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Nachhaltige Finanzprodukte Anleger wollen eine grünere Credit Suisse

  • Eine Gruppe von elf institutionellen Anlegern hat bei der Grossbank Credit Suisse (CS) eine Klimaresolution eingereicht.
  • Die Investoren fordern unter anderem, dass die CS Klimarisiken in ihrem Bankgeschäft offenlegt.
  • Am Donnerstag wird die Bank ihren Nachhaltigkeitsbericht vorstellen.
Video
Aus dem Archiv: Rechereche-Netzwerk deckt Datenleck bei CS auf
Aus Tagesschau vom 20.02.2022.
abspielen. Laufzeit 53 Sekunden.

Die Aktionärsgruppe fordert, dass die CS ihre Statuten ändert: Die Credit Suisse müsse ihre Informationspolitik verbessern und Klimarisiken in ihrem Bankgeschäft offenlegen.

Ferner müsse sie ihre Kohle-, Öl- und Gaspolitik mit der Corporate Governance in diesem Sektor in Einklang bringen und ihre langfristigen Ziele zur Verringerung ihres Engagement in diesen Wirtschaftssektoren publik machen – der Zeitrahmen soll mit dem 1.5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens vereinbar sein.

Diese Investoren üben Druck aus

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Die Klimaresolution wird von der britischen NGO Shareaction und der Schweizer Aktionärsvereinigung Ethos koordiniert. Der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen unterstützt die Bemühungen ebenso wie die Umweltorganisation Greenpeace.

Die Botschaft ist klar: Trotz Bekenntnisse zum Klimaschutz sei die Credit Suisse mit ihren Finanzierungen und Dienstleistungen für Unternehmen im fossilen Energiesektor weltweit für enorme CO2-Emissionen verantwortlich, schreiben die Nichtregierungsorganisationen.

Credit Suisse steht im Dialog

Man nehme den Vorschlag von Shareaction und Ethos zur Kenntnis, sagte ein Sprecher der Credit Suisse. Der Dialog mit den Aktionären sei ein wesentlicher Bestandteil des Stakeholder-Ansatzes.

Die Credit Suisse sei sich bewusst, dass die Finanzströme mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens in Einklang gebracht werden müssten. Bis spätestens 2050 will das Institut ein Netto-Null-Emissionsziel erreichen. Am Donnerstag stellt die Bank ihren Nachhaltigkeitsbericht vor.

SRF 4 News, 09.03.2022, 09.00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für Ihre Meinungen. Wir wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Nicht die CS entscheidet über das Engagement, sondern der Anleger und Kunde! Das geht gerne vergessen! Gut zeigt sich dies bei der von der CS vor Jahren begleiteten Anleihe für Garzweiler II von RWE. Man kann nun die CS für das verantwortlich machen, doch der grösste Anteil der Aktien von RWE befindet sich im Besitz von deutschen Städten. Deshalb war die Anleihe für Pensionskassen in der Schweiz durchaus interessant. Verursacher ist aber RWE und nicht die CS! Die Zusammenhänge sind komplex!
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Ueli Lang Guten Abend Herr Lang, vielen herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wie denken Sie könnten Anleger und Kunden hier konkret eingreifen? Freundliche Grüsse, SRF News
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Keine solchen Anleihen finanzieren, wenn ihnen die Umweltausrichtung des dahinter stehenden Konsortiums nicht pässlich ist, selbst wenn es sich um einen quasiöffentlichen Anleihennehmer handelt! Eigentlich ist ja jeder befähigt einen Emissionskatalog durchzulesen und selber zu erkennen in was investiert wird! Das Problem ist, dass heute unter dem Begriff Nachhaltigkeit ist ein viel gebrauchtes Wort, allerdings ist das wichtigste dabei sehr oft nicht nachhaltig, nämlich die Rendite!
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Ein begrüssenswerter Ansatz, aber wie immer bringt das alleine gar nichts! Dieses Traktandum MUSS endlich auf die Tagesordnung der UNO-Hauptversammlung; einzig und alleine dorthin gehört es. Dass dort Politiker/Innen sitzen ist natürlich schon wieder ein Nachteil, aber was besseres hat die Menschheit z.Zt. nicht zur Verfügung. Im Nationalrat konnte Mann/Frau sich heute ob der sog. "Grünen" einmal mehr nur einen Ast lachen, oder sich die Krätze ärgern. Ganz nach Wunsch....;-))
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Francis Waeber Guten Abend Herr Waeber, möchten Sie vielleicht gerne noch etwas ausführen, warum dieses Thema an die UNO-Hauptversammlung gelangen sollte? Welche Änderungen erhoffen Sie sich? Freundliche Grüsse, SRF News
    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      1/2 @ SRF - sehr gerne! Alleingänge der Schweiz oder irgend eines anderen Landes, selbst der EU oder der USA bringen m.E. nichts. Umwelt und Klimaschutz ist ein globales Problem, welches auch global koordiniert werden muss, U.A. auch durch Einstellung von Hektaren weise Waldrodungen in Südamerika und Asien, welche sog. "CO2-Emissionen" nachweislich "auffangen".
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      2/2.... Und natürlich muss endlich mit Schwachsinn wie er z.Zt. in der Ukraine, sowie auf ca. 20 anderen Schauplätzen (Jemen, Syrien, Nigeria usw.) abgeht endlich und ein für allemal aufgehört werden. Ist das nicht gegeben, machen typisch grüne Behauptungen, Pendlern in die Brieftasche zu langen rette den Planeten, mit Sicherheit auch keinen Sinn....;-))
    4. Antwort von SRF News editor
      @Francis Waeber Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Allerdings können wir Ihren zweiten Gedankengang nicht ganz nachvollziehen. Könnten Sie etwas näher eingehen, inwiefern Kriege und nachhaltige Finanzprodukte einher gehen? Freundliche Grüsse, SRF News
    5. Antwort von Daniel Odermatt  (Tamredo)
      Die Generalversammlung der UN hat 2020 eine Resolution zu dem Thema verabschiedet.
    6. Antwort von SRF News editor
      @Daniel Odermatt Guten Abend Herr Odermatt, beziehen Sie sich auf den United Nations Climate Action Plan 2020-2030? Oder auf eine andere Resolution? Freundliche Grüsse, SRF News
    7. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ SRF Krieg und Rüstung ist seit jeher das grösste Geschäft mit den besten Profiten - in welchem auch die CS nicht zu knapp involviert ist (oder war), aber auch der mit Abstand grösste Umwelt und "Klima"-Sünder. Beides kann jede/r 2. Klässler/In nachrechnen. Oder glaubt jemand im Ernst die F35-Zwängerei und Täupelei hätte irgend etwas mit "Landesverteidigung" zu tun? Wohl kaum, es geht "nur" um eine Menge G.E.L.D!!!! Nichts anderes.....;-))
    8. Antwort von SRF News editor
      @Francis Waeber Vielen herzlichen Dank für die Erklärung Ihrer Gedanken. Gerne geben wir Ihre im vorletzten Satz gestellte Frage an die Community weiter.
    9. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      .... im Gegensatz dazu beringen sog. "nachhaltige Finanzprodukte" nie und nimmer denselben Profit wie die Kriegs und Rüstungsindustrie - schon gar nicht "kurzfristig" wie ihn sich die meisten "Anleger/Innen" bis dato wünschen. Dass einige davon an "nachhaltigen" Profiten interessiert sind, ist relativ neu; und wie ursprünglich schon geschrieben Wünschenswert....;-))
    10. Antwort von Daniel Odermatt  (Tamredo)
      Ich meinte diese Resolution: https://digitallibrary.un.org/record/3847698?ln=en