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Bistum Chur wählt neuen Bischof
Aus HeuteMorgen vom 23.11.2020.
abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
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Nachfolge von Bischof Huonder Streng geheime Bischofswahl im Bistum Chur

Laut Medienberichten wird heute Montag in Chur ein neuer Bischof gewählt. Die Hoffnung ruht auf einem gemässigten Kandidaten.

Heute Morgen um Viertel nach zehn soll das Churer Domkapitel zusammentreten und einen neuen Bischof wählen. Das schreiben zumindest der «Tagesanzeiger» und das römisch-katholische Newsportal kath.ch, die sich dabei auf «gut unterrichtete Quellen» berufen.

Für die Wahl stützt sich das Domkapitel auf eine vom Papst abgesegnete Dreierliste. Kaum jemand weiss, wer darauf aufgeführt ist. Die Wahl ist streng geheim.

Konservativ, aber konziliant

Es werden jedoch einige Namen gehandelt, darunter Urban Federer, der Abt des Klosters Einsiedeln. Auch der Churer Bischofsvikar Josef Maria Bonnemain ist ein möglicher Kandidat. Der Spitalseelsorger gilt als konservativ, aber konziliant.

Letztlich bleiben allerdings sämtliche Namen Spekulation. Die Bischofswahl in Chur war schliesslich in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen gut.

Übergangsbischof riss Gräben auf

Allerdings wäre es an der Zeit, dass das Bistum einen neuen Bischof bekommt. Schliesslich wird es mit Peter Bürcher seit eineinhalb Jahren von einem Übergangsbischof geleitet.

Die Hoffnung, dass damit nach dem umstrittenen Bischof Vitus Huonder Ruhe einkehren würde, erfüllte sich allerdings nicht.

Im Gegenteil: Diesen Frühling entliess der Übergangsbischof Martin Kopp, den beliebten Generalvikar für die Innerschweiz, und riss damit erneut die Gräben zwischen den progressiven und den traditionalistischen Katholikinnen und Katholiken im Bistum auf.

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Aus dem Archiv: Bistum Chur – Entlassung sorgt für Unmut
Aus Schweiz aktuell vom 31.03.2020.
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Die Hoffnung der Mehrheit der Gläubigen im Bistum Chur ruht deshalb auf einem gemässigten Kandidaten, der die Wogen glättet. So oder so gilt: Der Papst muss die Wahl nachträglich noch absegnen. Wann der Name des neuen Bischofs bekannt gegeben wird, ist deshalb noch unklar.

HeuteMorgen, 23.11.2020, 06:00 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Schon verrückt, dass sich - gemäss der Tagesschau - die erzkonservativen Domherren auf keinen der drei vom Papst vorgeschlagenen recht gemäßigten Bischofskandidaten einigen konnten. Verknöcherter geht es kaum!! Das ist Obstruktion an den Kirchenmitgliedern und sicher überhaupt kein christliches Verhalten.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    An den Austrittszahlen gemessen ist es eigentlich egal wer Bischof wird. Dieser Verein als Vertretung der christlich denkenden Menschen ist eh abgemeldet und das ist auch gut so.
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    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Zuber: Dass Menschen aus der Kirche austreten, hat nicht mehrheitlich damit zu tun, dass die Kirche fast alles falsch machen würde; es hat auch mit der Einstellung der Austretenden zu tun. Es ist eine gesellschaftliche Erscheinung: Heute herrscht ein übertriebener Individualismus, ein Ego-Kult,aus dem heraus Menschen weniger gesellschaftliche Werte mittragen wollen,so das Miteinander-Teilen, was eminent christlich wäre. Die Weihnachtsbotschaft wurde zu Recht zuerst den Armen gebracht.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es wäre zu hoffen, dass ein gemässigter Bischof gewählt wird. Aber im Grunde ändert sich dadurch nicht viel Richtung Modernität: Will heissen: Solange der Zölibat nicht aufgehoben wird, Frauen nicht zu geistlichen Aemtern zugelassen werden, nur Katholiken zum Abendmahl offiziell eingeladen sind und es fast nur alte zumeist dogmatisch verknorzte Kardinäle eingesetzt gibt, ändert sich an der strengen, z. T. nach unnatürlichen Dogmen (wie Zölibat) orientierten kath. Kirche nicht viel,nur Nuancen.
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    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Es bedarf hier noch einer Präzisierung: Von der kath. Kirche im allgemeinen zu schreiben, ist missverständlich. Selbstverständlich sind sehr viele katholische Kirchenglieder nicht verknorzt konservativ denkend; sehr viele sind aufgeschlossene Kirchenglieder und sehnen sich, namentlich Frauen, nach einer neustzeitlichen Behandlung. Ich meine also mit meiner Kritik jene, die über klerikale, bischöfliche und päpstliche Macht verfügen, also das episkopale festgefahrene Machtgefüge.
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