Zum Inhalt springen

Header

Audio
Corona-Hospitalisierungen steigen wieder an
Aus Echo der Zeit vom 14.10.2020.
abspielen. Laufzeit 06:53 Minuten.
Inhalt

Patienten mit schwerem Verlauf Hospitalisationen wegen Covid-19 steigen wieder an

Das Bundesamt für Gesundheit meldet fast doppelt so viele Neuinfektionen wie am Vortag. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen steigt.

  • Das Bundesamt für Gesundheit hat am Mittag 2823 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.
  • Der 7-Tage-Schnitt liegt bei 1247. Das sind 154 Prozent mehr als in der Vorwoche. Der Trend ist damit auf sehr hohem Niveau sehr stark steigend.
  • Das BAG meldet auch acht neue Verstorbene. Die Spitaleintritte liegen im 7-Tage-Schnitt bei 20 Personen, 76 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Überraschend kommt sie nicht, die Rekord-hohe Neuansteckungszahl von heute. Prognosen, wie sich die Corona-Pandemie in den Herbst hinein entwickeln könnte, lagen auf dem Tisch. So verdoppelten sich die Ansteckungszahlen mit der Zeit immer schneller. Und die wissenschaftlichen Berater und Beraterinnen des Bundes schrieben letzten Samstag erst, mit mehr als 2000 neuen Ansteckungen pro Tag sei im Oktober zu rechnen.

Es sieht ganz so aus, als würde sich das auch bewahrheiten. Der hohe Wert von heute ist erstmal nur ein Einzelwert. Er allein ist zu unsicher. Doch auch der verlässlichere Mittelwert der vergangenen sieben Tage liegt inzwischen bei gut 1200. Und der Trend zeigt nach oben. So schnell wird die Kurve mit den Neuansteckungen nicht flacher werden oder gar wieder abwärts zeigen.

Lage in Spitälern kann schnell ändern

Die Anzahl der Menschen, die wegen einer Coronavirusinfektion ins Spital müssen, steigt ebenfalls, aber nicht so stark wie im Frühling. Das kann verschiedene Gründe haben: mehr Ansteckungen bei jüngeren Leuten, die seltener schwer krank werden, oder auch vorsichtiges Verhalten bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Erkrankung haben.

Nur: Mittlerweile stecken sich vermehrt wieder ältere Menschen an. Die Situation in den Spitälern kann sich also schnell verschärfen. Noch bleibt uns etwas Zeit zum Handeln. Was tun? Wir wissen es alle längst: Abstand halten, Masken tragen, Hände waschen und regelmässig lüften, auch wenn wir die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie langsam satthaben.

Was epidemiologisch aktuell am meisten Sinn ergibt, ist klar. Doch dabei, wie wir das konkret im Alltag umsetzen, hat die Schweiz von Anfang an auf viel Selbstverantwortung gesetzt. Es liegt also an jedem und an jeder.

Chefarzt: «Die nächsten zwei Wochen sind wichtig»

Box aufklappenBox zuklappen
Philipp Schütz
Legende: Die Situation am Beispiel des Kantonsspitals Aarau: Philipp Schütz, Chefarzt für Allgemeine Innere und Notfallmedizin. SRF

Wie viele Covid-19-Patienten behandelt das Kantonsspital Aarau derzeit?

Wir haben jetzt rund fünf Patienten im Spital. Das klingt nach noch nicht so vielen. Wir konnten einige Patienten auch noch in andere Spitäler verlegen. Aber wir sehen auf der Notfallstation eine Zunahme von Patienten, die positiv getestet sind. Wir müssen nicht alle stationär aufnehmen. Aber wenn wir mit letzter Woche vergleichen, sehen wir, dass die Zahl an Patienten steigt.

Was sind das für Patientinnen und Patienten?

Typischerweise sind es ältere Patienten, die auf die Notfallstation kommen, bei denen vielleicht schon der Hausarzt oder ein anderes Spital den Bedarf an einer Hospitalisierung festgestellt hat. Patienten, die über 60 sind, oder Patienten, die bereits andere Krankheiten haben, oder die vielleicht immunsupprimiert sind.

Wann wird es eng auf der Intensivstation?

Bisher haben wir zum Glück keine Patienten auf der Intensivstation. Alle Patienten, die wir haben, sind noch auf normalen Stationen. Da haben wir noch etwas Puffer. Natürlich gibt es da auch ein Konzept, dass wir, wenn man Patientenzahlen zunehmen, sie dann auch in andere umliegende Spitäler verlegen könnten. Jetzt sind wir noch weit weg vom Punkt, wo es eng wird.

Auf der anderen Seite ist die Dynamik schwierig abzuschätzen. Wir wissen nicht, ob diese starke Zunahme an Fällen sich dann auch in kranke Patienten ummünzt. Denn dann kann es schnell gehen, dass es viele Patienten im Spital und auch auf den Intensivstationen gibt. Typischerweise dauert es rund zehn Tage ab der Ansteckung, bis die Patienten wirklich krank und Spital-bedürftig werden. Das heisst, die nächsten zwei Wochen werden sicher wichtig sein, um zu verstehen, wie die Situation ist, und ob es weitere Massnahmen braucht.

Info 3, 14.10.2020, 17 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

117 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Viele Reden von Masken ich trage Sie 10 Std aber viele Reagieren übertrieben mit ablehnung es steht ja nicht Trump drauf.?Einfach etwas lächerluch. Es sind einfach Schulferien das mekt man wir müssen rein und der BR hat gelockert. Es ist keine Schweizer Welle wir sind nur nicht so gut wie der Bund erhofft. Aber waren mal Top 10 ....nichts neues. Tip an die Jugend beim Kiffen ist ein Joint eine Virusschleuder für alle in der Runde. Lach das war früher bei Grippen auch ein Problem
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Es braucht eine echter lockdown. Alle Tätigkeiten die nicht echt notwendig sind werden Strick untersagt, Partys, Fussball, Ausstellungen, Ausgang, und so weiter. Nur noch Lebensmittel Einkäufe, zuhause sein, Wald Spaziergang sind möglich, einfach Menschen Menge vermeiden, Abstand halten, Hygiene. Wenn nötig Maske tragen. Und bitte nicht wieder voreilig aus wirtschaftlichen oder finanzielle gründen wieder loslegen.
  • Kommentar von Ph Bu  (Thinkingoutofthebox)
    Wir tragen an vielen Orten Hygiene-Masken..
    Es gelten Versammlungseinschränkungen und Schutzkonzepte bestimmen unseren Alltag.

    Wie erkennen und Messen wir, dass diese Massnahmen auch wirklich die Ausbreitung des Virus stoppt?

    Ist es möglich, dass sich der COVI-Virus anders verbreitet und nicht den Mustern eines Grippen-Virus folgt?

    Wer prüft Ansteckungswege die vielleicht unter den heutigen medizinischen Kenntnisse absurd klingen?

    Die Erde galt lange Zeit als eine Scheibe..