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Viel später als geplant kommen die Aktivisten in Davos an
Aus Regionaljournal Graubünden vom 21.01.2020.
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Klimademonstration in Davos Grosse Schlusskundgebung der Klimaaktivisten fällt auseinander

Auf dem Davoser Postplatz beim Rathaus haben sich verspätet rund 400 Friedensaktivisten, Klimademonstranten und Globalisierungsgegner versammelt. Die grosse bunte Kundgebung hat nicht wie geplant stattgefunden.

  • Die geplante Klimademonstration am Dienstagnachmittag in Davos ist kleiner ausgefallen als angekündigt. Nur 150 Leute waren zur geplanten Zeit beim Rathaus.
  • Die meisten Aktivisten waren mit jenem Trupp unterwegs, der von Klosters zu Fuss unterwegs war Richtung Davos.
  • Die rund 600 Aktivistinnen und Aktivisten waren am Sonntag in Landquart zu einer Winterwanderung zum Weltwirtschaftsforum WEF ins 40 Kilometer entfernte Davos aufgebrochen.
  • Erlaubt war ihre Wanderung bis Klosters. Dort sind sie dann am Dienstag trotzdem weitergezogen und sind mehrfach von der Polizei an- und aufgehalten worden.
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Klimaaktivisten wandern Richtung Davos
Aus News-Clip vom 21.01.2020.
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600 Klimaaktivistinnen und -aktivisten hatten sich am Dienstag in Klosters zur letzten Etappe aufgemacht. Dies teilt das Klimabündnis mit, das unter der Bezeichnung Strike WEF auftritt.Die zumeist jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwiesen auch auf das Schaffen Greta Thunbergs. Die junge Schwedin, die am Dienstag selbst im WEF-Kongresszentrum auftrat, zeige den Weg, den es zu beschreiten gelte in der Klimapolitik, sagte ein Teilnehmer.

Die Demonstration war bis 17 Uhr bewilligt. Allerdings: Die Klimawandernden erreichten Davos erst gegen 18 Uhr. «Wir erwarten nichts vom WEF, wir wollen es abschaffen», wird Mediensprecherin Payal Parekh in der Mitteilung zitiert. Die WEF-Mitglieder hätten die Welt in einen katastrophalen Zustand geführt.

Blockierte Strasse nach Davos

Die Bündner Behörden hatten nur die ersten zwei Tagesetappen der dreitägigen Wanderung bewilligt. Eine Genehmigung für die dritte Etappe von Klosters nach Davos war verweigert worden mit der Begründung, die Kantonsstrasse auf diesem Streckenabschnitt diene auch als Rettungsachse.

Ein Teil der Klimaaktivisten hatte die Hauptstrasse blockiert. Dabei sind sie von der Polizei mit Gitterwägen eingekesselt worden. Die Demonstranten haben die Strasse nach einer Stunde wieder freigegeben.

Demonstrieren wollten am Dienstagnachmittag nicht nur die Klimaaktivisten: Eine zweite Kundgebungsbewilligung erhielten die Jungsozialisten (Juso) Graubünden. Die Davoser Behörden hatten die Teilnehmerzahl pro Manifestation auf 300 beschränkt.

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Protestplakat über dem Walensee (Quelle: Campax/Petitgregiore)
Aus News-Clip vom 21.01.2020.
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62 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    150 an der Klimademo in Davos, 600 Demonstranten auf dem Weg nach Davos, 42000 Zuschauer am Skirennen in Wengen - alle mit dem Segelschiff angereist. Super!
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Viele von uns haben ein Auto, können ins Flugzeug steigen, können gut Essen, können sich an Partys vergnügen und noch viel mehr. Weitaus viel mehr hätten auch gerne ein Auto, würden auch gerne fliegen oder Partys machen und wissen dabei nicht einmal, was sie heute zum Essen haben. Wir können es sich leisten, von Verzicht zu sprechen. Denkt man dabei auch an diejenigen, die nicht verzichten können, weil nichts zum Verzichten haben.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Betrachten wir die Bewegungen, der Menschen, die im Gange sind, haben die meisten Mühe. Der Hebel und Impact auf die aktuellen Exektuivorgane ist zu schwach, kaum vorhanden. Wir haben eine tiefe Krise der Demokratie und der Alternativen. Doch mit jedem Tag der vergeht, lernt die Vielheit der Menschen. UND es wird auch klar, dass wir keine Demokratie haben, entgegen allen Behauptungen, wenn wir als Gesellschaften die Wirtschaft nicht unter demokratischer Kontrolle haben. Es gibt viel zu tun.
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    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      a.kunz die Akzeptanz der Demokratie wäre,wenn man auf Augenhöhe kommunizieren würde und auch bei Volksentscheidungen,das Resultat akzeptiert.Bin mir nicht sicher ob nur die Wirtschaft kontrolliert werden sollte, wenn schon, müssten ja die Sozialausgaben auch mehr kontrolliert werden. So verstehe ich zumindest Demokratie für alle. Ein Sozialstaat lebt hauptsächlich von der Wirtschaft, so wäre mehr Kontrollen bei Ausgaben im Sozialwesen, wohin das Geld fliesst, sicher auch angebracht.
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