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Klimawandel in der Schweiz Klimaseniorinnen reichen Klage gegen Schweiz ein

  • Die Schweiz gehe zu wenig konsequent gegen den Klimawandel vor – und schütze damit insbesondere ältere Frauen zu wenig.
  • Das finden die sogenannten Klima-Seniorinnen. Sie haben jetzt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte offiziell eine Beschwerde gegen die Schweiz eingereicht.
  • Greenpeace unterstützt das Anliegen und schreibt: Ältere Frauen würden besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
  • Ausserdem seien sie während Hitzewellen einem deutlich erhöhten Risiko ausgesetzt.

Eine Antwort des Gerichthofs auf die Frage, ob Staaten durch einen unzureichenden Klimaschutz Menschenrechte verletzten, wäre laut Greenpeace richtungsweisend.

Nicht chancenlos

Die Seniorinnen hatten die Klage im Vorfeld bereits angekündigt. Experten wie Staatsrechtler Rainer Schweizer von der Universität St. Gallen sehen gewisse Chancen. Dieser Fall sei für die Auslegung und Anwendung mehrerer Bestimmungen der Menschenrechtskonvention von grundsätzlicher Bedeutung. «Deshalb halte ich es für möglich, dass der Gerichtshof sehr wohl darauf eintreten könnte», sagt Schweizer.

Zudem beschäftige das Thema auch andere europäische Länder, betont der Professor für Staatsrecht. In den Niederlanden wurde letztes Jahr eine solche Umweltklage gegen den Staat gutgeheissen.

Nun hoffen auch die Schweizer Klimaseniorinnen, dass ihre Beschwerde ein wegweisendes Urteil zur Folge hat. Staatsrechtler halten es für durchaus möglich, dass die Schweizer Klage ein Präzedenzfall für ganz Europa werden könnte.

Die rund 1800 Klägerinnen sind mit ihrem Begehren bereits mehrfach abgeblitzt, zuletzt im Mai vor dem Bundesgericht.

SRF 4 News, 01.12.2020; 06:00 Uhr;

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Das ist doch eine heuchlerische Klage der sog. Klima-Senioren. Was haben sie den getan, als sie jung waren? Sicher zuwenig, sonst hätten wir diese Probleme nicht. Aufhören mit dieser Heuchlerei und zuerst vor der eigenen Türe wischen.
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  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    Und was haben diese Seniorinnen, und auch die Senioren, zur Zeit als sie noch aktiv im Berufs- und Wirtschaftsleben gegen den Klimawandel getan? Wohl gar nichts, sonst sähe die Welt jetzt vielleicht anders aus und sie müssten nicht derart "leiden". Könnten sie ihre "Leiden" vielleicht benennen und präzisieren? Leere Heuchelei oder Profilierungssucht.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Ernst Boller: Ich glaube, genau diese Frauen, die im hohen Alter noch so eine Klage auf sich nehmen, statt sich im Lehnstuhl in Mallorca die Sonne auf den Kopf scheinen zu lassen, sind genau diejenigen, welche schon immer engagiert waren.
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    2. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      @Leu Ich vermute, diese Klage wurde, gesponsert von div. NGO‘s, von Anwälten eingereicht. Die „Klimaseniorinnen“ dürfen sich im Liegestuhl räkeln. Ihren Namen für die Klage geben, reicht vollkommen aus. Bitte keine Robina-Hood-Romantik!
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  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Vielleicht wird man in 50 Jahren festestellen: Profiteure einer wachsenden Klageflut, die unser Leben immer weiter blockieren wird und nichts wirklich ändert, sind die Chinesen. Kann sein, Europa klagt und „utopisiert“ sich gerade in die globale Bedeutungslosigkeit. Wirtschaftlich mit der Pandemie und dem grünen System-Change und kulturell per ungezügelter „gelenkter“ Migration. Klimaseniorinnen also heute. Und in 50 Jahren?
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