Zum Inhalt springen

Header

Video
Kommandant Hurni: «Wir waren vorbereitet»
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
abspielen
Inhalt

Krawalle in St. Gallen Polizei-Chef: «Von 21 Verhafteten kamen 19 aus der Ostschweiz»

  • In der Stadt St. Gallen kam es am späten Freitagabend zu Ausschreitungen.
  • Junge Erwachsene attackierten die Polizei, diese antwortete mit Gummischrot und Reizgas.
  • Zwei Personen wurden verletzt, 21 vorübergehend festgenommen. Einsatzkräfte wurden nicht verletzt.

Die Krawalle in der St. Galler Innenstadt in der Nacht auf Samstag sind laut Aussage von Stadtpräsidentin Maria Pappa (SP) auf eine kleine gewaltbereite Gruppe Jugendlicher zurückgegangen. Ein Grossteil der Jugendlichen habe sich friedlich verhalten, sagte Pappa vor den Medien. Sie forderte «Nulltoleranz» bei solchen Gewaltakten.

Insgesamt 21 Festnahmen

Die Polizei hat 21 Personen vorübergehend festgenommen. Davon kommen sechs aus der Stadt St. Gallen, 13 aus der Ostschweiz und zwei aus der übrigen Schweiz. Das teilte Polizei-Kommandant Ralph Hurni mit.

Es sei gelungen, die Sachbeschädigungen in Grenzen zu halten. Trotzdem wurden Scheiben eingeschlagen und Velos angezündet.

Video
Einsatzleiter Sartory: «Dann nahm die Eskalation zu»
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
abspielen

33 Wegweisungen

Box aufklappenBox zuklappen

Neben den 21 Verhaftungen hat die Stadtpolizei St. Gallen 33 Menschen aus der Stadt weggewiesen.

Bislang gingen bei der Polizei in sieben Fällen Anzeigen wegen Sachbeschädigungen ein. Bei den Ausschreitungen, bei denen Gegenstände in Brand gesetzt wurden, gab es demnach mindestens 50'000 Franken Sachschaden.

Die St. Galler Polizeivorsteherin Sonja Lüthi (GLP) hat nach der Krawallnacht den Polizeieinsatz als «angemessen» verteidigt und die Gewaltakte durch Chaoten «aufs Schärfste» verurteilt. Diese seien nicht tolerierbar, sagte die Stadträtin vor den Medien. «Wir alle hätten uns das Osterwochenende anders vorgestellt.»

Video
Sozialdirektorin Lüthi: «Ich verurteile das aufs Schärfste»
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
abspielen

Die Gewalt sei teils unter dem «Schutzmantel von Corona» verübt worden, sagte Lüthi. Die Polizei sei nach den Gewaltaufrufen im Vorfeld gut vorbereitet gewesen. Sie habe auf «Prävention und Dialog» gesetzt und erst eingegriffen, als die Stimmung gekippt und die Sicherheit von Menschen in Gefahr gewesen sei.

«Gewalt gegen die Polizei ist völlig daneben»

Die relativ wenigen Chaoten würden zur Rechenschaft gezogen, sagte Pappa. Es gebe Nulltoleranz, bei allem Verständnis für die aktuell angespannte Situation rund um die Coronavirus-Pandemie. St. Gallen und andere Städte dürften nicht zum Ort von Gewalt werden aus Frustration oder Langeweile. «Gewalt gegen die Polizei ist völlig daneben.»

Video
Stadtpräsidentin Pappa: «Es war ein kunterbuntes Publikum»
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
abspielen

In der Stadt sei ein kunterbuntes Publikum unterwegs gewesen, teils seien diese Menschen aus anderen Regionen der Schweiz angereist.

Trotz Gewaltaufrufen seien viele Jugendliche friedlich unterwegs gewesen. Einig hätten aber das Ziel gehabt, Gewalt auszuüben. Glücklicherweise seien nur wenige Menschen verletzt worden, und der Schaden halte sich in Grenzen.

Video
Die Bilder der Krawallnacht von St. Gallen
Aus SRF News vom 03.04.2021.
abspielen

Tagesschau am Mittag, 03.04.2021;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

87 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Sebastian Demlgruber  (SeDem)
    Die Corona-Krise macht alle langsam porös und mürbe. Die allermeisten reissen sich aber zusammen, bewahren Haltung, benehmen sich weiterhin menschlich und zivilisiert. Aber leider gibt es einige wenige mit besonders kurzer Zündschnur, die rücksichtslos genug sind, ihren Frust mit Gewalt auszuleben - und dadurch den Stress der anderen noch zu verstärken. Das verdient eine klare und harte Lektion, denn dieses Verhalten ist nicht schönzureden oder gar zu entschuldigen.
    1. Antwort von Phil Suter  (Drill-in)
      Ja, dieses Verhalten sollte auf keinen Fall toleriert werden und hoffe, dass die Polizei hart durchgegriffen hat.

      Jugendliche sollten die aktuellen Coronamassnahmen anprangern können, aber dafür gibt es genügend viele friedliche und vernünftige Wege aufzubegehren.
    2. Antwort von Peter Hahnau  (Peter Hahnau)
      "Aber leider gibt es einige wenige mit besonders kurzer Zündschnur, "

      Wie schon mehrfach gesagt, gibt es nichts, was die Gewalt rechtfertigt, doch staune ich ehrlich gesagt über die Länge der besonders kurzen Zündschnüre. Sozialkontakte sind im jugendlichen Alter extrem wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und natürlich für den Spass. Man hat den Teenies schon über ein Jahr ihrer Reifezeit genommen, da habe ich schon deutlich früher Krawalle erwartet.
  • Kommentar von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
    Ich habe diverse Demos in den 80iger Jahre miterlebt, die sehr gewalttätig waren, leider. Themen: AKWS, Jugendzentren. Eben diese Demos haben zu einem Umdenken, einer Dialogbereitschaft auf BEIDEN Seiten geführt. Was ist eine Gesellschaft ohne motivierte Jugend? Eine Heer von Alten, die ihre Vergangenheit gedanklich bewältigt und diese Rückschlüsse auch noch als ewige Wahrheit verkündet?
    Erfahrung in Ehren, aber bitte mit Weisheit und Mass.
    1. Antwort von Olivier Dombas  (mod)
      Das haben Sie hervorragend ausgedrückt, danke.
    2. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Ich habe die Demos nach ´68 erlebt, und sah Teilnehmer daran im mehreren europäischen Ländern zu geachteten Politikern aufsteigen. Den älteren Herrschaften sollte auch klar sein, dass diese Jugend ihre Zukunft ist, von der sie dereinst, was ihre Rente und Pflege angeht, abhängen werden.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Fortsetzung: Gewalt, wie sie geschehen ist, lehne ich gänzlich ab. Aber die Mehrzahl der Jungen trat friedlich auf. Folgendes: Die Jugend soll sich wegen Corona nicht noch viel länger nach uns Aelteren /(Teil-)risikopatienten richten. Ich bin 62.Selber bin ich bereit, ein höheres Risiko einzugehen zu Gunsten von mehr Oeffnung. Und:Corona ist eingelagert in eine extreme Leistungsgesellschaft.Jeder Mensch muss rentieren. Das engt ein, besonders die Jugend. Alles hängt hier zusammen.Gesunden wir!!
    1. Antwort von Dominic Müller  (Domi3)
      Dem stimme ich voll zu. Ich bin 59. Ich finde es nicht gut, wenn sich dauernd nur die Jugend aufopfern muss und dann noch zusätzlich an den Pranger gestellt wird.
    2. Antwort von Conny Hasler  (conhas)
      @uvk
      wir haben eine steigende 3.Welle;ich weiss nicht,wie unsere Hospitalisationszahlen steigen würden,wenn nun sämtliche Lockerungen kommen würden.In einigen Spitälern sind die Hospitalisationszahlen auf den Intensivstationen wieder am Steigen.Arbeiten Sie auf der Intensivstation?und wie Sie nach 1 Jahr Pandemie wissen,geht es immer noch um unsere Gesundheitsversorgung.Und jeder,der nicht auf der Intensivstation arbeitet,kann leicht sagen,jetzt lockern
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Frau Hasler: Mit den Umfang der Lockerungen habe ich mich noch nicht präzise ausgedrückt. Ich will auch nicht, dass sich eine vertiable dritte Welle entwickelt, in der dann die Intensivstationen gefüllt oder überfüllt werden.Ich meine:Eine Teillockerung: Grossveranstaltungen und Stadien bleiben natürlich noch zu. Es geht mir fast nur erst mal um die Gaststätten; das würde allen Generationen schon viel bringen. Auch alte Menschen sagen:Spazieren gehen ohne Kaffee in einem Restaurant ist schade.
    4. Antwort von Olivier Dombas  (mod)
      Danke für Ihren Kommentar, Herr von Känel. Ich finde auch, dass es für Jugendliche immer prekärer wird. Mit 13 auf Lehrstellensuche, die ganze Zeit in Parallelwelten unterwegs (echte Welt / Instagram, TikTok) - weil es halt alle tun und wir wissen, wie beeinflussbar die meisten im Jugendalter sind - und jetzt auch noch ständig zuhause bleiben, wo einem die Eltern auf den Senkel gehen (ist doch so). Früher war es vielleicht nicht besser, jung zu sein, aber einfacher.