nötige Einrichtung dafür zur Verfügung. Dieser Satz tönt für mich irgendwie abwertend. Es ist sogar gut so, damit erreichen sie viele Menschen.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Wer ein gutes Immunsystem besitzt, muss die Impfung nicht fürchten.
    1. Antwort von Conny Hasler  (conhas)
      es hat sich in den 15 Monaten Pandemie gezeigt, dass viele geglaubt haben, sie hätten ein gutes Immunsystem ,sind aber trotzdem schwer an Covid erkrankt, auch jüngere Menschen
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Sehr praktisch. Aber irrationale Impfgegner werden auch da ein Haar in der Suppe finden.

    Duttwyler könnte allenfalls Pommchips einpflanzen lassen.