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Legende: Video Gesundheitskosten: Erstaunlich viel wird selber bezahlt abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2019.
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Neue Kostenübersicht Gesundheit kostet jeden Bürger 233 Franken monatlich

  • Die Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen steigen weiter: 2017 wurden pro Einwohner im Monat 814 Franken dafür aufgewendet. Davon fallen auf jeden Einwohner 233 Franken Direktkosten.
  • Die Gesamtausgaben stiegen um 2.6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Fünfjahresvergleich liegt der Anstieg der Gesundheitsausgaben aber leicht unter dem Schnitt.
  • In den letzten fünf Jahren stiegen die Kosten durchschnittlich um 3.4 Prozent auf jährlich 82.5 Milliarden Franken im Jahr 2017, wie provisorische Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.

Über ein Viertel der Gesamtkosten wurde für ambulante Behandlungen ausgegeben, nämlich 26.5 Prozent oder 216 Franken pro Einwohner und Monat. Knapp jeder fünfte Franken – 19.3 Prozent oder 157 Franken pro Person – floss in die Langzeitpflege und noch einmal soviel in die stationäre Kurativbehandlung, sprich Spital.

Das Diagramm zeigt die monatlichen Gesundheitsausgaben pro Einwohner 2017 in Franken.
Legende: Das Diagramm zeigt die monatlichen Gesundheitsausgaben pro Einwohner 2017 in Franken. BFS

Von den 2.6 Prozent Mehrausgaben in Gesamthöhe von 2.1 Milliarden Franken entfielen 0.7 Milliarden auf Arztpraxen und 0.6 Milliarden auf Spitäler. Sozialmedizinische Einrichtungen und ambulante Leistungserbringer schlugen um je 0.3 Milliarden Franken auf.

Deutlicher wird das Bild im Fünfjahrestrend. Die Erhöhung der Spitalkosten lag mit 3.5 Prozent im Fünfjahresschnitt, Besuche beim Arzt stiegen leicht überdurchschnittlich um 4.3 Prozent.

Therapien kosten überdurchschnittlich mehr

Sehr viel Mehrkosten verursachten «Andere ambulante Leistungsbringer» wie Physiotherapeuten und «Unterstützende Dienstleister» wie Labore und Rettung mit 8, respektive 8.7 Prozent.

Von 814 Franken im Monat entfielen auf jeden Einwohner 233 Franken Direktkosten zusätzlich zu den Versicherungsprämien und Steuern. Das ist nur ein Franken mehr als im Jahr davor.

292 Franken pro Person und Monat übernahm die obligatorische Krankenversicherung, 147 zahlte der Staat. 50 Franken wurden durch Sozialversicherungen wie AHV, IV und die Unfallversicherungen gedeckt, 29 Franken durch andere Träger der sozialen Sicherheit und bedarfsabhängige Sozialleistungen sowie 53 Franken durch Zusatzversicherungen. Der Rest ergibt sich aus sonstiger privater Finanzierung.

Nur die USA geben noch mehr aus

Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg 2017 von 12.2 auf 12.3 Prozent. Von allen OECD-Ländern lag nur in den USA das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP noch höher, nämlich bei 17.2 Prozent. Frankreich auf Platz drei liegt 0.8 Prozentpunkte tiefer als die Schweiz.

Diagramm zeigt Gesundheitsausgaben pro OECD-Land m jahr 2017. Die Schweiz ist auf Platz zwei.
Legende: Nur die USA geben pro Jahr innerhalb der OECD-Staaten mehr Geld für Gesundheit aus als die Schweiz. (Zahlen von 2017) BFS
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34 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Wer so arbeitet, wie sie es beschreiben bekommt einen tollen Index.
    Die es ernst meinen leiden unter der Bürokratie.
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  • Kommentar von M. Keller  (MK)
    Ich musste in diesem Jahr leider schon zum Arzt. Wenn man dann dort im Wartezimmer sitzt, bekommt man so einiges mit. Wie z.B. der Arztbesuch wegen einem Pflaster. Warum dies? Ein Medikament gegen Bluthochdruck wird nur quartalsweise und nach kurzer Untersuchung sowie einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt abgegeben. 3 von 4 Konsultationen pro Jahr sind unnötig. Warum dies? Es geht nur um den Profit = kleiner Aufwand, grosser Ertrag. Ergo wären die Ärzte schön blöd, dies nicht zu 'behandeln'.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Dieser Zustand des weit überteuerten Krankenwesens ist mehr als ein Skandal ! Eine unverschämte Politik der gesamten Grossverdiener in diesem Selbstbedienungsladen . Eine Zahnbrücke kostet bis zu 7000 Franken - Arbeitszeit inkl Zahntechniker 12 h pluss Materialkosten von max . Fr 500 . Für diese 7000 Fr muss ein Ing. einen Monat lang liefern. Wie soll das weiter gehen ? Das sage mir einmal die so in den Himmel gelobte Politik in diesem reichen Lande der Oberen 100 000 !
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    1. Antwort von M. Keller  (MK)
      @Kaiser - in Ungarn ist es günstiger. Zudem gibt es günstigere Alternativen zu Brücken....
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