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Gesundheitsdirektor Engelberger und die Impf-Mühen
Aus Samstagsrundschau vom 13.11.2021.
abspielen. Laufzeit 29:38 Minuten.
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Kritik von Weltärzte-Präsident Engelberger: «Ich finde das sonderbar»

Die Worte des Weltärzteverband-Präsidenten Frank Ulrich Montgomery gestern liessen aufhorchen: Wegen der stark steigenden Neuansteckungen mit dem Coronavirus müsse in der Schweiz die 2G-Regel zum Thema werden, so Montgomery. «Im Zürcher Bankenviertel muss 2G ziemlich sicher, auf der Rütli-Wiese hingegen kaum eingeführt werden», sagte der Deutsche im Interview mit den Zeitungen von «CH Media».

Ich finde das sonderbar, wenn man sich gegenseitig sagt, was man diskutieren soll.
Autor: Lukas Engelberger Direktor Gesundheitsdirektorenkonferenz

Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), äussert sich in der Samstagsrundschau von Radio SRF zur Forderung von Montgomery. «Ich finde das sonderbar, wenn man sich gegenseitig sagt, was man diskutieren soll», so Engelberger. Er gibt aber zu, dass unter den Gesundheitsdirektoren noch «keine formalisierte» Diskussion über 2G geführt wurde.

Engelberger verteidigte einmal mehr die aktuellen Massnahmen gegen das Coronavirus in der Schweiz: Impfung und Zertifikat. «Der aktuelle Massnahmen-Mix ist massvoll und verhältnismässig. Die meisten Alltagsbereiche und die Kulturveranstaltungen funktionieren gut. Wir sollten bei dem bleiben.»

Es gibt noch keine formalisierte Diskussion bei den Gesundheitsdirektoren über 2G.
Autor: Lukas Engelberger Direktor Gesundheitsdirektorenkonferenz

Falls sich die Coronasituation in den nächsten Wochen zuspitzt, ist es laut Engelberger denkbar, dass die Massnahmen im Rahmen von 3G verstärkt würden. Er denkt dabei an ein ausgeweitetes Maskenobligatorium oder allenfalls an Personenbegrenzungen in Innenräumen. Engelberger empfiehlt, im Alltag achtsam zu bleiben und eine «Prise Vorsicht» walten zu lassen. Er sehe bei Veranstaltungen immer mehr Menschen, die im Innern freiwillig eine Maske tragen. Das sei sinnvoll und erhöhe die Sicherheit.

Hoffnung auf Booster-Impfung für alle

Engelberger setzt bei der Pandemiebekämpfung auch auf die Booster-Kampagne. «Möglichst alle, bei denen die Auffrischimpfung empfohlen ist, sollen das Angebot in Anspruch nehmen», sagt er. Die logistischen Vorbereitungen in den Kantonen liefen auf Hochtouren. Momentan werde vor allem in den Pflegeheimen mit mobilen Impfequipen geboostert, nächste Woche würden auch die Impfzentren die Auffrischimpfung anbieten.

Ich zähle darauf und wünsche mir, dass bei der Booster-Impfung rechtzeitig eine Ausweitung empfohlen wird.
Autor: Lukas Engelberger Direktor Gesundheitsdirektorenkonferenz

Engelberger hofft, dass die Booster-Impfung rechtzeitig weiteren Personengruppen unter 65 Jahren freigegeben wird. «Ich zähle darauf», so der Direktor der Gesundheitsdirektoren.

Die schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte Swissmedic beziehungsweise die eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) werden entscheiden, wann der Booster auch für jüngere Menschen in der Schweiz zugelassen wird.

Keine Zertifikatspflicht in den Skigebieten

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Abgesehen vom grenzüberschreitenden Skigebiet Samnaun-Ischgl haben sich in der Schweiz alle Skigebiete gegen die 2G-Regel und auch gegen eine Zertifikatspflicht entschieden.

Lukas Engelberger hatte sich im Herbst für eine Zertifikatspflicht in den Skigebieten ausgesprochen. Dennoch versteht er den Entscheid der Bergkantone und Seilbahnen.

Es werde dieses Jahr in der Schweiz sicherlich eine Skisaison geben, einfach mit gewissen Einschränkungen, sagte Engelberger in der Samstagsrundschau.

Samstagsrundschau, 13.11.21, 11:30 Uhr;

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207 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle und bedanken uns herzlich für die Teilnahme an den Diskussionen. Es würde uns freuen, wenn Sie auch morgen wieder mitdiskutieren. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Samstagabend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Kurt Häfliger  (kurto1956)
    @Emmenegger. Wollen Sie es nicht verstehen? Auch wenn ein Land wie Dänemark 85% Impfquote hat, zirkuliert/mutiert das Virus trotzdem und zwar unter ALLEN, nur haben eben die UNGEIMPFTEN das höhere Risiko auf der IPS zu landen und so aus UNSOLIDARITÄT/EGOISMUS das System kollabieren zu lassen! Die GEIMPFTEN können auch TRÄGER sein, aber in der Regel haben sie einen schwachen Verlauf, belasten NICHT die IPS, Verhalten sich SOLIDARISCH und haben eine viel tiefere Virenlast zum weitergeben! Kapiert?
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Aussagen von Epidemiologen im SRF: 5.11.C.Althaus: "Man kann davon ausgehen, dass ca doppelt oder 3x so viele Infektionen in der CH stattgefunden haben, zT unbemerkt." 12.10.C.Münz: "Der Schutz für Genesene ist min.so gut, wenn nicht sogar besser als für geimpfte Personen u.hält min.1J. 3.11.C.Rothen empfiehlt, vor der Booster-Impfung einen AK-Test zu machen. "Ein Booster kann für jemanden, der schon eine hohe AK-konzentration hat, gefährlich sein." Wieso also vor Impfung nicht erst ein AK-Test?