«Hot Mission» ausgelöst Luftwaffe eskortiert Businessjet an die Grenze

F/A-18 Hornet in der Luft Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine F/A-18 startete von Payerne aus, um den Jet an die Grenze zu begleiten. Keystone/symbolbild

Wegen der Präsidentschaftswahlen in Frankreich war die Schweizer Luftwaffe besonders wachsam: Als ein Businessjet ohne Funkverbindung unterwegs war, wurde ein Einsatz ausgelöst. Das Flugzeug war von Beirut nach Paris unterwegs gewesen.

Der Alarm erreichte die Luftwaffe um 10.20 Uhr am Sonntagmorgen. Die italienische Luftwaffe informierte diese, im Luftraum Südtirol befinde sich ein Businessjet ohne Funkverbindung.

F/A-18 von Payerne gestartet

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Luftpolizeidienst

Seit Anfang Jahr ist die Luftwaffe an sieben Tage der Woche von 8 bis 18 Uhr bereit für den Luftpolizeidienst. Ab 2019 wird es von 6 bis 22 Uhr sein. Ab 2021 dann rund um die Uhr – das kostet rund 30 Millionen Franken pro Jahr.

Darauf löste die Einsatzzentrale Luftverteidigung eine «Hot Mission» aus, um den Sachverhalt in der Luft zu klären, wie es in einer Mitteilung des Verteidigungsdepartements (VBS) heisst. Elf Minuten danach sei in Payerne ein Kampfjet des Typs F/A-18 des Luftpolizeidienstes aufgestiegen.

In der Zwischenzeit versuchten die Schweizer zudem, den Businessjet via die internationale Notfrequenz zu kontaktieren. Doch da mehrere Versuche fehlschlugen, informierte die Einsatzzentrale auch die französische und die deutsche Luftwaffe.

Schliesslich sei es der Flugsicherung in Zürich gelungen, den Funkkontakt zum Flugzeug wieder herzustellen. Aufgrund der sicherheitspolitischen Lage habe die Einsatzleitung aber entschieden, den Einsatz weiterzuführen.