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Kundgebungen in Luzern Demonstration von «Mass-Voll» und Gegendemonstration in Luzern

Die Kundgebungen mit über Tausend Personen von und gegen «Mass-Voll» in Luzern sind friedlich verlaufen.

Bei einer Kundgebung der Organisation «Mass-Voll» in Luzern sind rund Tausend Personen durch die Stadt gezogen. Rund 1500 Personen versammelten sich gleichzeitig zu einer Gegendemonstration. Es kam zu keinen Zusammenstössen, die Polizei hielt beide Gruppen auf Distanz.

Mehrere Hundert Demonstranten von «Mass-Voll» versammelten sich auf dem Kurplatz in Luzern. Der Demonstrationszug bewegte sich kurz nach 15 Uhr vom Kurplatz auf den Weg Richtung Altstadt und hielt kurz bei der Jesuitenkirche.

Mehrere hundert Personen liefen bei der Demonstration mit, schätzte ein Reporter von SRF. Zuvor hörten die Teilnehmenden EU-kritische Reden, die sich gegen das Vertragspaket der EU mit der Schweiz (Bilaterale III) richteten.

Zur Kundgebung wurden Angehörige von rechtsradikalen Parteien aus Ungarn und Bulgarien erwartet. Mindestens ein bekanntes Mitglied der rechtsextremem Organisation Junge Tat war anwesend.

Aktive Gegenveranstaltung

Gleichzeitig hat ein Bündnis von linken Parteien und dem 1.-Mai-Komitee zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Sie versammelten sich um 15 Uhr auf dem Europaplatz auf der anderen Seite des Sees.

Sie hörten Reden zu und sangen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Eine Rednerin warnte vor einem Wiedererstarken des Faschismus. An der Gegendemonstration nahmen auch die Antifa, in der es auch linksextreme und gewaltbereite Gruppierungen gibt, sowie die Gruppe «Omas gegen rechts» teil.

Polizei hält Kundgebungen auf Distanz

Die Demonstration und die Gegenkundgebung in Luzern waren bewilligt. Als der Demozug von «Mass-Voll» auf dem Rückweg zum Kurplatz die Seebrücke überquerte, bewegte sich ein Teil der linken Gegenkundgebung vom Europaplatz beim Kultur- und Kongresszentrum KKL zu den Bushaltestellen vor dem Bahnhof.

Aus gut 50 Metern Entfernung skandierten Kundgebungsteilnehmer antifaschistische Parolen gegen die «Mass-Voll»-Demo. Polizisten in Vollmontur stellten sich dazwischen. «Mass-Voll» setzte den Marsch fort – auf den Kurplatz.

Ein Teil der Gegendemo formierte sich auf dem Europaplatz erneut und lief nochmals Richtung Seebrücke. Die Polizei sperrte daraufhin die Seebrücke wie auch die Kapellbrücke.

Die Demonstrierenden zogen sich danach zurück und die beiden Kundgebungen blieben voneinander getrennt. Es kam zu keinen Zusammenstössen, wie ein Reporter von Keystone-SDA beobachtete.

Um etwa 17 Uhr begannen sich die Kundgebungen aufzulösen. Von den rund 1500 Gegendemonstrierenden verblieb zunächst einige Personen auf dem Europaplatz.

Starke Bedenken im Vorfeld

Vor den Demonstrationen hatten die SP und die Grünen die Kundgebung von «Mass-Voll» kritisiert. Die SP sah für Luzern die Gefahr, «zum Aufmarschort von Rechtsextremen» zu werden. Mit einer Interpellation im Stadtparlament forderte sie Ende April die Überprüfung der Bewilligung. Die Grünen reichten am Dienstag eine Petition mit rund 2500 Unterschriften ein, in der sie den Rückzug der Demo-Bewilligung forderten. Ein Bündnis von linken Parteien und dem 1.-Mai-Komitee rief schliesslich zur Gegendemo auf.

Bedenken gab es wegen einer Demonstration von «Mass-Voll» in St. Gallen im Februar. Damals durchbrachen die Teilnehmenden eine Polizeisperre. Da Hellebarden mitgetragen wurden, entzog die Polizei wegen Sicherheitsbedenken die Bewilligung. Es kam daraufhin zu Scharmützeln.

Transparenz-Hinweis

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In einer früheren Version dieses Artikles wurde die Antifa pauschal als linksextrem benannt. Wir haben das präzisiert.

Regionaljournal Zentralschweiz, 9.5.2026, 17:30 Uhr ; 

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