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Marco Chiesa (r.) freut sich über seine Wahl in den Ständerat
Aus HeuteMorgen vom 18.11.2019.
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Neuer Tessiner Ständerat Marco Chiesa: Vom Altersheim in die kleine Kammer

Er hatte nicht gedacht, dass er die Wahl gewinnt: Nun will Chiesa sich für das Tessin einsetzen. Auf klarer Parteilinie.

«Ich bin so stolz», sagt Marco Chiesa. Er ist 45 Jahre alt und wurde am Wochenende für die SVP zum neuen Tessiner Ständerat gewählt. Niemals hat er davon geträumt, dass er das schaffen könnte.

Chiesas Karriere begann als Steuerberater und als Bankexperte. Dann kam die Wende. «Seit 14 Jahren leite ich ein Altersheim und meine Arbeit gefällt mir gut, wirklich gut», sagt Chiesa.

Soziale Themen sind ihm ein Anliegen

Chiesas Vater arbeitete im Strassenunterhalt und Marco wuchs im Molino Nuovo auf, in jenem Wohnquartier Luganos, wo sogenannt einfache Leute leben.

Als SVP-Ständerat möchte Chiesa soziale Themen einbringen. «Die Leute spüren sofort, dass es in unserem Kanton grosse Probleme gibt. Die Menschen haben kein Geld. Unser Kanton ist ein ziemlich armer Kanton.» Die Löhne seien im Tessin unter Druck und es gebe so viele Leute, die eine Antwort bräuchten.

Im Wahlkampf hat sich Chiesa als guter Kommunikator und als die moderate Stimme der Tessiner SVP gezeigt. Das sei eine Charakterisierung, mit der er leben könne, sagt Chiesa. Doch in der Sache bleibt er hart auf SVP Kurs.

Freizügigkeits- und Rahmenabkommen

«Beim Freizügigkeitsabkommen oder beim Rahmenabkommen sind wir im Kanton Tessin starke SVP-Vertreter», sagt Chiesa. Dies, weil die Tessiner die Konsequenzen der Bilateralen kennen würden.

Der Kampf gegen das Rahmenabkommen mit der EU ist eines von Chiesas Hauptthemen. Die Forderung nach einer Kehrtwende in der EU-Politik war ein Schlüssel zu seinem Wahlerfolg.

Doch zusammen mit ihm wurde auch Marina Carobbio von der SP in den Ständerat gewählt. In zentralen Dossiers sind sich Carobbio und Chiesa uneinig. Und diese Polarisierung ist die eigentliche Botschaft, die die Wahlurnen offenbart haben.

Video
Überraschung im Tessin – Grüne Welle gestoppt
Aus Schweiz aktuell vom 17.11.2019.
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20 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Ich habe selten einen sympathischeren Artikel über einen Politiker gelesen als den vorliegenden, von Herrn Alexander Grass. Der Artikel gibt den Menschen Marco Chiesa wider, welchen ich am Fernsehen beim Interview gesehen und gehört habe. Herzlichen Dank an Herrn Grass.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Vom Altersheim in die kleine Kammer.
    SF... DAS ist ein Titel... mich juckt die Laus..! Muss sagen, ich haette mich fuer diesen Artikel ueberh!aut nicht interessiert wenn nicht dieser Titel waere.. wunderte mich wie ALT der Kerl ist.. (ich bin ja auch eher scheintot als lebendig mit fast 80 Jahren.. haha...) ja und dann ist es ein "Juengling" ..hm, gut gemacht
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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Was für eine Ironie: der SVP Vertreter, aus einfachsten Verhältnissen sich hochgearbeitet, kehrt Bankkariere den Rücken und setzt sich für Sozialthemen ein, so authentisch, dass er weit über Parteigrenzen hinweg gewählt wird. Genau mit SP Vertreterin in grosser Uneinigkeit in politischen Sachthemen, von der Partei, deren S mal für Sozial gestanden hat, heute aber weitgehend nur noch mit Soziologen und andern *ologen-Themen abgehoben und Welt-verbessererisch sich (selbst-)beschäftigt.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Was für ein Unsinn. Hat die SVP je was für den Unterprivilegierten gemacht?
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