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Nach Strafanzeige zahlt Partnervermittler Geld zurück.
Aus Espresso vom 22.11.2019.
abspielen. Laufzeit 05:33 Minuten.
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Partnerpool GmbH Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Partnervermittler gibt Geld zurück

Weil sie keine Partnervorschläge bekam, kündigte eine Kundin des Partnervermittlers Marc Hiltbrand den Vertrag und verlangte ihr Geld zurück. Hiltbrand zahlte. Aber erst, als ihn die Frau wegen Betrugs anzeigte.

Der 6. September 2019 war für Verena Sutter (Name geändert) ein Freudentag. An diesem Tag hielt sie eine Gutschriftanzeige über 5385 Franken in ihren Händen. Geld, für das die 72-jährige Frau aus Zürich lange hatte kämpfen müssen.

Verena Sutter wurde im Januar durch ein Zeitungsinserat auf das Partnervermittlungsbüro Partnerpool aufmerksam. Kurze Zeit später traf sie den Geschäftsführer Marc Hiltbrand. Er versprach ihr buchstäblich das Blaue vom Himmel. Sutter unterschrieb einen Vermittlungsvertrag und bezahlte 5385 Franken. Dann war Stille.

Auf Vermittlungsvorschläge warten viele Kundinnen vergebens

Weil Hiltbrand sie in den nächsten beiden Wochen immer und immer wieder vertröstete, kündigte Verena Sutter den Vertrag noch während der gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfrist und verlangte ihr Geld zurück. Doch Marc Hiltbrand zahlte nicht, vertröstete seine ehemalige Kundin mit allen möglich Ausreden. Schliesslich nahm sich Verena Sutter einen Anwalt und betrieb Hiltbrands Partnerpool GmbH.

«Espresso» weiss: Hiltbrand weigerte sich, den Zahlungsbefehl auf dem Betreibungsamt abzuholen. Die Polizei musste schliesslich die Betreibung zustellen. Ein Blick ins Betreibungsregister zeigt: Nicht nur Verena Sutter hat Geld von Marc Hiltbrands Partnervermittlung zugut. Im Register der letzten beiden Jahre finden sich Betreibungen über 50'000 Franken, Verlustscheine und Konkursandrohungen.

Erst die Strafanzeige zeigt Wirkung

Keine guten Aussichten also für Verena Sutter. Doch Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Sie reicht eine Strafanzeige wegen Betrugs ein. Das macht Marc Hiltbrand offenbar Eindruck. Als ihm die Kantonspolizei eine Vorladung zur Einvernahme schickt, geht er zur Post und bezahlt die 5385 in bar ein.

Ein Freudentag für Verena Sutter. Doch der Kampf um ihr gutes Recht hat neben Nerven auch viel Geld gekostet: Etwa 1500 Franken hat sie für die Anwalts- und Betreibungskosten auslegen müssen. Gelohnt habe es sich trotzdem, sagt Verena Sutter. «So jemanden darf man nicht davonkommen lassen».

Neu geschäftet Marc Hiltbrand unter dem Namen «Date GmbH»

Gegenüber «Espresso» nimmt Marc Hiltbrand nur schriftlich und nur sehr knapp Stellung. Die betreffende Kundin habe ihr Geld inklusive eines Verzugszinses zurück bekommten. Marc Hiltbrand legt Wert auf die Feststellung, dass kein Strafverfahren gegen ihn laufe.

Seine Firma Partnerpool GmbH hat Hiltbrand übrigens inzwischen aus dem Handelsregister streichen lassen. Auch die Website ist aus dem Netz verschwunden. Neu versprechen er und seine Frau Angela ihren Kundinnen und Kunden unter dem Namen Date GmbH die grosse Liebe.

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