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Legende: Video Typisches Weihnachts-Tauwetter abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2018.
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Nach «Stina» und «Tete» Tauwetter verhindert weisse Weihnachten im Flachland

Wegen der kräftigen Westströmung ist es zu mild. Für Skigebiete in tieferen Lagen ein schlechter Start in die Skisaison.

Das Sturmtief «Stina» hat in der Nacht auf Samstag viel Regen gebracht zusammen mit Orkanböen, vor allem in den Bergen. Mit dieser Westströmung fliesst milde Luft in die Schweiz und am Sonntagnachmittag folgt gar eine Warmfront.

Für Skigebiete in tiefen und mittleren Lagen ist dieser Warmlufteinbruch ein schlechter Start in die Weihnachts-Skisaison. So auch am Bischofsberg bei Heiden (AR) auf 900 Meter über Meer: Statt Skibetrieb herrscht Stillstand – der Schnee ist weg bis auf einige Restflächen. Der Übungshang ist mit einem weissen Vlies abgedeckt und soll den Schnee vor dem Schmelzen retten.

Kreative Lösungen mit der Natur

Johannes Solenthaler, Betreiber des Skilifts Heiden, zeigt mit der Abdeckung des Schnees, dass es etwas nützt. «Dort wo kein Vlies liegt, ist schon bedeutend mehr Schnee geschmolzen als unter dem Vlies.»

Für seine kleine Skipiste hat Solenthaler Schneekanonen eingesetzt, als es kalt war und schneite. Am vergangenen Wochenende kurvten hier Skischüler den Hang hinunter. Mit dem Beginn des Tauwetters begann der Liftbetreiber mit seiner Rettungsaktion und legte das Vlies aus.

«Für mich ist das kein Kampf. Ich bin es als Landwirt gewöhnt, dass man mit dem Wetter arbeiten muss und nicht dagegen. Wenn ich den Schnee abdecke, ist das nur das möglichste, das man mit dem Wetter machen kann.»

Aber auch in höheren Lagen wie dem Skigebiet Flumserberg auf 1400 Meter regnete es am Samstagnachmittag. Einige Unverwüstliche lassen sich vom Sulzschnee nicht entmutigen. Aber die Wärme und Nässe wirken sich auf die Besucherzahlen aus, erklärt Marketingleiterin Katja Rupf: «Natürlich haben wir es auch lieber, wenn es schneit. Aber wir müssen es nehmen, wie es kommt.» Für den Stephanstag und die Tage danach ist sehr schönes Wetter gemeldet, darum schauen wir nach vorne und freuen uns darauf.»

Legende: Video Felix Blumer, SRF Meteo, zum Weihnachts-Tauwetter abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2018.

Typisches Weihnachts-Tauwetter

Die Berggebiete hoffen darauf, dass der Schnee – oder was davon übrig ist – das Tauwetter übersteht. Denn noch vor einer Woche hat es bis ins Flachland geschneit. Dieses Weihnachts-Tauwetter sei typisch, sagt SRF-Meteorologe Felix Blumer:

«Wir haben jeweils anfangs Dezember über Skandinavien ein Kältehoch, das führt Feuchtigkeit über den Atlantik. Dort gibt es Tiefdruckgebiete und in der Folge haben wir gerade auf Weihnachten hin eine sehr milde und feuchte Westströmung. Das ist ganz klassisch und bringt das typische Weihnachts-Tauwetter.»

Dieses Tauwetter ist häufig: In sieben von zehn Jahren tritt es auf. Und es bleibt laut Blumer noch einige Tage so: «Erst mit den Weihnachtstagen, auf den 25. hin, wird sich das Wetter ändern. Es wird trocken, allerdings in der Höhe ist es immer noch mild.»

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Toni Koller (Tonik)
    Der Untertitel ist komisch: "TROTZ kräftiger Westströmung ist es zu mild." Meteorologisch korrekt müsste es wohl heissen: "WEGEN kräftiger Westströmung ist es zu mild"...
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    1. Antwort von SRF News
      Vielen Dank für den Hinweis. Wir korrigieren den Fehler umgehend. Freundliche Grüsse, die Redaktion
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  • Kommentar von M. Berger (Mila)
    Die Ironie der Geschichte - je mehr Energie für Kunstschnee und Abdeckungsmaterial verschwendet wird, umso schneller schreitet der Klimawandel voran. Irgendwann wird auch die ausgeklügelste Methode nicht mehr weiterhelfen und man muss andere Sportarten ausüben oder ist so sehr damit beschäftigt, unsere Umwelt am Leben zu erhalten, dass die ganze Energie und Know-how darauf konzentriert werden muss.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Jetzt werden ganze Skigebiete vom Tal bis in die Hochlagen beschneit. Die Beschneiung mit dem massiven Wassereinsatz wirkt sich auf die Vegetation aus. Wenn heute klimabedingt die Schneekanonen immer mehr auch tagsüber zum Einsatz kommen, erfolgt ihr Betrieb mit dem teuren Strom. Wichtig, heute die Alternativen zum Schnee und zum Kunstschnee zu entwickeln. In naher Zukunft wird der Klimawandel den schneegebundenen Wintersport in Lagen bis 1500 Meter immer teurer und dann ganz unmöglich machen.
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Was hat das schon seit Jahrzehnten immer wieder übliche Tauwetter um die Weihnachtszeit mit dem Klimawandel zu tun?
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    2. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Wo liegt denn der Unterschied zwischen starken natürlichem Schneefall und starkem Regen, der sobald es kälter wird, in Schnee umgewandelt wird? Im Frühling kommt so oder so alles wieder als Wasser herunter! Und übrigens, umgerechnet auf den einzelnen Skifahrer brauchen Schneekanonen viel weniger Energie als pro Hallenbadschwimmer oder pro Kunsteisbahnläufer, nicht zu reden von der Energieverschwendung für all die Touristen, die auf die Malediven, Seychellen, Südsee, etc. fliegen!
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