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Bischof Joseph Bonnemain beim Krafttraining
Aus News-Clip vom 24.03.2021.
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Mit dem Bischof im Kraftraum «Auch Jesus hatte Muskeln»

Ein kleiner Kellerraum in Zürich, am Rand liegen Gewichte. In der Mitte des Raums ein schwitzender Bischof in enger Sportbekleidung und Handschuhen. Der 72-jährige Joseph Bonnemain ist beim Brustmuskeltraining: Bankdrücken mit der Langhantel. Der Bischof von Chur stemmt die Gewichte in die Luft. Serien zu zehn Wiederholungen. Er geht ans Limit.

Muskelmann Gottes

«Der Körper ist ein Werkzeug Gottes und dieses Werkzeug muss in Form sein», sagt Bonnemain, nachdem er die Hantel wieder abgelegt hat. Die Welt und die Menschen zu lieben, bedeute auch, sich fit zu halten. Der Bischof ist überzeugt: «Jesus hätte das Kreuz nicht tragen können, wenn er durch seine Arbeit als Zimmermann nicht gut trainiert gewesen wäre.»

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Bischof Joseph Bonnemain: «Jesus war durchtrainierter Zimmermann.»
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Wir fragen Bonnemain, ob er als Bischof bald auch ein Kreuz zu tragen habe. Denn Bonnemain übernimmt ein zerstrittenes Bistum. Er lacht: «Bis jetzt ist die Sache relativ mild, aber vielleicht kommt dann der Moment, wo es schwieriger wird. Und dann hilft es, gut trainiert zu sein.»

Gespaltenes Bistum

Joseph Bonnemain wurde am vergangenen Freitag zum neuen Bischof von Chur geweiht. Er ist mit grossen Erwartungen konfrontiert. Nach Jahren des Streits und der Polarisierung, unter anderem durch den traditionalistischen Bischof Vitus Huonder, muss er ein tief gespaltenes Bistum wieder vereinen.

Progressive Katholiken sehen Bonnemain als Hoffnungsträger. Dies, obwohl er Mitglied der konservativen kirchlichen Vereinigung Opus Dei ist. Kritiker bezeichnen Opus Dei als undurchsichtigen, elitären Machtzirkel – ein Vorwurf, den Opus Dei zurückweist.

Freude statt Selbstkasteiung

Die kirchliche Vereinigung gab auch wegen Praktiken der Selbstkasteiung zu reden. Zum Beispiel das Tragen von sogenannten Bussgürteln – ein störendes Metallband, das stundenweise am Arm oder am Bein getragen wird.

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Bischof Joseph Bonnemain: «Es macht Freude, zu spüren wie die Muskelmasse zunimmt.»
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Auch Bonnemain hat früher einen Bussgürtel getragen. Mittlerweile setze er auf andere Formen der Selbstkasteiung, sagt er und lacht. «Meine einzige Züchtigung sind die Kraftmaschinen.»

Macht das harte Muskeltraining dem Bischof aber auch Freude? «Ja», sagt er. «Wenn man spürt und feststellt, dass die Muskulatur wächst. Und dass du nach und nach mehr Gewicht stemmen kannst, macht das natürlich Freude.» Vielleicht spiele da auch etwas Stolz und Eitelkeit mit, fügt der Bischof noch an.

«Rundschau»

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Mehr zum Thema in der «Rundschau» um 20.05 Uhr auf SRF 1.

SRF Rundschau, 24.03.2021, 20:05 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    "Auch Jesus hatte Muskeln". Wirklich? Wer, bitte sehr, hat keine Muskeln?
  • Kommentar von Tobias Anthamatten  (Anto)
    Mens sana in corpore sano. Der menschliche Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Ein bisschen „Pflege“ schadet darum keines Falls.
  • Kommentar von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
    Jesus konnte das Kreuz nicht zu Ende tragen. Er brach aus grossen Schmerzen und Leid das man ihm zugetragen hatte ein, zusammen. Ein Mann Namens Simon von Kyrene trug es weiter bis nach Golgatha.Jesus Körper zeigte auch Schwächen, doch was entscheidender war, er hatte einen "sauberen" und reinen Geist den niemand je auf Erden gehabt hat und haben wird. Das war entscheidend. Sein Geist war erfüllt mit göttlicher Liebe, voller Kraft, er überwand als einziger die Sünde. Das war das grosse Wunder.
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      Sorry aber sie glauben doch selber nicht was sie da geschrieben haben - zumindest hoffe das...
    2. Antwort von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
      Geherter Herr Gion. Doch ich glaube das. Christus ist den Leidensweg auch für sie gegangen weil er die Menschen liebt. Sie sind nicht ausgeschlossen. Sie sind in seiner Liebe eingeschlossen.
    3. Antwort von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
      Ich finde es sehr gut, was Herr Bertsche geschrieben hat. Über die Details könnte man sich streiten, aber dass das grosse Wunder in der Überwindung der Sünde gelegen hat, leuchtet ein.