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Was bedeutet die Wahl für die Zukunft des WEF?
Aus Rendez-vous vom 30.11.2020.
abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
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Philipp Wilhelm Vom WEF-Gegner zum Gemeindepräsidenten von Davos

Der neue Landammann von Davos wehrte sich einst gegen das Weltwirtschaftsforum. Nun will er es zurückholen.

Auf der einen Seite stand am Sonntag der Freisinnige Peter Engler, der für Tradition und Kontinuität einstand und im Wahlkampf keine Fehler machte. Auf der anderen Seite positionierte sich der Sozialdemokrat Philipp Wilhelm, der einen Umbruch und Wechsel versprach und die Wahl zum Davoser Landammann am Ende für sich entscheiden konnte.

«Ich glaube, dass es viele Leute in Davos als wichtig erachtet haben, dass es einen Generationenwechsel gibt», erklärte sich Wilhelm die Wahl am Sonntagnachmittag. Die Parteizugehörigkeit habe wohl eine untergeordnete Rolle gespielt, vermutet der SP-Politiker.

Dank dem WEF zur Politik

Mit seinen 32 Jahren ist Philipp Wilhelm gerade einmal halb so alt wie der amtierende Davoser Landammann Tarzisius Caviezel (FDP). Aufgewachsen ist Wilhelm in Monstein, einem Weiler zwischen Davos und Tiefencastel. Zu seinen Hobbys zählt der studierte Architekt unter anderem Gitarrenspielen und seit dem Shutdown hat er auch das Trailrunning für sich entdeckt.

Sein Interesse an der Politik habe das Weltwirtschaftsforum WEF geweckt, das gewissermassen vor seiner Haustüre durchgeführt wurde, so Wilhelm. Durch das WEF habe er begonnen, sich mit Fragen zum politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehen auseinanderzusetzen: «Ich habe dabei viele Ungerechtigkeiten festgestellt. Deshalb habe ich begonnen, mich in der Politik zu engagieren.»

Ich werde versuchen, dass wir das WEF 2022 wieder in Davos durchführen können.
Autor: Philipp WilhelmGewählter Landammann Davos

Als Teenager wehrte sich Wilhelm noch an Demonstrationen gegen das WEF. Später politisierte er im Davoser Parlament, im Bündner Grossen Rat und schliesslich auch als Präsident der SP Graubünden. Seine Einstellung zum Weltwirtschaftsforum hat sich inzwischen gewandelt: «Ich werde versuchen, dass wir das WEF 2022 wieder in Davos durchführen können», verspricht Wilhelm.

Mit «Vollgas für Davos»

Dass mit Philipp Wilhelm ein zukunftsorientierter Politiker an die Spitze von Davos gewählt wurde, machte dessen Wahlslogan «Vollgas für Davos» deutlich. Angesprochen auf mögliche Lösungen für Probleme wie die Coronakrise fallen bei Wilhelm Stichworte wie «neue Ideen» oder «neue Lebensmodelle». Ein Landammann müsse aber für die ganze Bevölkerung da sein und an dieses Credo werde er sich halten, betonte Wilhelm nach seiner Wahl.

Rendez-vous, 30.11.2020, 12:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Pestalozzi  (M. Pestalozzi)
    Mit Vollgas für Davos? Ich hoffe sehr, er meint Biogas! Der Planet brennt schliesslich, und wir sind am Ersaufen.
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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Naja, nur Idioten ändern ihre Meinung nie, aber "Glaubwürdig" ist ein derartiger "Umschwung" nicht wirklich. Nichts desto Trotz bin ich der Meinung dass jemand anders als die schweizer-Steuerzahler/Innen - oder am besten gar niemand - die Kosten für das Wirtschaftslobbyisten-Einflüsterer-Forum tragen sollte.... ;-))
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