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Nachfolge offen Bischof Huonder bleibt vorerst im Amt

Huonder hätte eigentlich am Ostersonntag nach 12 Jahren im Amt abtreten sollen.

Bischof Huonder mit dem Bischofstab
Legende: Der 77-jährige Huonder bleibt vorerst Bischof von Chur. Keystone

Der Churer Bischof Vitus Huonder und die Bistumsleitung bleiben so lange im Amt, bis Huonders Nachfolge geregelt ist. Das teilte das Bistum Chur mit.

Huonder hätte eigentlich am Ostersonntag, seinem 77. Geburtstag, nach knapp 12 Jahren im Bischofsamt abtreten sollen. Ein neuer Termin für das Ende seiner Amtszeit ist gemäss Mitteilung nicht bekannt. Offen ist auch, wer Huonder ablösen wird.

Video
Aus dem Archiv: Bischof im Zwielicht
Aus Rundschau vom 10.04.2019.
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Verlängerung bereits beim Vorgänger

Der Churer Bischof hatte dem Papst vor zwei Jahren den Rücktritt angeboten. Der Vatikan bat ihn, noch bis am Ostersonntag 2019 zu bleiben. Nun kommt es also zu einer weiteren Verlängerung.

Neu ist eine solche Verlängerung für das Bistum mit seinen knapp 700'000 Katholikinnen und Katholiken in sechs Kantonen nicht. Bereits Huonders Vorgänger, Bischof Amedée Grab, leitete nach seinem 77. Geburtstag noch fünf Monate die Diözese, als apostolischer Administrator. Huonder hingegen bleibt Bischof, wie ein Sprecher des Bistums Chur auf Anfrage präzisierte.

Einschätzung von Religions-Redaktorin Judith Wipfler

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«Ich war nicht überrascht über die Nachricht, dass es noch keinen neuen Bischof gibt. Vielmehr hätte ich damit gerechnet, dass ein Administrator von Rom oder der Diözese eingesetzt wird. Viele haben sich das auch gewünscht. Wer auf der Liste der Kandidaten steht, wurde nicht bekannt. Vielleicht wurde der neue Bischof bereits gewählt und der Papst in Rom hat die Wahl noch nicht abgesegnet. Dass so wenig kommuniziert wurde, hat viele Kirchen-Basisgruppen aufgeregt. Die Gelegenheit, den Dialog mit der Kirchenbasis zu suchen, hat man nun seitens des Vatikans wieder verpasst.»

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Boller  (Willy Boller)
    Ach jaaa??? Beinahe wie bei der SVP. Auch da werden die "Alten" wieder hervorgeholt. Sind auch bei der Kirche keine qualifizierten Nachfolger vorhanden, oder wollen diese etwa gar nicht?
  • Kommentar von Andreas Iten  (Bauer der ältere)
    Huonder ist ehrlich, man weiss wie seine Meinung ist. Er begründet seine Aussagen in der Regel, ich finde das eigentlich ganz gut. Warum soll ein Bischof seinen Glauben verleugnen nur um den Menschen zu gefallen?
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wieso drangsaliert Rom nur das Bistum Chur mit einem autoritären, intoleranten eigenmächtigen Bischof? Frappant: Man zahlt Kirchensteuer und bekommt einen heiligen Maulkorb aufgesetzt. Unglaublich
    1. Antwort von Oli Muggli  (Oli g)
      Kann es sein das sie ganz freiwillig Kirchensteuer zahlen?
      Austreten, jammern beendet... Sooo einfach!
    2. Antwort von Werner Boesiger  (P.Werner Boesiger)
      @Marlene Zelger
      Von einem Maulkorb ist in dem Beitrag gar nichts zu merken. Sie sagen ja frei, was Sie denken. Ein Kandidat für die Nachfolge muss auch selber mit der Kandidatur einverstanden sein und darum vorgängig kontaktiert werden und was, wenn man noch keinen gefunden hat? Das ist kein schöner Posten, Bischof zu sein, da wird man schnell entweder von rechts oder von links verrissen. Man schimpft wieder einmal, ohne aber zuerst die Gründe in Erfahrung zu bringen.
    3. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Der Bischof hat sich an die Bibel zu halten und darf nicht eine eigene Religion gründen.