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Pleitegeier im Anflug Bistum droht wegen Papstbesuch der Konkurs

In einer Woche steht eine Messe mit dem Kirchenoberhaupt an, die Kosten für den Event sind hoch. Der Bischof bittet Pfarreien und Gläubige um Unterstützung.

Legende: Audio Der Papst bringt das Bistum Genf-Lausanne-Freiburg in die finanzielle Bredouille abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
02:34 min, aus SRF 4 News aktuell vom 15.06.2018.

In gut einer Woche feiert Papst Franziskus im Palexpo in Genf eine Messe. Für die 40'000 Besucherinnen und Besucher ist die Messe gratis. Für die Kosten von gut zwei Millionen Franken muss allein das Bistum Lausanne Genf Freiburg aufkommen.

Der Aufwand für die Papstmesse ist riesig. Es braucht viel Sicherheitspersonal und Infrasruktur. Die Kosten betragen rund 50 Franken pro Messebesucher.

Lieber Geld für Bedürftige als für Papstmesse

Doch das Bistum hat kein Geld. In einem dringenden Aufruf an die Pfarreien und Gläubigen bittet es deshalb um Unterstützung. So auch in Freiburg.

Was man für einen Rockstar bezahle, könne man doch auch für den Star der Katholiken bezahlen, findet ein Mann. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Die katholische Kirche habe doch genügend Geld, sagt eine Frau. Sie spende lieber Geld für Bedürftige als für die Messe des Papstes.

Loch von 1,5 Millionen Franken

Der Finanzverwalter am Bischofssitz in Freiburg, Jean-Baptiste Henry de Diesbach, ist höchst besorgt. Das Bistum kassiere keine Kirchensteuer und habe bloss eine kleine Geldreserve.

Pfarrer mit Helfer.
Legende: Das Bistum ist derzeit ratlos. SRF

«Es fehlen immer noch 1,5 Millionen Franken», sagt er. Ohne Geld könne man die Rechnungen der Lieferanten und die Löhne der Angestellten im Bistum nicht bezahlen.

Es sei verrückt – aber dem Bistum drohe wegen der Papstmesse der Konkurs. Man werde alles daran setzen, dass es nicht so weit komme, sagt Jean-Baptiste Henry de Diesbach.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Der Heilige Vater hat doch ein soooooo grosses Herz für die Armen und Minderbemittelten. so könnte er doch die Reisekosten, Kost und Logis aus der prall gefüllten päpstlichen Kasse bezahlen. Der Herr möge es ihm vergelten.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Keine Panik: der Herr gibt's den Seinen im Schlaf. Wichtig ist einfach, kein müder 5 Räppler aus den diversen Staatskassen.
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  • Kommentar von Werner Boesiger (P.Werner Boesiger)
    Wer die Einladung gemacht hat, der sollte auch die Kosten bezahlen. Der Papst hat sich meines Wissens nicht selber eingeladen, darum muss nach Regeln des Anstandes nicht der Papst, sondern die einladende Seite fuer die Kosten aufkommen. Wenn sie das nicht kann, dann sollte sie den Anlass absagen und sich entschuldigen und nicht mit einer jaemmerlichen Deklaration ueber drohenden Konkurs an die Oeffentlichkeit treten. Hoffe, der Papst erfaehrt davon, und sagt selber ab.
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