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Geht es jetzt los mit der Impfoffensive?
Aus Info 3 vom 26.04.2021.
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Mehr Impfstoff verfügbar Mehrere Kantone wollen im Mai Junge zum Impfen zulassen

Die Chancen stehen gut, dass es für die jüngeren Gruppen auch in anderen Kantonen bald mit dem Impfen gegen das Coronavirus losgeht.

Gemäss dem Impf-Plan des Bundes sind die Corona-Impfungen zuerst chronisch kranken Personen und der älteren Bevölkerung vorbehalten. Nun hat der Kanton Waadt heute entschieden, dass ab sofort alle erwachsenen Personen einen Impftermin erhalten. Wie passt das zusammen?

Es hat niemand etwas davon, wenn wir vorhandene Impfkapazitäten ungenutzt lassen.
Autor: Oliver PetersLeiter der Waadtländer Impfkampagne

Mehr als die Hälfte der Risikopersonen sei geimpft und man habe mehr Kapazität, sagt Oliver Peters, Leiter der Waadtländer Impfkampagne: «Es hat niemand etwas davon, wenn wir vorhandene Impfkapazitäten ungenutzt lassen, um irgendwelchen Gruppen den Vorzug zu lassen.» Bis zu 12'000 Dosen können in der Waadt im Mai pro Tag verimpft werden.

Komplett geimpft für die Sommerferien

Man habe die Impfkampagne nun geöffnet, damit sich die Leute noch vor den Sommerferien zweimal impfen lassen könnten, sagt Peters: «Wir befürchten, dass das Interesse für die Impfung kurz vor den Sommerferien sehr hoch sein wird und die Leute sich etwas spät darauf besinnen werden, dass sie eigentlich eine Impfung brauchen, um zu einem normalen Leben zurückzukehren.»

Auf einen Impftermin vor den Sommerferien warten in der Schweiz viele. Aber hat die Schweiz auch genügend Impfdosen dafür? Bislang dominierten Verzögerungen bei der Impfstoff-Produktion die Schlagzeilen. Bei der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK ist man aber zuversichtlich, dass im Mai weitere Kantone die breite Bevölkerung impfen werden.

Gemäss Angaben des Bundes können die Kantone im Mai mit rund zwei Millionen Impfdosen rechnen.
Autor: Tobias BärMediensprecher Gesundheitsdirektorenkonferenz

Es seien bedeutende Mengen an Impfdosen angekündigt, sagt Tobias Bär, Mediensprecher der GDK: «Gemäss Angaben des Bundes können die Kantone im Mai mit rund zwei Millionen Impfdosen rechnen. Das ist eine weitere Steigerung im Vergleich zum April. Im Juni sind es dann voraussichtlich noch einmal deutlich mehr. Und die Kantone sind auf diese Mengen vorbereitet.»

Uri rechnet für die jungen Personen mit Ende Mai

Mehrere andere Kantone rechnen damit, auch jüngere Bevölkerungsgruppen im Mai impfen zu können, etwa Neuenburg, Aargau oder der Kanton Uri. Sie schlagen aber nicht das gleiche Tempo an wie die Waadt. Zwar könnten sich junge Personen auch in Uri bald anmelden, sagt Adrian Zurfluh, Mediensprecher der Urner Regierung, aber: «Dann dauert es auch noch ein bisschen, bis der definitive Impftermin ist. Wahrscheinlich werden Ende Mai erste Impfungen in dieser Bevölkerungsgruppe erfolgen.»

Nicht alle Kantone machen bei den Impfungen so schnell vorwärts wie die Waadt. Aber die Chancen stehen gut, dass es für die jüngeren Gruppen auch in anderen Kantonen bald losgeht.

Info3, 26.04.2021, 17:00 Uhr

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Dorte Sorensen  (Tænker)
    Bieten Sie jungen gesunden Menschen keinen experimentellen Impfstoff an, bitte!
  • Kommentar von Steven Baumgartl  (Steven B.)
    Warum muss solange zugewartet werden bis sich die Gruppe der Risikopatienten gemeldet hat, warum greift man hier nicht auf einen vordefinierten Zeitraum zurück? alle warten bis sich diese Gruppe zu x Prozent geimpft hat, erst dann kommt die nächste Gruppe Impfwilliger dran. Das muss aufhören! Meinetwegen ein Zeitraum von 4 Wochen je Gruppe in Abhängigkeit zur Verfügbarkeit der Impfstoffe, dann kommen alle Impfwilligen zum Zuge und die die dann immer noch wollen können weiterhin, nicht prioritär.
    1. Antwort von Sören Schmid  (Sir N)
      Haben Sie das Problem verstanden? Es gibt aktuell noch zu wenig Impfstoff um alle Personen aus den Risikogruppen zu impfen. Wenn es genug hätte, könnten sich auch alle impfen lassen. Solange wir zu wenig Impfstoff haben, müssen die Risikogruppen priorisiert werden, damit in absehbarer Zeit die nächsten Lockerungen kommen können. Ich denke aber eher, dass Sie es nicht verstehen möchten.
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Ich persönlich lasse mich impfen, weil ich die Entwicklung dieser neuen mRNA Impfstoffe und Genetic Editing Technologien grossartig finde! Die Schweiz ist viel zu konservativ eingestellt anstatt mutig und innovativ voranzugehen. Warum wir mit unseren weltbekannten Pharma Unternehmen keine eigene, moderne Impfsparte im eigenen Land haben ist mir schlicht unerklärlich. Unser BR hat noch nach SARS Berna Biotech verkauft, weil ihm die 10 Mio pro Jahr zu teuer waren. Unbegreiflich!
    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Na ja, dass man nicht blind alles Neue adaptiert, finde ich durchaus nachvollziehbar. Es gab auch Zeiten, wo radioaktive Zahnpasta als grossartige Neuerung präsentiert wurde, und geröntgt hat man bis zum Abwinken (bzw. bis zum Krebstod).
      Aber im Falle der mRNA-Impfstoffe ist die wissenschaftliche Basis ziemlich fundiert, hier liegt der Verdacht schon Nahe, dass die Skepsis vor allem von Fachfremden kommt.