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Schweiz Kreml-Kritiker Chodorkowski zieht es in die Schweiz

Der russische Kreml-Kritiker und ehemalige Ölunternehmer Michail Chodorkowski will sich in der Schweiz niederlassen. Chodorkowski hat ein entsprechendes Gesuch eingereicht. In welchen Kanton er ziehen will, ist nicht bekannt.

Chodorkowski mit Tasche
Legende: Chodorkowski will in der Schweiz für die Freilassung von politischen Gefangenen in Russland kämpfen. Keystone

Wo Chodorkowski das Niederlassungsgesuch gestellt hat, wollte seine in Zug ansässige Kommunikationsagentur nicht sagen. Das Verfahren sei im Gang. Man werde zu gegebener Zeit informieren, hiess es weiter.

Zurzeit hält sich Chodorkowski in Kiew auf. Am Sonntag rief er Russen und Ukrainer zum Einlenken im Krim-Konflikt auf.

Der Putin-Kritiker war kurz vor Weihnachten nach zehn Jahren Lagerhaft von Russlands Staatschef Wladimir Putin begnadigt worden. Daraufhin reiste er nach Berlin aus. Dort ist seine Mutter in medizinischer Behandlung.

Anfangs Jahr war Chodorkowski in die Schweiz gekommen, wo seine beiden jüngsten Söhne zur Schule gehen. Die Eidgenossenschaft hatte Chodorkowski zunächst ein Visum bis Ende März ausgestellt.

Gelder in der Schweiz

Ein Teil seines umfangreichen Vermögens soll sich in der Schweiz befinden. Im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs aus Russland hatte die Bundesanwaltschaft 2004 ein Vermögen von 6,2 Milliarden Franken von Chodorkowskis Yukos-Konzern auf fünf Banken in der Schweiz eingefroren. Gegen diese Massnahme reichten Chodorkowski und seine Mitstreiter erfolgreich Beschwerde ein.

Das Bundesgericht entschied, das Einfrieren der Gelder verstosse gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit: Es hob die Blockade auf. Der russische Antrag auf Rechtshilfe wurde vom Bundesgericht 2007 definitiv verweigert.

17 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Dieses Gesuch ist abzulehnen. Punkt! Er sollte in die Ukraine ziehen & dort sein Geld investieren.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      E.W./Bin absolut Ihrer Auffassung.Da noch Gerichtsverfahren anstehen,könnten wir mit unserer Neutralität(Auslieferungsverfahren)in Konflikt geraten.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Putin oder Chodorkowski, was die beiden unterscheidet ist doch lediglich, dass Putin offensichtlich in den so typischen Diadochenkämpfen in Russland gewonnen hat. Mir scheint, beide sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Ebenso denkbar, beide würden für die ihre Sache über Leichen gehen.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      H.H./Aber Putin hat auch nicht vor,sich in der Schweiz nieder zu lassen.Bin der Auffassung von Herr Waeden(11.03.014/06.20)Wäre nur zu unserem Wohl,wenn es möglich wäre.Könnte bez.Neutralität Scherereien bereiten.Immerhin sind noch weitere Verfahren ausstehend.Wie wär's mit D Nähe Bodensee?Oder F Nähe Genf?
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  • Kommentar von G.Müntz, Zürich
    Als ich mein versteuertes Geld auf die Bank im Kanton SZ bringen wollte, stellte man mir viele Fragen, angeblich wegen der FIMA. Ich habe dann dankend auf eine Zusammenarbeit mit der Bank verzichtet. Ich gehe davon aus, dass es für einen Oligarchen einfacher ist, in der Schweiz ein Konto zu eröffnen und sein ehrliches und hart erarbeitetes Ersparnis parkieren zu können. Seines Gleichen machen halt lieber Geschäfte zusammen.
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