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Mit 137'000 Unterschriften Gewerkschaftsbund reicht Initiative für 13. AHV-Rente ein

  • Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat die Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente eingereicht.
  • Er kämpft damit für bessere Renten, vor allem für die Frauen.
  • Die laufende AHV-Reform will der SGB notfalls mit einem Referendum bekämpfen.
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Aus dem Archiv: Gewerkschaftsbund will 13. AHV-Rente
Aus Tagesschau vom 15.11.2019.
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Die Rentensituation in der Schweiz verschlechtere sich in einem «nie gesehenen Tempo», teilte der SGB zu seiner Delegiertenversammlung am Freitag in einer Medienmitteilung mit. Die Renten der zweiten Säule befänden sich im freien Fall. Im Jahr 2019 sei die Altersvorsorge 6.8 Prozent tiefer ausgefallen als noch zwei Jahre zuvor.

So beziehe die Hälfte aller Neurentnerinnen und -rentner heute eine Altersrente von unter 3439 Franken. Am stärksten betroffen seien die Frauen. Ihre Renten seien über ein Drittel tiefer als diejenigen der Männer.

«Konkreter Vorschlag» zur Stärkung der AHV

Es sei deshalb «absolut dringend», das Rentenniveau zu erhöhen, vor allem für Frauen, aber auch mit der Einführung einer 13. AHV-Rente, hält der SGB fest. Die entsprechende Initiative sei ein «konkreter Vorschlag», um die erste Säule und die umlagefinanzierten Renten zu stärken.

Die Altersvorsorge müsse aber auch sonst so finanziert werden, dass sie für die meisten Personen am günstigsten sei, heisst es weiter in einer am Freitag verabschiedeten Resolution. Deshalb müsse das Umlageverfahren gestärkt werden, in der 1. und in der 2. Säule.

Keine Option ist für den SGB der Ausbau der 3. Säule. Bei einer Teilprivatisierung der Altersvorsorge könnten sich nur noch Topverdienende eine gute Altersrente leisten, hiess es. Für die zusätzliche solidarische Finanzierung der AHV schlägt der SGB einen Beitrag aus den Nationalbankerträgen vor.

Referendum gegen AHV-Revision wird vorbereitet

Gleichzeitig entschieden die Delegierten, sich auf ein Referendum gegen die laufende AHV-Reform (AHV 21) vorzubereiten. Denn diese entpuppe sich immer klarer als Leistungsabbau auf Kosten der Frauen, hält der Gewerkschaftsbund fest.

Die Vorlage wird in der Sommersession vom Nationalrat beraten. Es sehe so aus, als ob die Linke im Parlament keine Chance haben werde, sagte SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard vor den Delegierten. «Aber es ist absolut inakzeptabel, über eine Schwächung der Frauenrenten zu diskutieren». Der SGB werde das Projekt deshalb bekämpfen.

SRF4 News, 28.05.2021, 17.00 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Die Linke ist in einer anitquierten und illusorsichen Pseudo-Gerechtigkeitsspirale gefangen. Es wird heute schon wesentlich mehr umverteilt, als Rentner selber eingezahlt haben. Das Loch in der AHV wird immer grösser, wobei sich die Gewerkschaften aus ideologischen Schein-Gründen gegen die unumgängliche, überfällige und faire Rentenalterserhöhung für Frauen stellen. Aber blindlings mehr Rente fordern, die wer bezahlen soll? Egal, Hauptsache sie können sich als die grossen Verteiler aufspielen.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @Epikur, versuchen Sie einmal nur mit einer AHV-Rente einigermassen anständig zu leben. Obschon ich im obersten Viertel der Rentenhöhe bin, würde mir das nie reichen. Da bin ich im die grössere Pension froh.
    2. Antwort von willi mosimann  (willi mosimann)
      Es geht hier nicht um Verteilung, es geht darum, dass Personen die ein Leben lang gearbeitet haben eine vernünftige Rente erhält. Verfolgen sie mal wie sich der Umwandlungssatz in den letzten Jahren verschlechtert hat. Die Leidtragenden sind entsprechend die Wenigerverdiener.
  • Kommentar von Albert Bachmann  (AFB)
    Und wer soll das alles bezahlen? Die Rentner bekommen schon heute mehr als die Gesellschaft für sie berappen kann, nun soll es noch mehr werden auf dem Buckel der jüngeren Generationen? So hat die AHV keine Zukunft! Nachhaltig wäre es das Rentenalter abhängig der Lebensewartung zu erhöhen. 50 Jahre arbeiten und 30 Jahre Rentner sein geht einfach nicht!
    Freundliche Grüsse, ein Junger der die Hoffnung jemals AHV zu bekommen längst abgeschrieben hat…
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @AFV. Hochgerechnet möchten Sie erst mit siebzig in Rente gehen. Nehmen wir einmal an, dass Sie als Maurer arbeiten. Können Sie und finden Sie mit einem Alter von über 65 eine Stelle. Bitte nicht vergessen, dass jemand die Arbeitslosen und später dann die Sozialhilfebezüger auch bezahlen muss.
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Hoffe das der unsere Regierungsvertreter auch schnell handeln wie in der Zeit von der jetzigen sogenannten Pandemie. Aber das bleibt womöglich ein ewiger Traum.