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Mit bis zu 20'000 Menschen aus der Ukraine rechnet die Flüchtlingshilfe
Aus HeuteMorgen vom 04.03.2022.
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Krieg in der Ukraine Schweiz erwartet 20'000 Ukraine-Flüchtlinge

Mehr als eine Million Menschen hat die Ukraine verlassen. Die Schweiz bereitet sich auf mehrere Tausende Geflohene vor.

Die Direktorin der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, Miriam Behrens, geht davon aus, dass «einige Tausend, bis zu 10'000 oder 20'000» aus der Ukraine geflüchtete Menschen in die Schweiz kommen werden. Entsprechend seien die Behörden jetzt gefordert.

Die ankommenden Flüchtlinge müssten schnell und unkompliziert untergebracht und versorgt werden, so Behrens.

Notfallkonzept von 2015

Mit ebenso vielen Flüchtlingen rechnet Marianne Lienhard, Vizepräsidentin der Konferenz Kantonaler Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK.

Sie ist überzeugt: «Einen mittleren Ansturm von Flüchtlingen kann die Schweiz sicher bearbeiten.» Die Kantone könnten auf die bereits 2015 erstellten Notfallkonzepte zurückgreifen.

Fragen zum Schutzstatus S

Neu sei allerdings der Sonderstatus S, der bei den ukrainischen Flüchtlingen erstmals zur Anwendung kommen könnte. Dieser berechtigt zum Aufenthalt, ohne dass die Flüchtlinge ein aufwändiges Asylverfahren durchlaufen müssen.

Video
Archiv: Private wollen Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen
Aus 10 vor 10 vom 03.03.2022.
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Dazu bräuchten die Kantone noch Präzisierungen vom Bund, meint Lienhard, die als Regierungsrätin im Kanton Glarus für die Flüchtlinge zuständig ist.

Präzisierungen verlangt auch die Flüchtlingshilfe. Unter anderem sollen diese Flüchtlinge schnellst möglichst eine Arbeitserlaubnis erhalten, sagt Direktorin Behrens.

Vorbereiten auf jahrelangen Aufenthalt

Sie glaube nicht, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer schnell zurück in ihre Heimat könnten – «sie bleiben allenfalls mehrere Jahre in der Schweiz», sagt Behrens. Entsprechend müssten sie neben Schutzstatus und Arbeitserlaubnis auch Integrationsmassnahmen erhalten.

Der Bundesrat wird voraussichtlich heute entscheiden, was der Sonderstatus S alles beinhalten soll. Er wird erst in Kraft gesetzt, nachdem die Kantone angehört worden sind.

SRF 4 News, HeuteMorgen vom 4.3.2022, 06.00 Uhr

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63 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für die spannende Debatte in den Kommentaren. Für heute schliessen wir die Kommentarspalte und freuen uns, morgen unter anderen Artikeln von Ihnen zu lesen. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Auf die Frage von SRF: Ja, die CH ist bereit. Nur schon was an Privatbetten offeriert wurde. Sensationell. Aber der BR geht die Flüchtenden nicht selber abholen. Und der Status S ist gerechtfertigt. Es ist durchaus davon auszugehen, dass bei Kriegsende einen Grossteil der Ukrainer so schnell wie möglich in ihre alte Heimat zurückkehren wollen.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Bin heute sehr zufrieden mit dem Auftritt der entsprechend betroffenen BR-Menschen. Nichts mehr von Wischiwaschi etc. Wünsche allen alles Gute!