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Der Postautobahnhof in Bern.
Legende: Laut französischen Richtern verfälscht die Tochter von Postauto Schweiz in Frankreich den Wettbewerb. Keystone
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Schweiz Kritik an Schweizer Postautos in Frankreich

Postautos sind nicht nur in der Schweiz unterwegs. Die Schweizerische Post betreibt auch in Frankreich Postautolinien. Derzeit fährt ein Drittel aller Schweizer Postautos im Nachbarland. Dieses Engagement steht jedoch im Gegenwind – in beiden Ländern.

Gegen 800 Fahrzeuge von Postauto Schweiz sind in Frankreich unterwegs. Das stösst auch auf Widerstand. In der Schweiz kommt er aus der Politik. Der Nationalrat will das Postautogeschäft in Frankreich genauer unter die Lupe nehmen – und nötigenfalls gar stoppen. Seine Forderung lautet: Die Schweizer Postautos in Frankreich müssten rentieren und mithelfen, den Wert von Postauto Schweiz zu steigern.

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Frankreich-Engagement von Postauto in der Kritik
aus HeuteMorgen vom 22.10.2016.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten.

Bei der Postauto Schweiz AG versteht man dieses Misstrauen nicht. Denn seit 2012 schreibe die Tochtergesellschaft CarPostal France schwarze Zahlen, sagt Postauto-Sprecherin Katharina Merkle. «Damit trägt CarPostal zum positiven Ergebnis der Post bei.» Diese Antwort befriedigt die Mitglieder der Verkehrskommission des Ständerates. Anders als der Nationalrat sehen sie keinen Grund zu handeln, wie sie gestern einstimmig beschlossen haben.

Wettbewerb verfälscht?

Die Postautos stehen aber auch in Frankreich in der Kritik. Das Handelsgericht in Lyon wirft CarPostal France vor, den Wettbewerb zu verfälschen. Da die Post dem Bund gehöre, profitiere auch die Tochter in Frankreich von Schweizer Staatsgeld. Sie könne so auch Linien anbieten, die nicht rentieren würden. Das verstosse gegen das Freihandelsabkommen. Das Gericht in Lyon verdonnerte daher die Tochtergesellschaft erst kürzlich zu Schadenersatz in Millionenhöhe.

Bei Postauto Schweiz könne man das Urteil gegen die Tochtergesellschaft nicht nachvollziehen, sagt Sprecherin Merkle. «Wir haben daher beschlossen, es weiterzuziehen.» In Frankreich wird sich deshalb als nächstes ein Gericht in Paris über die Post-Akte beugen. In der Schweiz ist es im Dezember der Ständerat.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    U waemme nuet meh z'chifle haett suecht me halt oeppis!
  • Kommentar von Donat Hunger  (Donat Hunger)
    @casagrande. Ich glaube nicht, dass der Postauto Schweiz AG zum Vorwurf machen kann, den Service Public in der Schweiz nicht aufrecht zu halten. Und wieso soll dann ein erfolgreiches Unternehmen, wie die Postauto Schweiz AG ist, nicht in einem Nachbarland investieren? Da sind wir genau wieder bei dem Punkt, dass wir nur bis an unsere Landesgrenze schauen und ja nicht darüber. Die Schweiz soll sich öffnen, nicht schliessen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    "Service Public" PTT - zuerst im eigenen Land für adäquate, sinnvolle, alle Altersgruppen berücksichtigende, notwendige, erleichternde Bedingungen sorgen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die PTT gibt es seit der Aufteilung von Swisscom und Post nicht mehr.