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Kein Lösegeld zahlen Porno-Konsum: Behörden warnen vor Erpressung

  • Allein in der Schweiz erbeuten Erpresser hunderttausende Franken mit der Sextortion-Masche.
  • Die Betrüger drohen mit der Veröffentlichung von Bildern, die die Opfer beim Konsum von Pornografie zeigen sollen.
  • Die Behörden schlagen Alarm.

Solange die Betroffenen Lösegeld zahlten, werde das Vorgehen weiterhin eingesetzt, schreibt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) in einem Newsletter. Sie ruft dazu auf, die Masche der Betrüger zu stoppen und kein Lösegeld zu zahlen.

Nach Angaben von Melani handelt es sich in der Regel um Fake. Die Betrüger gaukelten dem Opfer vor, Zugang zu dessen Webcam zu haben. Als Beweis für die Kompromittierung des Computers werde ein gestohlenes Passwort oder eine Mobilfunknummer angegeben.

Sextortion-Welle anfangs 2019

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Innerhalb von nicht einmal fünf Tagen wurden Bitcoins im Wert von über 40'000 Franken auf ein einziges Konto eingezahlt. Bei Melani gingen Hunderte von Meldungen ein.

Die Schweizer Behörden stellen auf stop-sextortion.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster Informationen zu der Betrugsmasche zur Verfügung.

Fake-Sextortion werde vermehrt seit Juli 2018 beobachtet, schreibt Melani. In der zweiten Jahreshälfte wurden mindestens 100 Bitcoin an die Betrüger gezahlt, was derzeit einem Gegenwert von ungefähr 360'000 Franken entspricht. Die Täter operieren weltweit: Nach Angaben der Sicherheitsorganisation SANS wurde ein Bitcoin-Konto mit 22 Millionen US-Dollar in Zusammenhang mit Fake-Sextortion entdeckt.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Herr Mi (Cypherpunk)
    Auch wenn in diesem Fall die Webcam-Behauptung eine, eben, Behauptung ist, sollte man sich bewusst sein dass die Webcam anzuzapfen möglich ist - Stichworte Staatstrojaner und NSA lassen grüssen, allerdings gab es auch schon Vorfälle mit weniger mächtigen Angreiffern. Also: Webcam zukleben wenn nicht benötigt! (Und dran denken, viele Laptops haben eine Webcam eingebaut)
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  • Kommentar von Markus Hausammann (Markus Hausammann)
    Ich hab diese Woche auch so ne Mail gekriegt. Die Erpresser zählen darauf, dass man sich mit IT nicht auskennt und schreiben die Texte bewusst unscharf. Meine Mail hat z. B. behauptet, der Beweis dafür, dass der Erpresser Recht habe, sei, dass die E-Mail von meinem eigenen Account gekommen sei. Hab aber nur die RAW headers angucken müssen und siehe da: die E-Mail kam von einem a dot haouaouchi - at - iptheologie dot fr. Das ist aber sicher auch nicht der echte Ursprung. Unterste Schublade.
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  • Kommentar von Alfons Bauer (frustriert)
    Falsche Überschrift. Sextorsion hat nicht direkt mit Pornokonsum zu tun. Solche Erpressungsmails kann auch jemand bekommen, der gar keine Pornoseiten besucht.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Korrekt. War z.B. bei mir der Fall. OK, es hat dann immerhin den Vorteil, dass man all die doofen Behauptungen im Mail sofort als Lügen erkennt, und es ist dann einfacher das Richtige zu tun: Delete.
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