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Bauern und Bundesrat gehen gegen Dürreprobleme vor
Aus Tagesschau vom 06.08.2018.
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Kein Tierfutter wegen Dürre Bundesrat greift hitzegeplagten Bauern unter die Arme

  • Bundesrat Johann Schneider-Ammann kommt angesichts der anhaltenden Trockenheit den Landwirten zu Hilfe.
  • Der Landwirtschaftsminister hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) angewiesen, die Import-Zölle für Heu und Silomais zu senken.
  • So sollen die Bauern günstiger Ersatzfutter aus dem Ausland beziehen können.

Zwar sei die inländische Heuernte in den meisten Lagen gut ausgefallen, doch die anhaltende Trockenheit habe in einzelnen Regionen zu Versorgungsengpässen geführt, schreibt das BLW.

Zinslose Darlehen

Zudem hat der Bund die Kantone dazu aufgefordert, den gesetzlichen Spielraum zu nutzen und die Auflagen für Direktzahlungen zu lockern. Das erleichtert etwa die Nutzung von Wiesen als Weideflächen.

Als weitere Massnahme können Bauern, die wegen der Trockenheit mit Liquiditätsproblemen kämpfen, zinslose Darlehen beantragen. Laut BLW können betroffene Betriebe auch mit längeren Fristen für die Rückzahlung von Investitionskrediten oder Betriebshilfedarlehen entlastet werden.

Schneider-Ammann kommt Bauern zuvor

Mit seinen Entscheiden erfüllt Schneider-Ammann Forderungen der Bauern, bevor diese offiziell erhoben wurden. Bauernverbands-Direktor Jacques Bourgeois hat bisher erst über die Medien Massnahmen vom Bund verlangt. Einen Katalog mit konkreten Forderungen wolle er morgen bei den zuständigen Stellen des Bundes einreichen. Wichtigstes Anliegen sollte laut Bourgeois die Senkung von Zöllen auf Heu sein.

Nach seinen Angaben müssten die Viehzüchter derzeit eigentlich das Futter für den kommenden Winter einbringen können. Im Ackerbau litten vor allem die Produzenten von Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais unter der anhaltenden Dürre. Sie rechnen mit grossen Ernteausfällen. Bourgeois hatte daher auch die Verlängerung von Rückzahlungsfristen für Investitionskredite angeregt. Die Konsumenten müssen unter Umständen mit höheren Lebensmittelpreisen rechnen.

Am letzten Freitag hatten die Behörden die Hitzewarnungen bis Mittwoch verlängert, für das Genferseebecken und das Wallis wurde die Warnstufe sogar erhöht. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird ab nächstem Dienstag erwartet. Ab Donnerstag wird es kühler, spätestens am Freitag gibt es Regen.

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