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Schweiz hat laut Bericht Fortschritte bei Massnahmen gegen Menschenhandel gemacht
Aus Heute um Vier vom 09.10.2019.
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Opfer von Menschenhandel Schweiz muss Betroffene besser schützen

  • Die Schweiz hilft Opfern von Menschenhandel besser als früher.
  • Dieses Fazit ziehen Experten des Europarats in einem Bericht. Es seien aber weitere Fortschritte im Umgang mit ihnen nötig, heisst es darin.
  • Vor allem unterscheide sich der Opferschutz von Kanton zu Kanton.

Seit dem letzten Expertenbericht vor vier Jahren hat die Schweiz einen nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel erarbeitet. Es gibt für Opfer mehr Plätze in Aufnahmeeinrichtungen, Täter werden intensiver verfolgt und Behördenvertreter sowie medizinisches Personal besser ausgebildet.

Das Expertengremium des Europarates anerkennt diese Fortschritte, wünscht aber weitere Verbesserungen. So soll der Ausbeutung am Arbeitsplatz vermehrt Beachtung geschenkt werden. Auch der Schutz von unbegleiteten oder von ihren Familien getrennten Kindern müsse verbessert werden.

Asylbewerber schlecht geschützt

Ausserdem empfehlen die Europaratsexperten ein in allen Kantonen einheitliches Verfahren zur Identifizierung von möglichen Opfern von Menschenhandel. Im Übrigen hätten alle Opfer von Ausbeutung und Menschenhandel Anspruch auf Schutz – auch Asylsuchende.

Diese seien ganz besonders gefährdet und häufig besonders schlecht geschützt, schreibt die Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ). Sie begrüsst deshalb den Europaratsbericht und erwartet, dass die Schweiz den Schutz für die Opfer von Menschenhandel noch weiter verbessert.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Da wir die ankommenden Migranten oft wegen fehlender Ausweise nicht genau identifiezieren können wird es auch schwierig, mögliche Opfern von Menschenhandel zu identifizieren.
  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    "...Dieses Fazit ziehen Experten des Europarats in einem Bericht." Gleichzeitig will die OECD, dass die Schweiz internationale Unternehmungen nicht mehr besteuern, oder nur noch marginal besteuern soll... Ich finde, die Schweiz sollte sich nicht nur zum Prügelknaben machen lassen. Ich glaube nicht, dass Opfer von Menschenhandel in der Schweiz schlechter geschützt sind als andernorts. Polizei und Justiz liegen in den Händen der Kantone und erklärt Unterschiede.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Was ich verstanden habe, die Polizei Bund und Kantone haben
    einige Vereine, Gruppen auf dem Radar, aber in den meisten Faellen
    fehlen die gesetzlichen Grundlagen zum eingreifen es muss zuerst « etwas passieren »
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Nun, Menschenhandel ist "etwas passiert" ... heisst, sobald ein Verdacht besteht hat die Polizei Handlungsvollmacht..
    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Herr Nanni: Heisst das, dass die Schweizer Beamten nach Lybien reisen dürfen/müssen, um den Menschenhändlern das Handwerk zu legen? DAS ist nämlich die Mutter allen Menschenhandels.