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Neue Beschaffungspolitik Bund setzt auf Elektro-Autos

  • Bundesrätin Viola Amherd hat eine neue Regelung für die Beschaffung der Fahrzeuge für die Bundesverwaltung erlassen.
  • Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, beschafft das VBS ab diesem Jahr für die Departemente im Grundsatz nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge.
  • Diese Massnahme wurde im Zuge des Klimapaketes des Bundesrates für die Bundesverwaltung beschlossen.

Die Fahrzeugflotte des Bundes soll umweltfreundlicher werden. Im Grundsatz sollen nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge angeschafft werden. Der Begriff des rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs umfasst gemäss den Weisungen rein batterieelektrische Fahrzeuge sowie Brennstoffzellenfahrzeuge mit Energieträger Wasserstoff oder Methanol. Diesen gleichgestellt sind Fahrzeuge, die mit einer anderen, gleichwertigen CO2-neutralen Technologie betrieben werden. Diese Weisung gilt für zivil immatrikulierte Fahrzeuge der Bundesverwaltung.

Die Klimaziele gelten auch für den Bund

Die Anschaffung von Fahrzeugen mit fossilen Treibstoffen bleibt in begründeten Fällen weiterhin möglich, insbesondere dort, wo noch keine Elektrofahrzeuge verfügbar sind, die den Anforderungen genügen. Für Ausnahmen ist eine Bewilligung des jeweils zuständigen Generalsekretariats der Departemente notwendig.

Die Bundesverwaltung verfügt zurzeit insgesamt über rund 1500 zivil immatrikulierte Fahrzeuge. Davon sind heute rund 40 rein elektrisch betrieben. Pro Jahr werden zwischen 150 und 200 Verwaltungsfahrzeuge beschafft, davon waren im Jahr 2019 neun Fahrzeuge rein elektrisch betrieben.

Auslöser der Revision der Weisungen des VBS waren die Bundesratsbeschlüsse zum Klimapaket Bundesverwaltung vom 3. Juli 2019 und vom 13. Dezember 2019. Damit verpflichtete der Bundesrat die zivile Bundesverwaltung zu einer Reduktion von Treibhausgasemissionen bis Ende 2030 um 50 Prozent gegenüber 2006 und das VBS zu einer Reduktion um mindestens 40 Prozent gegenüber 2001.

SRF 4 News 4.2.2021 12 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Schade, dass die Schweiz - als bald einziges westeuropäisches Land - Elektrofahrzeuge für Privatpersonen nicht fördert.
    1. Antwort von Patrick Steiner  (vb22)
      Es wird ganz massiv gefördert. E-Autos bezahlen keine Steuer. Und bei diesem Leergewicht sind das Tsd. von Franken in den Jahren.
  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Alle die eingetauschten Autos von Bund und den Privaten, welche dem Klima zuliebe auf Elektro umsteigen, werden exportiert. Dort werden diese Benzin und Dieselautos weitergefahren, und zwar zusätzlich zu den bereits vor Ort vorhandenen. Bei Überangebot auf dem Export erodieren die Preise, und es können sich mehr Menschen ein Auto leisten.
    Eines ist sicher, dieser vorzeitige Umstiegseffort bringt dem Welt-Klima nichts.
    1. Antwort von Oskar Wagner  (wingman)
      @vb22: Das ist jetzt aber keine weltbewegende Tatsache, die sie da mit aller Gewalt ans Licht zerren. Das geschieht heute noch im gesamten Occasionshandel genauso.
    2. Antwort von Albert Bachmann  (AFB)
      Wie kommen Sie darauf, dass es sich um einen „vorzeitigen Umstiegseffort“ handelt? Dieser Plan sieht lediglich vor ab sofort alte Fahrzeuge nicht mehr mit Benzinern zu ersetzen sondern mit Elektrofahrzeugen. Nirgends steht, dass deswegen frühzeitig Fahrzeuge ersetzt werden. Wie viele Fahrzeuge also nach Ihrer Logik „mehr“ im Verkehr sind ändert sich nicht, da die ersetzten Fahrzeuge sowieso hätten ersetzt werden müssen!
    3. Antwort von Patrick Steiner  (vb22)
      @wingman: Richtig erkannt, das wird jetzt schon gemacht. Nur es nimmt immer mehr zu, da aus Falsch verstandenem Klimaschutz ein junge Autos eingetauscht werden. Das Gewissen, Förderbeiträge, keine Strassen-Steuern usw. lassen tadellose Autos in den Export verschwinden mit den genannten Folgen.
      Und wie sagen die Klimabefürworter doch selber immer: Nur weil etwas heute so gemacht wird, muss es nicht gut sein.
    4. Antwort von Patrick Steiner  (vb22)
      @Herr Bachmann: Bern ist ja bekannt, dass er als Vorbild voran gehen will.
      Und bitte schauen Sie über den Tellerrand hinaus, das "Mehr" bezieht sich auf die ganze Welt.
    5. Antwort von Albert Bachmann  (AFB)
      @Steiner
      Es spielt ja keine Rolle ob ein altes Auto durch ein Benziner/Diesel oder durch ein Elektrofahrzeug ersetzt wird, wenn das Alte sowieso ersetzt würde. Mag ja sein dass die Bundesverwaltung Autos eher früher als später ersetzt, aber womit ersetzt wird hat nun wirklich keinen Einfluss.
      Oder etwa schon...?
    6. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Dass gebrauchte Autos in den Export gehen ist nichts Neues. Sie würden auch dann in den Export gehen, wenn sie bei uns durch Verbrenner ersetzt würden. Ergäbe somit eine Verdoppelung, die Neuen bei uns und die alten im Export. Wird jedoch ein altes Auto bei uns durch ein Elektrofahrzeug ersetzt, nimmt die Verbrennerflotte ab. Es fährt dann nur noch das exportierte Auto mit Erdöl und das Neue bei uns ohne. Rechnen muss man können.
    7. Antwort von Patrick Steiner  (vb22)
      @wmatz: ..... dieser vorzeitige Umstiegseffort....
      Das Klima könnte profitieren, wenn nicht tadellose Verbrenner eingetauscht werden. Und richtig alte Autos gehen mittlerweile auch nicht mehr in den Export.
      Lesen und Zusammenhänge verstehen muss man können.
    8. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Ich kenne niemanden, der ein Verbrenner-Auto frühzeitig abgestossen hat um ein Elektro-Auto zu kaufen.
      Aber das Risiko ist da, deshalb bin ich gegen Abwrack-prämien und überhaupt gegen die Förderung bei Autos.
  • Kommentar von Bruno Bangerter  (brunobangerter)
    Im Bericht des Bundesrates "Umwelt 2018" schneiden Elektro-PW in der Ökobilanz nur sehr knapp besser ab als Benzin- oder Diesel-PW, allerdings auch leicht schlechter als Hybrid- und Erdgas-PW. Der Vorteil des reinen Elektro-PW liegt allein beim CO2-Ausstoss, grosse Nachteile ergeben sich bei der Herstellung. Die rasche Umstellung auf Elektro-PW heisst also auch den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Sehr viel besser schneidet der ÖV und natürlich das Velo ab.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @Bruno Bangerter. Ich empfehle Ihnen die letzte Kassensturz-Sendung anzuschauen. Es hat keinen Sinn mit veralteten Daten zu spielen.