Zum Inhalt springen

Header

Video
Wie hoch darf Abgeltung sein?
Aus Tagesschau vom 05.12.2019.
abspielen
Inhalt

Lieber Land statt Geld Diesem Bauern droht die Enteignung

Wegen Autobahnausbau: In Oensingen könnte Bauer Urs Bobst enteignet werden. Doch eine gütliche Einigung wäre möglich.

Rund 110'000 Fahrzeuge pro Tag passieren die chronisch überlastete A1 bei Oensingen. Aus vier Spuren sollen bis 2022 deshalb sechs werden. Für diesen Ausbau soll der Bauer Urs Bobst rund einen Kilometer Weizenfeld hergeben.

Die Beamten haben Bobst bereits wissen lassen, dass man ihn im schlimmsten Falle auch enteignen könne: «Sie haben von einem Preis zwischen 5 und 5.80 Franken pro Quadratmeter gesprochen.»

Enteignung ist die Ausnahme

Neu sollen Bauern bei einer Enteignung den dreifachen Preis bekommen, also knapp 20 Franken pro Quadratmeter Ackerland. Jedoch werden bereits heute 90 Prozent der Fälle mit einer gütlichen Einigung ohne Enteignung geregelt.

Auf eine solche Einigung hofft Peter Brügger auch im Fall Oensingen. Der Sekretär des Solothurner Bauernverbands schlägt vor, dass das Bundesamt für Strassen Astra einen Landwirtschaftsbetrieb von einem aufhörenden Bauern erwirbt: «Dieses Land könnte dann den Bauern die Fläche ersetzen, die sie durch den Ausbau der Autobahn verlieren.»

Landersatz statt Geld bevorzugt auch Bauer Bobst. Auch das Astra teilt mit, dass man statt einer Enteignung eine gütliche Einigung anstrebe.

Video
Erich Ettlin (CVP/OW): «Landwirte wollen Land, nicht Geld»
Aus News-Clip vom 05.12.2019.
abspielen
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Illusion zu glauben, mit dem Ausbau könne das Dichteproblem auf den Strassen gelöst werden. Beispiel Baden: Früher hat sich der Verkehr zäh durch die Stadt mit zwei Barrieren gekämpft. Dann wurde ein Tunnel gebaut und die Barrieren sind weggefallen. Weiterhin Stau beim Schulhausplatz. Es sind Autobahnen hinzu gekommen, der Stau ist geblieben und nach einem erneuten x-Millionen teuren Ausbau braucht es immer noch viel Geduld durch Baden zu kommen. Der Verkehrszuwachs eliminiert jeden Ausbau.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von b. glaset  (glaset)
      @W. Matzler, stimmt grundsätzlich, nur dass die Schweizer Bevölkerung um mehr als eine Million gewachsen ist. Wenn pro Jahr nur 60'000 legale Zuwanderer sich in der Schweiz niederlassen, viele grün sind und nur jeder Dritte ein Auto bringt, dann haben wir heute über 300'000 Fahrzeuge mehr auf den Strassen, auch ein Grund, mehr Zuwanderung, da muss die Infrastruktur auch angepass werden. Zudem weniger Busstationen auf den Kantonsstrassen, die den Verkehr nicht mehr ausbremsen, wäre top.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvia Richner  (Liebegg)
    Es würde keine landverschwendung geben wenn die neue Autobahn über der bestehende gebaut würde . Bin kein Bauprofi ,aber das sollte doch machbar sein. Ironisch wenn nur noch Bar bezahlte Autos im Verkehr wären braucht's keine neuen Strassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Beamte , mit den Steuergeldern der Bürger könnt ihr ja alles bauen , wenn schon die freie Marktwirtschaft gelten soll, ist es doch so, das Bauer Urs Bobst mit einer Bagatelle abgefertigt werden soll. Wenn schon, muss ein gerechter Marktpreis für ihn herausschauen ! Dieser Kilometer Ackerland Land wird doch nun zu Bauland ! Somit habt ihr einen Bauland -Preis für das Land von Herr Bobst zu vergüten, alles Andere ist doch völlig daneben und unehrlich sich an Fremdem Eigentum so zu bereichern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Wir leben doch nicht in der Willkür - und Feudalherrschaft. Oder irre ich und Andere da ? Ich musste vor einigen Jahren wegen Strassenverbreiterung von einem Meter auch 50m2 meines Baulandes zu einem Spott von 60Fr/m2 abtreten. Weil man den Frieden will, lässt man Tausende Fr einfach als Gemeindespende zurück.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen