Zum Inhalt springen

Header

Video
Die Bilder der Krawallnacht von St. Gallen
Aus SRF News vom 03.04.2021.
abspielen
Inhalt

Proteste gegen Corona Bilanz der St. Galler Krawalle: 21 Festnahmen und zwei Verletzte

  • In St. Gallen kam es am Freitagabend zu Eskalationen, weil Jugendliche die Polizei unter anderem mit Molotow-Cocktails attackierten.
  • Diese wiederum antworteten mit Gummischrot und Reizgas.
  • Zwei Personen wurden verletzt. 21 Personen wurden verhaftet. Mittlerweile sind alle wieder frei.
  • In der Stadt hielten sich am Freitagabend hunderte Menschen auf. Gewaltbereit waren ein paar wenige Dutzend.

Laut Augenzeugen hatten sich rund 1000 junge Erwachsene am Abend zunächst auf dem Roten Platz, einem traditionell beliebten Treffpunkt für den Ausgang, eingefunden. Gegen 21 Uhr eskalierte die Lage dann. Am Rand der Altstadt griffen die Jugendlichen die Polizei an, indem sie die Einsatzkräfte mit Gegenständen wie Flaschen und Böllern bewarfen. Diese antworteten mit Gummischrot.

Nach diesem Einsatz beruhigte sich gegen 22 Uhr die Lage vorübergehend. Die Stimmung blieb aber aufgeheizt. Nachdem die Polizei die Menschenansammlung aufgelöst hatte, kam es erneut zu Ausschreitungen.

Laut Klaus-Dieter Mennel, Sprecher der Stadtpolizei, wurden in der Nähe des Bahnhofs Polizisten gegen 22.30 Uhr mit mehreren Molotow-Cocktails beworfen. Die Einsatzkräfte setzten daraufhin Pfefferspray und Reizgas ein.

Video
Krawalle in St. Gallen gegen die Corona-Massnahmen
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
abspielen

Es sei zu Sachbeschädigungen gekommen. So seien Velos, Steine und Baustellenabschrankungen auf die Strasse geworfen und Gegenstände angezündet worden. Auch Steinwürfe hätten Spuren hinterlassen. Schaufenster seien auf den ersten Blick jedoch nicht zu Schaden gekommen.

Zwei junge Erwachsene seien bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt worden. Insgesamt 21 Personen wurden verhaftet. Sie sind mittlerweile wieder frei. Die Stimmung sei sehr aggressiv gewesen, sagte Mennel. Es habe sich bei den gewaltbereiten Personen um eine kleine Gruppe gehandelt, die sich aus der Gruppe von Jugendlichen gelöst habe.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass die Lage in der Stadt St. Gallen eskaliert. Bereits am Freitag vor einer Woche löste die Polizei eine illegale Party mit rund 200 Jugendlichen auf. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften, wobei ein Polizist verletzt wurde. Zudem hinterliessen die Randalierer einen Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

Entsprechend stand die Polizei diesmal mit einem Grossaufgebot bereit. Ein Dutzend Mannschaftsbusse fuhren auf dem Kloster- und dem Gallusplatz auf. Über der Altstadt kreiste ein Polizeihelikopter.

SRF 4 News, 3.4.2021, 00:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

158 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Detlef Brügge  (Useful)
    @Teuscher
    Die Impfquote liegt bei 12.9 / 100 EW; Platz 23, z.B. hinter Litauen, Malta, den Seychellen, Barbados.....
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Emil Alt: "Lasst uns alle dankbar sein für die Zeit in der wir leben" Vielen Dank, und vielleicht braucht es nicht vier Teile?, Ich versuche es mit zwei: Heute war auf Radio SRF1 eine 101-jährige Frau aus SG zu hören, die im Lebensanfang die spanische Grippe und jetzt auch Corona überstanden hat, und allerlei dazwischen. Sie zeigt sich erfüllt von Dankbarkeit. Auch ich selber ("CH-Nachkriegsausgabe" im Unterschied zu meinen Eltern, dt. Freund*innen mit 1Krieg/2Diktaturen) bin sehr dankbar.
    1. Antwort von Erich Zoller  (Erich Zoller)
      Immerhin war die spanische Grippe nach drei Jahren beendet, warum? Weil mit den wenigen Einschränkungen die Bevölkerung nach drei Jahren durchseucht war. Mit den heutigen massiven Einschränkungen wird sich das Virus weniger schnell ausbreiten aber es wird halt bis zur Durchseuchung doppelt solange dauern, mit gleichviel Erkrankten und Verstorbenen aber halt auf doppelt soviel Jahre verteilt.
  • Kommentar von Philip Badertscher  (Pippo91)
    Wieso stellt sich die Polizei vor die Leute mit Kameras?? Was haben sie zu verbergen? Wars villeicht nicht doch andersrum? Die Polizei wollte gewaltsam trennen und daraufhin haben die Jugendlichen sich gewehrt?
    1. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Es gilt dass Treffen draussen mit mehr als 15 Personen verboten sind, ohne wenn und aber. Da können Sie den Einsatz der Polizei drehen und wenden wie sie wollen. Ausgegangen ist das ganze Theater von denjenigen, die sich nicht an die Corona-Massnahmen halten, und nicht von der Polizei, welche lediglich den Auftrag hat, die Vorschriften durchzusetzen.