Zum Inhalt springen

Header

Audio
CO2-Kompensationen wegen Flugrückgang eingebrochen
Aus HeuteMorgen vom 02.02.2021.
abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
Inhalt

Klimakrise Weniger CO2-Kompensationen wegen Corona

Letztes Jahr wurden weniger CO2-Kompensationen verkauft als im Jahr zuvor. Das ist eine direkte Folge der Pandemie.

Guten Gewissens nach Übersee fliegen, weil man den CO2-Ausstoss zuvor kompensiert hat – Organisationen wie «myclimate» machen es möglich. Mit dem Geld unterstützen sie Klimaschutzprojekte in aller Welt, von energiesparenden Gewächshäusern in der Schweiz bis zu Biogasanlagen in Vietnam.

Zertifikate für 5 Millionen Franken

2019 war dabei ein Rekordjahr für «myclimate»: Im Jahr der Klima-Demonstrationen konnte die Schweizer Organisation CO2-Zertifikate für fast fünf Millionen Franken verkaufen. Anders sah es letztes Jahr aus. Da kauften Privatpersonen nur noch Zertifikate für rund zwei Millionen Franken.

Dadurch, dass viele Flüge und Flugreisen aufgrund der Corona-Situation nicht möglich waren, wurden diese Flüge auch nicht auf der myclimate-Seite kompensiert.
Autor: Kai LandwehrSprecher «myclimate»

Dieser deutliche Rückgang sei eine direkte Folge der Pandemie, zeigt sich Kai Landwehr überzeugt, der Sprecher der Organisation: «Dadurch, dass viele Flüge und Flugreisen aufgrund der Corona-Situation nicht möglich waren, wurden diese Flüge auch nicht auf der myclimate-Seite kompensiert.»

Landwehr gibt sich trotz dieses Rückgangs zufrieden. Denn die Nachfrage nach CO2-Kompensationen war 2020 dennoch wesentlich höher als in früheren Jahren. Zudem habe man vonseiten der Unternehmen ein grosses Interesse an den Klimaschutzprojekten wahrgenommen.

Videokonferenz statt Business-Flug

Der «myclimate»-Sprecher hofft, dass die Erfahrungen aus der Pandemie künftige klimapolitische Entscheide mitprägen – zum Beispiel im Bereich der Business-Flüge: «Da hat man gesehen, dass Videokonferenzen hervorragend funktionieren.»

Viele Menschen hätten sich zudem während der Pandemie Gedanken über ihren CO2-Fussabdruck gemacht und ihn entsprechend reduziert.

Auch wenn letztes Jahr weniger CO2-Zertifikate verkauft wurden, muss das für das Klima also nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein.

HeuteMorgen, 02.02.2021, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

44 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Shane O'Neill  (Diddleydoo)
    Autor ist traurig weil die Möglichkeit sein Gewissen rein zu waschen verschwunden ist?

    Virtuesignalling zum feinsten.

    Haptsache sollte natürlich sein, die CO2 Emissionen sind zurückgegangen sind, nicht dass man mit fragwürdige Zertifikate posieren kann.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Shane O'Neill: Sorry, was ist Ihr und der Vorschlag der meisten anderen Kommentatoren hier? Sie wollen keine Kompensation, sie wollen keine Treibhausgassteuer. Sie wollen nichts. Wie sollen die Treibhausgase reduziert werden? Einfach nur schreiben, dass man weniger verbrauchen soll reicht nicht, denn dann tun die meisten gar nichts. Wieso auch? Ich verzichte auf all die angenehmen Dinge wie fliegen, aber die anderen tun es umso öfter. Das ist Frust pur. Offenbar gefällt vielen der Klimawandel.
  • Kommentar von Marcel Sobol  (MSo)
    Sorry aber eine Kompensation für sein "verfehlen" zu kaufen? Das ist doch lächerlich. Das Fliegen halbieren, damit ist viel mehr getan als alles andere. Punkt.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Marcel Sobol: Und wie geht das? Versteigern Sie Kontingente oder besteuern Sie die Flüge. Mit Eigenverantwortung geht das nicht.
    2. Antwort von Bruno Wagner  (bruwag)
      Die weltweite CO2 Belastung der Fliegerei beträgt 4%.Schifffahrt ebenso. 43% CO2 Belastung weltweit wird für Elektrizität und Wärme verpufft.
    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Bruno Wagner: Es geht hier um die reiche Schweiz. Bei uns ist der Anteil des Flugverkehrs an den Gesamtemissionen über 12%. Tendenz stark steigend, wenn kein Gegensteuer gegeben wird.
    4. Antwort von Bruno Wagner  (bruwag)
      @Thomas Leu. Nehmen sie das Leben ein wenig gelassener. Es ist so wies ist. Ich denke die meisten Bewohner der Schweiz sehen ein, dass CO2 reduziert werden muss. Es reguliert/reduziert sich von alleine, wenn das Einkommen stagniert. Und die Reichen, denen spielt es keine Rolle. Das weltweite Gefälle arm/reich gibt's seit Menschengedenken. Daran kann leider wenig geändert werden.
    5. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Bruno Wagner: Wir Schweizer gehören alle zusammen zu den 10% Reichsten der Welt. Wir können nicht, wie z.B. ein Somalier, der einen Bruchteil unserer Emissionen hat, nur warten. Wir haben mehr Verantwortung zu übernehmen für den Treibhausgaseffekt als die armen Länder. Wenn Sie auf einen Einkommensrückgang warten wollen, müsste aber das Einkommen auf das Niveau eines afrikanischen Landes zurückgehen. Wollen Sie das und wollen Sie auf etwas warten, das erst eintritt, wenn es zu spät sein wird?
  • Kommentar von bert galzer  (galzer)
    Also fassen wir mal zusammen, wir sollen nicht mehr:
    Fliegen, Urlaub machen, in der Schweiz reisen, Autofahren, Moped fahren, uns vermehren, Luxus kaufen, heizen, Strom verbrauchen, Fleisch essen, in der Natur wandern, beim Nachbarn m. Auto vorbeifahren, Party machen, Ski fahren usw.
    Bingo,wir sind an dem Punkt angelangt, es wird einfacher, wenn die Grünen und die die so politisieren (wie FDP, CVP, SP) uns dann endlich sagen, was wir noch dürfen. Als nächstes ist Atmen verboten.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ bert galzer: Sie dürfen das alles machen, aber nicht in einem derartigen Exzess, als ob Sie die letzte Menschen-Generation auf der Erde wären.