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Joseph Bonnemain wird Bischof von Chur
Aus Tagesschau vom 15.02.2021.
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Nach langer Vakanz Bistum Chur hat neuen Bischof

  • Der 72-jährige Joseph Maria Bonnemain ist der neue Bischof von Chur.
  • Aufgrund seines Alters dürfte er jedoch ein Übergangsbischof werden.
  • Bonnemain war bereits auf der Vorschlagsliste des Papstes, welche die Domherren im November nicht annahmen.

Chur hat einen neuen Bischof. Joseph Maria Bonnemain wurde vom Papst Franziskus ernannt, nach Jahren der Diskussionen und Spekulationen um das Bischofsamt – ein Jahr und neun Monate nach dem Rücktritt von Vitus Huonder. Der 72-jährige Bonnemain ist seit vielen Jahren Gerichtsvikar der Diözese Chur und Delegierter des Apostolischen Administrators.

Gemäss Kirchenrecht muss ein Bischof im Alter von 75 Jahren dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Dieses Alter erreicht der neue Oberhirte in drei Jahren, er dürfte somit ein Übergangsbischof werden.

Joseph Bonnemain, der neue Bischof des Bistums Chur.
Legende: Bistum Chur

Er war vom Papst bereits auf jene Dreierliste gesetzt worden, aus welcher das Domkapitel letzten November den neuen Bischof hätte wählen sollen. Die 22 Domherren allerdings nahmen ihr Wahlrecht nicht wahr. Dass Bonnemain nur ein Übergangskandidat sein würde, sprach damals wohl gegen ihn.

Positive Reaktionen von Schweizer Bischöfen

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Die Schweizerische Bischofskonferenz hat die Ernennung Bonnemains «mit grosser Freude» zur Kenntnis genommen. Sie bedanke sich bei ihm für die 18-jährige couragierte und umsichtige Unterstützung als Sekretär des Fachgremiums «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld». Die Bischöfe wünschten sich, dass der Churer Bischof in der Konferenz auch weiterhin und mit derselben Tatkraft für die Opfer von Übergriffen einstehen werde.

Den St. Galler Bischof Markus Büchel haat die Ernennung «überrascht und sehr gefreut». Dass das lange Warten nun vorbei sei, sei für die Kirche in der ganzen Schweiz wichtig. Bonnemain sei bekannt als kommunikativer, kompetenter Kirchenmann, der durch seine lange Tätigkeit und seine Vernetzung die Realitäten der Kirche Schweiz gut einschätzen könne.

Spannungen, Spaltungen, Polarisierungen

In seinem Grusswort spricht der neue Bischof von Spannungen, Spaltungen und Polarisierungen. Schwierigkeiten, die sich die Menschen nicht leisten können. In Zeiten wie diesen müsse die Kirche als Vorbild fungieren und Wege der Geschwisterlichkeit und Hoffnung aufzeigen.

Es gibt viel zu tun.
Autor: Joseph M. BonnemainNeuer Bischof vom Bistum Chur

Denn: «In den letzten Jahren hat man viel gesagt, gesprochen, geschrieben – ja zu viel. Bis zu meiner Amtseinsetzung möchte ich mich vorläufig nicht äussern (…). Vielmehr möchte ich handeln: Es gibt viel zu tun.» Bis zur Bischofsweihe und zur Amtseinsetzung des neuen Oberhirten über knapp 700'000 Katholikinnen und Katholiken leitet weiterhin der Apostolische Administrator, Peter Bürcher, die Diözese. Das Datum der Amtseinsetzung werde bald bekannt gegeben.

Das Bistum Chur teilte mit, Bischof Peter Bürcher gratuliere Joseph Bonnemain zur Ernennung und wünsche ihm für sein zukünftiges Amt Gottes Segen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Er ist gebürtiger Spanier mit schweizer und katalanischen Wurzeln. Er spricht 5 Sprachen, dazu gehören drei der vier schweizer Landessprachen. Das lässt schon mal aufhorchen. Aber wie er ist werden wir erst sehen wenn er schon ein paar Monate sein Kirchenamt ausübt.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Für was brauchen wir Pabst und Bischöfe?
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Geistliche gehören zur katholischen Kirche genauso dazu wie ein Rektor und Lehrer/innen zur Schule.
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Der neu Bischof ist offen und man können mit ihm über alles Reden. Naja tönt gut, aber ist es das auch? Reden kann man immer über alles, aber ob das dann auch irgendwelche Konsequenzen hat? Bei einem superkonservativen Opus Dei Mann glaube ich kaum, das in der Katholischen Kirche sich irgendetwas ändern wird.