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Marco Chiesa: «Ich freue mich, als Sympathieträger betrachtet zu werden.»
Aus HeuteMorgen vom 31.07.2020.
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Kronfavorit fürs SVP-Präsidium Herr Chiesa, müssen Sie lernen, frecher zu werden?

Wird Marco Chiesa am 22. August tatsächlich zum neuen SVP-Präsidenten gewählt, würde er die Partei im Abstimmungskampf um die Begrenzungsinitiative anführen müssen. Dass er weder SVP-Haudegen noch Deutschschweizer sei, sei kein Problem, so der Tessiner Ständerat.

Marco Chiesa

Marco Chiesa

Ständerat und Kandidat für SVP-Präsidium

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Der Tessiner Politiker sitzt seit 2019 im Ständerat. Ein Jahr zuvor wurde er zu einem der Vizepräsidenten der SVP ernannt und ins Vizepräsidium der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) gewählt.

SRF News: Ende Februar wollten Sie noch nicht SVP-Präsident werden. Wie hat die SVP-Findungskommission Sie nun umstimmen können?

Marco Chiesa: Die Unterstützung meiner Familie war ausschlaggebend. Ich hatte lange Diskussionen mit meiner Frau und meinen Kindern. Mit ihrer Unterstützung und mit der Entscheidung, mich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen, bin ich nun bereit, mich für die Partei zur Verfügung zu stellen.

Die Unterstützung meiner Familie war ausschlaggebend.

(lacht) Nein, ich freue mich, als Sympathieträger betrachtet zu werden. Für mich ist der Kontakt mit Menschen grundlegend – sie sind unser Arbeitgeber und wir Politiker müssen uns nicht als Elite fühlen.

Andreas Glarner zieht Kandidatur zurück

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Der Aargauer Nationalrat Andreas Glarner, der ebenfalls Interesse am Amt des SVP-Präsidenten bekundet hatte, zieht seine Kandidatur zurück. Auf Anfrage von Radio SRF gab er an, Chiesas Kandidatur zu unterstützen.

Mit der Begrenzungsinitiative steht im September eine wichtige Abstimmung für die SVP bevor. Ist es für Sie ein Handicap für den Abstimmungskampf, dass man Sie in der Deutschschweiz noch kaum kennt?

Nein. Die Kampagne vom 27. September ist eine entschlossene Herausforderung – aber nicht für die Partei, sondern für unser Land. Ich lebe in einer Region, die die negativen Auswirkungen der Freizügigkeit sehr gut kennt; Lohndumping, Arbeitssubstitution, Staus auf der Strasse. Und ich möchte, dass meine Kinder die Schweiz wieder erleben, wie ich sie erlebt habe.

Das Gespräch führte Philipp Burkhardt.

HeuteMorgen, 31.7.2020, 6:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Waldmann  (Wirkliche Wahrheit)
    Ich hätte mir von der SVP-Leitung ein Zweierticket gewünscht. So hätte es eine echte Auswahl gegeben. So ist die SVP zwar nicht schlechter aber auch nicht besser wie die anderen Parteien. Welche einen PräsidentIn suchten. Sowohl die SP wie auch die Grünen gaben, geben den Delegierten keine Auswahlmöglichkeit! Die SVP muss der unsozialen und unmenschlichen Politik der Grünen und SP etwas entegensetzen. Und da sehe ich die Vorteile von Herr Chiesa. Chance und Risiko zugleich sehe ich auch so.
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  • Kommentar von Beat Kessler  (KLERUS)
    „Und ich möchte, dass meine Kinder die Schweiz wieder erleben, wie ich sie erlebt habe.„ Genau dieser Satz sagt so vieles aus! Es ist verständlich das der Mensch nach Kontinuität und Vertrautem strebt. Aber die Welt hat und wird sich fortlaufend verändern. Königreiche, Imperien und Nationen kommen und gehen. Nicht‚s wird so bleiben wie es war und ist. Daher ist Mitgestaltung definitiv die bessere Idee und genau da hat die SVP so ihre Schwächen! Mit freundlichen Grüßen
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  • Kommentar von Martin Herter  (tlilef)
    Ich bin einfach nur froh, scheint damit Andreas Glarner weg vom Fenster bezüglich Parteipräsidium. Dieser Mann als Parteipräsident einer grossen Partei in der Schweiz - für mich unvorstellbar! Nun gut, die SVP hätte sich damit wohl selbst ins Knie geschossen, aber trotzdem bin ich jetzt erleichtert.
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    1. Antwort von Thomas Waldmann  (Wirkliche Wahrheit)
      Herr Glarner ist definitiv keine Option mehr. Er hat seine Kandidatur freiwillig zurükgezogen. Er hätte auch keine Chance auf das Amt gehabt. Vielleicht tritt aber Herr Heer noch an. Damit es wenigstens eine Auswahl gibt.
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    2. Antwort von Martin Herter  (tlilef)
      Herr Heer ist für mich im Gegensatz zu Herrn Glarner kein No-Go. Herr Heer ist nicht auf meiner politischen Linie - aber für mich bringt er den nötigen politischen Anstand mit, welcher ihn konsensfähig macht. Ich mag Leute mit einem eigenen Kopf - und da gehört er definitiv dazu.
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