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Legende: Video ILO kämpft seit 100 Jahren für Arbeitsrechte abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.06.2019.
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Konferenz in Genf «Jahrhunderterklärung» zu 100 Jahren ILO

  • Die internationale Arbeitsorganisation ILO mit Sitz in Genf feiert ihr hundertjähriges Bestehen.
  • Die UNO-Sonderorganisation kämpft für soziale Gerechtigkeit, Menschen- und Arbeitsrechte, sowie gegen Menschenhandel und Sklaverei.
  • Die Mitglieder wollen dabei eine «Jahrhunderterklärung» verabschieden, welche die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter definieren soll.
  • Heute beginnen in Genf die Feierlichkeiten des Jubiläums.

Bundesrat Alain Berset hielt die Eröffnungsrede und verteidigte die Bedeutung der ILO im Zeitalter der Digitalisierung und der Globalisierung. Wenige Tage vor dem nationalen Frauenstreik betonte der Bundesrat auch die «Notwendigkeit», den Frauen «ein faires und angemessenes Gehalt» zu garantieren.

Erwartet werden in Genf etwa 50 Staats- und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Sie alle unterstreichen die Wichtigkeit des hundertjährigen Bestehens der internationalen Arbeitsorganisation ILO.

Alain Berset
Legende: Innenminister Alain Berset spricht an der ILO-Konferenz in Genf. Keystone

Generaldirektor Guy Ryder appellierte an die 187 Mitgliedsländer, in der geplanten Jahrhunderterklärung starke Leitlinien zur Zukunft der Arbeit mit sozialer Gerechtigkeit für alle zu verankern. Sie soll zum Abschluss der Konferenz am 21. Juni verabschiedet werden.

Zu Beginn der Konferenz wurde der Schweizer Botschafter Jean-Jacques Elmiger zum Präsidenten der Internationalen Arbeitskonferenz gewählt.

190 Abkommen zu Arbeitsnormen

Entstanden 1919 aus der Asche des Ersten Weltkriegs, setzt sich die UNO-Sonderorganisation seit jeher für die Rechte der Arbeitnehmer und soziale Gerechtigkeit ein.

Die Organisation hat fast 190 Abkommen und mehr als 200 Empfehlungen zu Arbeitsnormen ausgearbeitet. Darunter sind Konventionen über das Recht auf Gewerkschaften und gegen Diskriminierung sowie gegen Zwangsarbeit und gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Neuer Schwerpunkt ist der digitale Wandel und wie der soziale Frieden trotz rapider Veränderungen gesichert werden kann.

Grosses Sicherheitsdispositiv

Kleinflugzeuge, Sportflugzeuge und Helikopter dürfen am 10. und 11. Juni nicht durch die Zone über dem Place des Nations in Genf fliegen. Der Bundesrat hat entschieden, den Luftraum anlässlich der Feier zum 100-jährigen Bestehen der ILO vorübergehend einzuschränken.

Damit will der Bund gemäss Mitteilung das Sicherheitsdispositiv der Genfer Kantonsbehörden ergänzen. Diese hatten die Regierung gebeten, den Luftraum temporär einzuschränken. Der kommerzielle Flugbetrieb vom und zum internationalen Flughafen in Genf werde dadurch nicht beeinträchtigt.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Warum wird hier nicht die gesamte Rede von BR Berset publiziert und nur so ein Abklatsch von Auszug gebracht? Er hat diesen Anlass hoffentlich auch dazu genutzt darauf aufmerksam zu machen, dass heutige Vertragswerke wie das Rahmenabkommen, genau solche Werte hochhalten müssen. Andernfalls sind deren Inhalte nicht die Druckerschwärze -, geschweige denn das Papier wert auf dem sie daherkommen!
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die Spezialisten für die Antithese von Decentwork. Diejenigen, die eine noch nie dagewesene Degradation der Arbeit mitzuverantworten haben. Arbeit ist nicht ein beliebige Ware, Arbeit ist eine den Menschen mitbestimmende Konstante. Die Arbeit ist das Kernstück jedes Wirtschaftens. Für eine menschengemässe Arbeit müssen sich die Menschen stark machen. Arbeit ist keine beliebige Ware ....
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    1. Antwort von S. Meier  (SM)
      Die noch nie dagewesene Degradation der Arbeit hat in Deutschland der Herr Schröder eingeleitet und Frau Merkel hat es lieben gelernt.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Weltweit ist es wichtig, für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen.
    Eigentlich müsste z. B. die Besteuerung von Reichen und ganz Reichen in einer wesentlich höheren Progression erfolgen, das landes- und weltweit. Ich weiss, es ist zumindest zur Zeit eher eine Illusion. Aber wir können schon bald anfangen. Im Oktober sind Wahlen.Hier können wir die entsprechenden wählen, denen soziale Gerechtigkeit ein Anliegen ist - nach Bundesv."die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen".
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Und wer zahlt ihrer Meinung nach die Steuern? Ohne die Steuern von dem Mittelstand und den Reichen könnten die Linken nicht das Geld so grosszügig ins Ausland verteilen.
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    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Koni. Er spricht nicht vom Mittelstand. Uebrigens, durch den Informationsaustausch der Länder sind schon Milliarden zusammengekommen. Nun, noch ein bisschen in den Steueroasen graben, und die Digitalsteuer (OECD) einführen, dann wäre auch schon was getan.
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