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Basler Tramgleise sollen für Velofahrende sicherer werden
Aus HeuteMorgen vom 10.08.2021.
abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
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Pilotprojekt am Rheinknie Basler Tramgleise sollen für Velofahrer sicherer werden

Dank spezieller Gummigleise soll Basel für Radfahrer ungefährlicher werden. Das wäre eine Pionierleistung.

Die grünen «Drämmli» gehören zum Basler Stadtbild wie der Jet d'Eau zu Genf. Doch für Velofahrende sind ihre Gleise gefährlich. Erst letzten Freitag wurde in Basel ein Mann schwer verletzt, als er mit dem Rad in ein Tramgleis geriet.

Nun soll eine spezielle Lösung die Stadt velofreundlicher machen. Vor allem im Bereich der behindertengerechten Tram-Haltestellen besteht Handlungsbedarf.

Gefährliche «Kaphaltestellen»

Damit die Passagiere an diesen sogenannten Kaphaltestellen ebenerdig einsteigen können, wurde das Perron erhöht und näher ans Gleis gerückt. Für Velofahrende bleibt so kaum Platz.

Man hat Angst, mit dem Rad in die Tramgleise zu geraten.
Autor: Esther Keller, GLP-Regierungsrätin

Die Basler GLP-Regierungsrätin Esther Keller ist sich des Problems bewusst. Gerade ungeübte Velofahrerinnen und Velofahrer würden von solchen Haltestellen verunsichert: «Man hat Angst, mit dem Rad in die Tramgleise zu geraten.»

Genau das will man zukünftig verhindern. Die Lösung: Die Gleise sollen im Haltestellenbereich mit Gummi gefüllt werden. Das ist jedoch schwieriger, als es klingt. Denn das Material muss gleichzeitig so hart sein, dass das Velo nicht einsinkt und so weich, dass das Tram noch fahren kann.

Es geht darum, herauszufinden, ob die Gummischienen immer noch Wirkung zeigen, auch wenn sie schon abgefahren sind.
Autor: Roland Chrétien Geschäftsführer Pro Velo Basel

Eine erste Testphase stimmt optimistisch. In zwei Wochen folgt der nächste Härtetest, wie Roland Chrétien von der am Projekt beteiligten Organisation Pro Velo sagt.

Man wolle prüfen, wie velofreundlich die Gummischienen seien. «Es geht darum, herauszufinden, ob sie, auch wenn sie schon ein bisschen abgefahren sind, immer noch die Wirkung zeigen, die wir uns wünschen», so Chrétien. Pro Velo sucht dafür jetzt testwillige Velofahrende. 

Zürcher Pilotprojekt scheiterte zuvor

Solche Praxistests sind entscheidend. Sie zeigen, ob das System auch wirtschaftlich ist. Denn wenn der Gummi im Geleise schon nach wenigen Monaten keinen Schutz mehr bietet, scheitert das Projekt.

Genau das ist vor einigen Jahren bei einem ersten Pilotprojekt in Zürich geschehen. In Basel hofft man nun auf bessere Erfahrungen.

HeuteMorgen, 10.08.2021, 06:00 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Schori  (malanders)
    Die Stadtplaner fahren wohl nicht Velo. Mich hat's in Bern erwischt. Erfahrung hilft nicht, ich habe 100'000 km hinter mir auf dem Velo. 1000 Mal geht's gut und einmal nicht. Überholmanöver mit mehr als 40 km/h (treten, ohne e-), um nicht an einer Tramhaltestelle ausgebremst zu werden. Trümmerbrüche rechts und links. Die Suva kennt wohl viele solche Fälle. Bei mir ist alles geflickt. Ich bin jetzt 2 Titanbleche und 17 Schrauben reicher.
    1. Antwort von Peter Kovacs  (Bese)
      Ich würde niemals mehr Velo fahren. Auch nicht am Sonntagen. Velo ist aus.
  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    Elon Musk zeigt es vor mit der Boring Company. Wenn die vorhandene Infrastruktur so ausgebaut würde, dass sie unterirdisch verläuft, hätte man weniger CO2 ausstoss plus weniger Lärm. In den Tunnels können ja diese CO2-Speichergeräte eingesetzt werden.
    1. Antwort von Christoph Rebholz  (Charlie Romeo)
      Dazu braucht es Elon Musk nicht-das Prinzip ist weit über 100 Jahre alt und heisst Metro.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    So neu ist die Idee nicht, neues Füllmaterial vermutlich, aber wohin
    mit dem Abrieb? Sicher Kunststoff Velowege auch in den Städten wäre für die Umwelt besser