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Diskriminierung von Secondos
Aus Heute um halb Fünf vom 29.10.2019.
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Neue Studie beweist Secondos werden auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt diskriminiert

Menschen, bei denen eine nicht-schweizerische Herkunft vermutet wird, müssen bis zu dreimal mehr Bewerbungen abschicken.

Auch wenn eine Person in der Schweiz geboren ist, hier aufwächst und das Schweizer Bürgerrecht besitzt, zeugen Name und Hautfarbe von den Wurzeln ihrer Vorfahren. Über Generationen hinweg lassen diese Merkmale auf die Herkunft schliessen.

Diskriminierung aufgrund der Herkunft

Zugewanderte und deren Nachkommen, die über solche wahrnehmbaren Eigenschaften verfügen, werden als «sichtbare Minderheiten» bezeichnet und erfahren aufgrund ihrer Herkunft soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichbehandlung. Dies zeigt eine neue Studie der Universität Neuenburg.

Ethnische Diskriminierung ist unter anderem beim Zugang zum Arbeitsmarkt eine Realität. Schweizer Bürger und Bürgerinnen, bei denen ersichtlich ist, dass sie Nachkommen von Zugewanderten sind, müssen nämlich durchschnittlich bis zu einem Drittel mehr Bewerbungen einreichen, bis sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Dies bei gleichwertigen Qualifikationen.

Eine Schweizerin mit dunkler Hautfarbe oder ein Schweizer mit kosovarischen Wurzeln wird zudem auf dem Arbeitsmarkt häufiger diskriminiert als ein Schweizer deutscher, französischer oder türkischer Herkunft.

Vermieter und Arbeitgeber sensibilisieren

Bei der Wohnungssuche ist Ähnliches festzustellen. So haben Wissenschaftler mehrerer Schweizer Universitäten über Zehntausend fiktive Bewerbungen auf Wohnungsinserate verschickt. Dabei hatten Bewerber mit exotisch klingenden Namen deutlich weniger Chancen, einen Besichtigungstermin zu erhalten. Vor allem Personen mit kosovarischen und türkischen Namen erhielten wesentlich weniger Einladungen zu einer Wohnungsbesichtigung.

Um diese ethnische Diskriminierung zu reduzieren, sei es wichtig, Vermieter und Arbeitgeber entsprechend zu sensibilisieren, so die Studienautoren.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Mathys  (wmathy)
    Die Ü50 aber auch...
  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Ältere Schweizer, Behinderte und Jugendliche Schweizer aber auch. Und wer keine Beziehungen hat kann bald die Strasse wischen.
    Liebe Politiker, tut endlich mal was. Und damit meine ich nicht, billige ausländische Arbeitskräfte ins Land zu holen!
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Mal ist es das Aussehen, die Hautfarbe, Geruchsemmissionen, etc, etc, welche irgendwen stören. Ausgerechnet in der Schweiz, wo sämtliche Welt-Küchen-Gerichte beliebt sind. Fakt ist, jeder Mensch hat das Recht, auf dieser Welt zu leben! Wer sich in ein anderes Land begibt und dort leben will, muss sich logischerweise "anpassen" an: Sprache, Regeln, Gesetze, Traditionen, Gepflogenheiten, arbeiten für den eigenen Lebensunterhalt!
    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      Einen Tipp fuer die Eltern von Secondos: Waehlt CH-Vornamen aus, das loest schon viele Probleme.