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«Marco Chiesa ist in der Sache ein absoluter Hardliner»
Aus 10vor10 vom 30.07.2020.
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Nachfolge von Albert Rösti SVP-Findungskommission schlägt Marco Chiesa vor

  • Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa soll das Präsidium der SVP übernehmen.
  • Die Findungskommission hält ihn für den besten Kandidaten und schlägt dem Parteiausschuss vor, ihn am 22. August ins Präsidium zu wählen.
  • Chiesa hat die Kandidatur angenommen.

Der Tessiner sei in der Findungskommission von Anfang an einer der Wunschkandidaten gewesen, schreibt die Kommission in der Mitteilung. Er habe aber noch Ende Februar aus beruflichen Gründen absagen müssen, da seine damalige Stelle als Leiter eines Alterszentrums mit über 80 Mitarbeitern ein zusätzliches Engagement als SVP-Präsident ausschloss.

Marco Chiesa habe unterdessen seine heutige Stelle gekündigt, um sich beruflich neu zu orientieren. Damit sei für ihn die Übernahme des Parteipräsidiums möglich geworden.

Ein «Glücksfall»

Mit Chiesa schlägt die Partei einen Vertreter aus dem Südkanton vor. Es sei ein Glücksfall, wenn der künftige Parteipräsident aus der lateinischen Schweiz komme, schreibt die Findungskommission, da es in der folgenden Amtsperiode vor allem darum gehe, die SVP in der Romandie zu stärken. Chiesa habe zudem im Tessin solide Aufbauarbeit für die SVP geleistet – zuerst im Gemeinderat der kleinen Gemeinde Villa Luganese, nach deren Fusion mit der Stadt Lugano im Gemeinderat von Lugano und zuletzt im Tessiner Grossrat.

Chiesa politisiert gemäss Mitteilung gegen die «unkontrollierte Zuwanderung», die Staus auf den Strassen, die steigenden Immobilienpreise und gegen eine «unfaire Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt». Er wurde im Frühjahr 2018 zusammen mit der Bündner SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher ins Vizepräsidium der SVP gewählt.

Es wird eine Kampfwahl

Die SVP-Delegierten bestimmen am 22. August, wer die Nachfolge von Parteipräsident Albert Rösti antritt.

Öffentlich Interesse bekundete bisher auch der Aargauer Nationalrat Andreas Glarner. Dieser zieht seine Kandidatur laut Angaben des «Blick» nun aber zurück. Im Rennen um das SVP-Präsidium verbliebe damit neben Chiesa nur der Zürcher Nationalrat Alfred Heer – er aber ohne Vorschlag der Findungskommission. Verschiedene – auch prominente – Parteiexponenten wollten sich nicht zur Wahl stellen.

Radio SRF 4 News, 30.07.2020, 19 Uhr;

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64 Kommentare

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  • Kommentar von willi mosimann  (willi mosimann)
    Hat diesmal die SVP auch alles um den Kandidaten recherchiert? Wir hatten schon mal ein Debakel....
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  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Ich habe da so meine Zweifel.
    Ich wünsche mir Politiker, die ehrlich sind. Egal bei welchem Thema. Ob nun von Wahlzettel für andere ausfüllen oder Menschen undeklarierte Arbeit geben. Dies soll das A und O eines jeden Politiker sein.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Unverständlich, dass es hier im Forum so viele Leute gibt, die die SVP verändern möchten. Eher sollten wir uns freuen, dass wir uns politisch auf eine schier unerschöpfliche Meinumgsvielfalt abstützen können. Nicht auszudenken, wie eine Schweiz ohne SVP aussehen würde: Nur noch alles Liebe und Nette mit egoistischer Softipolitik. Nein es braucht alle, auch die Linken und sogar die Jusos (für einige Themen). Marco Chieasa wünsche ich viel Erfolg, sollte er Präsident der SVP werden.
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    1. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      Eine liebe und nette Grundhaltung, ich nenne es eher eine freundliche, ist dem Leben förderlich. Hat nichts mit politischer Meinung zu tun.
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    2. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Das Verstehen sie Falsch. Niemand will die SVP verändern und wenn schon tut dies nur genau einer nämlich der Übervater. Wir Kritisieren die Art und Weise wie die Wählerstärkste Partei Politik macht. Das dies nicht mehr Funktioniert sieht man an der Seit Jahren sinkenden Wählerstärke und denn vielen Verlorenen Initiativen. Ausländer und EU als Sündenbock, endlose Staatsfeindliche Forderungen und kaum Kompromiss Bereitschaft. Problembewirtschaftung ohne Lösungen zu wollen. Nein so geht es nicht.
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    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Sie haben völlig recht, politische Vielfalt ist ein Gewinn für jede Demokratie. Nun ist das Problem bei der SVP der letzten Jahrzehnte weniger die politische Linie, die sie vertritt, sondern wie sie das tut. Bis hin zur Verurteilung vor Gericht, z.B. für das rassistische Plakat „Kosovaren schlitzen Schweizer auf“. Aber auch schon vermeintlich harmlose Plakate wie „Schweizer wählen SVP“, kombiniert mit der ständigen Behauptung, andere seien unschweizerisch, schaffen nicht gerade Goodwill.
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    4. Antwort von Thomas Waldmann  (Wirkliche Wahrheit)
      " Plakate wie „Schweizer wählen SVP“, kombiniert mit der ständigen Behauptung, andere seien unschweizerisch, schaffen nicht gerade Goodwill." Womit aufgezeigt wird, dass es nicht um die Sache, sondern nur um Polemik gegen die SVP ist. Egal was sie macht. Selbst dieses sachliche Plakat wird kritisiert. "Wer Sozial denkt wählt die SP," Um nur ein Gegenstück zu zeigen. Das impliziert alle anderen seien unsozial. Und sollen wir die Verurteilungen der SP, Juso aufzählen. Jede Partei braucht es.
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