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Nach Stalking-Vorwürfen Buttet tritt als CVP-Vizepräsident zurück

Legende: Video Yannick Buttet gibt Alkoholproblem zu abspielen. Laufzeit 6:57 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.12.2017.
  • Der Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet tritt nach den Stalking-Vorwürfen als Vize-Präsident der CVP Schweiz zurück.
  • Zudem begibt er sich in eine ärztliche Kur, um seinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen, teilte sein Anwalt Andreas Meili mit.
  • Laut dem Anwalt ist Buttet ab sofort krank geschrieben und wird solange seine Ämter als Nationalrat und Gemeindepräsident von Collombey-Muraz nicht ausüben.
  • Bis die Vorwürfe gegen ihn geklärt sind, muss er auch seine Armee-Dienstwaffe abgeben und wird nicht mehr zu Wiederholungskursen (WK) aufgeboten.

«Als Vize-Präsident der CVP Schweiz trete ich per sofort zurück», wird Buttet in einer durch seinen Anwalt versandten Medienmitteilung zitiert. «Ferner werde ich mich in eine ärztliche Kur begeben, um meinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen.»

Nach seiner Genesung werde er sich mit der kantonalen Partei absprechen, ob er sein Mandat als Nationalrat weiterführe, hiess es in der Mitteilung. «Bis auf Weiteres ziehe ich mich aus meinen gewählten Funktionen zurück.»

«Er ist ab sofort krank geschrieben und wird sich in die Kur begeben», präzisierte Buttets Anwalt Andreas Meili auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Solange er nicht gesund ist, wird er seine Ämter als Nationalrat und Gemeindepräsident von Collombey-Muraz nicht ausüben.»

Dienstwaffe ins Zeughaus

Buttet ist Oberstleutnant in der Schweizer Armee und führt ein Bataillon. Bis die Vorwürfe gegen ihn geklärt sind, muss er seine Dienstwaffe abgeben und wird auch nicht mehr zu Wiederholungskursen (WK) aufgeboten.

Buttet sei ist bis auf weiteres suspendiert und habe zugesichert, dass er selbst seine Ordonnanzpistole im Zeughaus abgeben werde, sagte Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte eine Information des Westschweizer Fernsehens (RTS). Diese vorsorgliche und vorübergehende Massnahmen käme immer in solchen Fällen zur Anwendung.

«Ich möchte mich zutiefst entschuldigen»

Yannick Buttet gab zudem eine Entschuldigung ab: «Ich möchte mich zutiefst bei meiner Frau und meiner Familie und bei den Menschen entschuldigen, die durch mein unangemessenes Verhalten verletzt wurden, auch bei meinen Parteikollegen.»

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass wegen des Walliser CVP-Nationalrats Ende November in Siders (VS) die Polizei ausrücken musste. Dort soll er bei seiner Ex-Geliebten so lange geklingelt haben, bis die Frau die Polizei rief.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Der Fall Buttet wirft Fragen auf.Jene,welche nun so tun,als würde es sich nur um ein Alkoholproblem handeln,verwischen die Fakten.Wer ein Stalker ist,hat ein charakterliches Problem.Es ist die krankhafte Angst,zu verlieren.Solche macht- & kontrollsüchtige Menschen haben als Volksvertreter keine Ligitimation.So wie sich Buttet an sein NR-Mandat klammert muss davon ausgegangen werden,dass er auch einen Hang zur Schizophrenie hat.Jeder andere würde sich schämen & abtreten.Walliser tun dies nicht!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Jede "Entgleisung" im menschlichen Leben wirft danach Fragen auf, Herr Bächler! Da sind sich wohl alle im Forum einig! Jeder von uns macht in seinem Leben ab und zu einen Fehler. Es gibt aber Zeitgenossen, die machen nicht nur einen Fehler im Leben, sondern fast täglich! Darum würde ich mir nie erlauben, dermassen verunglimpfend in einem Forum einen Nationalrat (der einen "zünftigen Seich" gemacht hat!), zu verurteilen! und abzukanzeln! Man könnte es auch sachlich und anständig machen!
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Fakt ist doch auch, dass eine Frau mit einem verheirateten Politiker ein Verhältnis hatte. Wenn, denn, hat auch sie Fehler gemacht. Vermutlich ist beim ihm das männliche Ego einfach sehr ausgeprägt, sodass es das "Aus" nicht akzeptieren konnte. Es gleich mit einer Schizophrenie gleich zusetzen, ist doch ziemlich schräg. Und wäre er nicht Politiker, wäre sein falsches Verhalten der Presse keine Schlagzeile wert & es würden jetzt nicht soviele Moralapostel wie Pilze aus dem Boden wachsen.
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  • Kommentar von Hans Holenweger (Galileo12)
    Wer ein Suchtproblem hat gehört in kein öffentliches Amt, weil alles der Sucht unterstellt wird!
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  • Kommentar von Peter Boos (Brionese)
    Es schaut so aus, als ob jetzt die ganze Geschichte seinem Alkoholproblem zugeschrieben wird. Ist doch geschickt! Die Walliser werden ihm sicher vergeben und ich wette, dass er NR bleibt! Leid tut mir nur sein Opfer. Was für ein Hohn!
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