Unternehmenssteuer-Reform III Maurer kontert: Widmer-Schlumpfs Urteil ist «völlig falsch»

Dicke Luft zwischen Nachfolger und Vorgängerin: Ueli Maurer und Eveline Widmer-Schlumpf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dicke Luft zwischen Nachfolger und Vorgängerin: Ueli Maurer und Eveline Widmer-Schlumpf. Keystone

  • Finanzminister Ueli Maurer kritisiert im «Blick» und in der «Berner Zeitung» die ehemalige Säckelmeisterin Eveline Widmer-Schlumpf scharf. Sie hatte einen Tag zuvor in einem Interview angegeben, die Unternehmenssteuerreform (USR III) sei «aus der Balance» geraten.
  • Widmer-Schlumpfs Unterstützung durch Christian Wanner (FDP), dem langjährigen Chef der Finanzdirektoren, erachtet Maurer erst recht als deplatziert. Als Stimmbürger würde er jenen vertrauen, die den vorliegenden Kompromiss ausgehandelt haben, «und nicht zwei Ex-Politikern, die schon eine ganze Weile im Abseits stehen.»
  • Was Maurer nicht gelten lassen will: dass die USR III finanziell nicht tragbar sei. Tatsächlich koste die vom Parlament verabschiedete Vorlage «weniger als jene, die Widmer-Schlumpf aufgegleist hat».
  • Die Einschätzung der einstigen Finanzministerin hatte in der heissen Phase des Abstimmungskampfs für ein grosses Echo gesorgt. Diverse bürgerliche Politiker waren durch ihre Äusserungen im «Blick» aufgebracht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Druck auf die Unternehmenssteuerreform III

    Aus 10vor10 vom 23.1.2017

    Die Unternehmenssteuerreform III stösst vermehrt auf Widerstand. Selbst die Urheberin, Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, steht inzwischen nicht mehr hinter der Vorlage und äussert sich kritisch. «10vor10» zeigt, was das für die kommende Abstimmung bedeuten kann.