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5-Franken-ÖV-Angebot für Schulkinder
Aus HeuteMorgen vom 13.08.2021.
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Parlamentarische Iniative Für fünf Franken auf Schulreise mit dem Zug

Kinder könnten zukünftig nur noch fünf Franken für das Zugbillett zahlen, wenn sie auf eine Schulreise gehen.

Reisen Schulklassen schon bald für fünf Franken pro Person und Tag mit dem ÖV durch die Schweiz? Das fordern zumindest vier gleichlautende parlamentarische Initiativen. Das vergünstigte Ticket soll dazu beitragen, dass Schulklassen Aktivitäten ausserhalb des Schulzimmers unternehmen.

Exkursionen und Schulreisen seien wichtig für eine umfassende Grundausbildung, begründen die vier Parlamentarier aus vier unterschiedlichen Fraktionen die Initiative. Solche Vorhaben dürften nicht an den Kosten scheitern.

Tageskarte ab Gruppengrösse von zehn Personen

Nun hat die ÖV-Branche den Ball aufgenommen. Kürzlich hat sie der Verkehrskommission des Nationalrats einen Vorschlag unterbreitet, wie das Anliegen umgesetzt werden könnte.

«Wir schlagen vor, dass man ab einer Gruppengrösse von zehn Personen eine auf dem GA-Streckennetz gültige Tageskarte für fünf Franken anbietet», erklärt Thomas Ammann. Er ist der Mediensprecher der Branchen-Organisation «Alliance Swiss Pass».

Bereits heute gibt es ähnliche Vergünstigungen für Gruppen. Mit diesen reist ein Kind derzeit für 17 Franken. Alles klar also für das neue, günstigere Angebot? Nicht ganz. Denn der Teufel steckt wie so oft im Detail und der Frage nach der Finanzierung.

Wenn die Initiative im Wortlaut umgesetzt wird, würde der Bund dafür zahlen.
Autor: Thomas Ammann Mediensprecher «Alliance Swiss Pass».

Die Kostenschätzung ist noch unpräzise. Die Initianten rechnen mit 36 Millionen Franken pro Jahr. Rund 20 Millionen veranschlagt dagegen die Branche. Für Alliance Swisspass ist dabei klar, wer das Ticket berappen soll: «Wenn die Initiative im Wortlaut umgesetzt wird, dann wäre es der Bund», so Mediensprecher Ammann.

Legende: Für den Grünen Nationalrat Michael Töngi soll nicht allein der Bund für die vergünstigten Tickets aufkommen. Keystone

Für den Grünen Luzern Nationalrat Michael Töngi ist das weniger eindeutig. Töngi ist Präsident der Nationalrätlichen Verkehrskommission. Heute würden verschiedene Partner bezahlen, erklärt er. Je nachdem, ob es sich um eine Fahrt mit dem Regional-, Orts- oder Fernverkehr handle, würden entweder die Kantone, die Gemeinden oder die Anbieter selbst für die Kosten aufkommen.

Geht es nach der Kommission, soll auch das zukünftige 5-Franken-Angebot auf diese Weise finanziert werden. Endgültig entschieden ist allerdings noch nichts.

HeuteMorgen, 13.08.2021, 06:00 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Müller  (Jackobli)
    Für die Nationalräte ist es «einfach», aber wer in der Branche tätig ist, weiss was für eine komplizierte Verrechnung notwendig ist, damit kein Bähnli zu kurz kommt und es insbesondere kein Problem mit den Aufträgen vom Kanton gibt. Der «Postautoskandal» hat aufgezeigt, wie heikel so etwas ist.
    1. Antwort von Peter Weierstrass  (PWeierstrass)
      Das ist gar kein Problem. Schon heute werden die Einnahmen aus GAs und Halbtax-Abonnementen an die einzelnen Verkehrsbetriebe ausgezahlt - und zwar je nach Fahrgastzahlen.
    2. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Wenn Sie wüssten, was diese Verteilung der GA-Einnahmen kostet! Die regelmässige Neuberechnung dieser Verteilschlüssel ist sehr komplex.
  • Kommentar von Leon Turcan  (Leon3103)
    Kann die SBB selbst zahlen, spielt doch sowieso keine Rolle ob ein Intercity jetzt halb leer fährt oder noch eine Schulklasse mitnimmt. Wir lassen die SBB auch Immobilienmogul spielen, dann kann sie sich auch mal mit dem öffentlich-rechtlichen Teil befassen.
    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Zum Glück verstehe ich ja auch genug Physik, um den Fachleuten vom CERN den Betrieb eines LHR erklären zu können.
      Es geht eben nicht nur um die SBB, sondern auch um alle anderen Hunderten Teilnehmer am ÖV CH.
      Von der Appenzellerbahn bis zu den Transport Public Genévois etc.
  • Kommentar von Robin Hall  (Blumenkartian)
    Meiner Meinung nach sollte man den Kindern im Primarschulalter bis zur 6. Klasse sowie den Lehrkräften den ÖV gratis zur Verfügung stellen können sofern die Nutzung an eine schulische Aktivität zweckgebunden ist.
    1. Antwort von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
      es gibt kein gratis....nur das andere für die kosten aufkommen, in diesem fall die allgemeinheit.