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Nach dem Aareböötle wird das Gummiboot einfach weggeworfen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 26.07.2022.
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Nach Bootsfahrten auf der Aare Gummiboot-Littering: «So schlimm war es noch nie»

Nach dem Böötle lassen viele ihr Boot einfach liegen. Das ist kein neues Phänomen – diesen Sommer ist es aber extrem.

Die Bedingungen sind im Moment optimal: Es ist warm, es gewittert selten und die Aare führt gerade genug Wasser. Viele lockt es deshalb – wie jeden Sommer – auf die Gummiboot-Strecke zwischen Thun/Uttigen und Bern. Das Problem: Nach dem Auswassern lassen viele ihr Boot einfach liegen. Das ist erstens nicht sehr umweltfreundlich, da die Boote meist für mehrere Fahrten gebaut sind. Und zweitens mühsam, da andere die Gummiboote wegräumen müssen.

Berner Strassenmeister ist genervt

«Ich habe schon einige Sommer erlebt», sagt der Strassenmeister der Stadt Bern, Andreas Niklaus, «aber dieses Jahr ist es extrem. Diese Unart, die Boote kaputtzumachen und einfach liegenzulassen – das ist Wahnsinn.»

Schwellenmätteli.
Legende: Hier ist die offizielle Ausstiegsstelle: Hunderte Boote werden jedes Wochenende an dieser Stelle ausgewassert. Keystone

Bei der offiziellen Ausstiegsstelle beim Schwellenmätteli (nach dem Freibad Marzili und vor der Schwelle) türmt sich der Müll. Zwar hat die Stadt, wegen Erfahrungen aus früheren Jahren, extra mehrere grosse Container mit 800 Litern Fassungsvermögen aufgestellt. Trotzdem landet viel Abfall daneben, nicht nur weggeworfene Gummiboote. «Wenn auch nur zwei oder drei Boote nicht sorgfältig zusammengelegt im Container entsorgt werden, füllt das diese schon», sagt Niklaus.

Wie die Stadt Bern nun reagiert

Die Berner Müllabfuhr kann diese Abfallberge am Wochenende nicht beseitigen: Die grossen Lastwagen der Entsorgung haben dann keine Fahrbewilligung. Zusätzliche Container aufstellen gehe auch nicht, so der Strassenmeister - es sei die letzte Ausstiegsmöglichkeit vor der Schwelle, es brauche dort genügend Platz um auszusteigen.

Die Stadt Bern versucht es nun mit Personal vor Ort, das aufpasst und die Leute darauf sensibilisiert, wo was entsorgt werden sollte. «Diese Idee können wir sehr schnell umsetzen», so Niklaus. Bereits am Wochenende will die Stadt das testen. Es könne zwar auch so nicht verhindert werden, dass die Boote weggeworfen werden. Aber man könne die Leute darauf hinweisen, sie immerhin angemessen zu entsorgen.

So verhält man sich sicher auf dem Fluss

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Wer auf dem Fluss mit einem «motorlosen Vergnügungsboot» unterwegs ist, muss laut Gesetz:

  • Sein Gummiboot deutlich mit Vor- und Nachnamen sowie mit der Telefonnummer beschriften.
  • Für jede Person ein Rettungsmittel (beispielsweise ein Rettungsring oder eine Rettungsweste mit Kragen) mitführen.
  • Wer sich nicht daran hält, bezahlt eine Busse von 40 bzw. 50 Franken.

Weitere wichtige Sicherheitstipps:

  • Kein Alkohol trinken
  • Abstand halten, keine Boote zusammenbinden
  • Route vorher checken

SRF1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 26.07.2022, 06:31 Uhr;

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170 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community, vielen Dank fürs Mitdiskutieren - für heute schliessen wir die Kommentarspalte und wünschen Ihnen eine gute Nacht. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Margot Lieberherr  (MarLie)
    Wie wäre es mit einem Mietangebot? Bei der Einstiegstelle mieten, bei der Ausstiegsstelle abgeben. Die Boote, die heute im Müll landen, könnten gleich mal dafür benutzt werden.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Menschliche Respektlosigkeit gegenüber NATUR und Wildtieren!
    Faulheit, Bequehmlichkeit, Unhöflichkeit andern Menschen gegenüber!
    Leute, welche all da, was sie nicht mehr brauchen, kurzerhamd wegwerfen - egal wohin -, sollten unbedingt von Staates wegen, beim ertappen, über ein paar Monate in jeder freien Stunde, kontrolliert genau diesen Abfall in Stadt, Dorf, Landschaft, auf allen Natur-Wegen, einsammeln müssen! Eine absolut Sinn machende, abschreckende Konsequenz = "saubere Schweiz"!