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Postauto-Skandal Dem Ex-Postauto-Chef drohen fünf Jahre Gefängnis

  • Die Bundespolizei Fedpol hat ein Verwaltungsverfahren gegen den ehemaligen Postauto-Chef Daniel Landolf und dessen ehemaligen Finanzchef eröffnet – wegen Leistungsbetrug.
  • Das Fedpol hat einen entsprechenden Bericht der «Sonntagszeitung» bestätigt.
  • Im schlimmsten Fall drohen Landolf fünf Jahre Gefängnis.

Bisher lief das Verfahren im Zusammenhang mit dem Postauto-Subventions-Skandal gegen unbekannt.

Unter den beiden Ex-Vorstands-Mitgliedern soll die Post über zehn Jahre lang zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen haben. Der Umfang beläuft sich auf über 200 Millionen Franken.

Ein Mann an einem Rednerpult, dahinter ein Postauto
Legende: Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren: Daniel Landolf. Keystone

Wird auch gegen Ruoff ermittelt?

Die Ermittlungen sollen in einigen Monaten abgeschlossen sein. Falls die Untersuchung in einer Anklage mündet, müssen sich die beiden Beschuldigten vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Laut dem Fedpol ist nicht ausgeschlossen, dass das Verfahren auf weitere Personen ausgeweitet wird.

Möglich bleibt damit, dass namentlich auch gegen die ehemalige Postchefin Susanne Ruoff ermittelt werden wird.

Bei einer Verurteilung wegen gewerbsmässigem Leistungsbetrug drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren und Bussen von bis zu 30'000 Franken.

«Verwaltungsverfahren gegen unbekannt»

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Das Verwaltungsverfahren gegen unbekannt wurde im Februar 2018 vom Bundesrat auf Antrag der damaligen Verkehrsministerin Doris Leuthard beschlossen. Mit dem Verfahren wurde das Fedpol betraut, weil dieses nach Ansicht des Bundesrats unbefangen und unabhängig arbeiten kann. Mitte August führte das Fedpol bei der Post und bei Postauto eine Hausdurchsuchung durch.

Postauto muss zurückzahlen

Finanziell ist der Postauto-Skandal seit Ende September 2018 erledigt. Die Postauto Schweiz AG wird dem Bund, Kantonen und Gemeinden insgesamt rund 205 Millionen Franken an erschwindelten Subventionen zurückzahlen.

Nachdem die Machenschaften aufgeflogen waren, mussten alle Geschäftsleitungsmitglieder der Postauto Schweiz AG ihren Posten räumen.

Anfang November 2018 übernahm Christian Plüss den Chefposten bei Postauto. Er installierte eine neue Führungscrew, alle früheren Mitglieder mussten sich neu bewerben.

Legende: Video Aus dem Archiv: Quereinsteiger wird neuer Postauto-Chef abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.11.2018.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Was heisst da "drohen"? Bei klaren Vergehen, gibt es klare, rechtliche Konsequenzen und ein Arbeitsverbot auf Lebzeiten bei einer staatlichen Einrichtung!!
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Wer's glaubt... Wenn ein 'armer Schlucker' am unteren Rand der Existenz mal schwarz fährt, und darauf seine Busse nicht bezahlen kann, geht er unbedingt ins Gefängnis, für diese kapitale Verbrechen! Wenn aber in der Chefetage Millionen erschwindelt werden, steht kaum jemand gerade dafür. Die CEO's werden durch hochbezahlte Anwälte rausgeboxt, es endet höchstens mit bedingten Pseudo-Strafen, womöglich aber mit 'Schadenersatzzahlungen', also letztendlich mit zusätzlicher Bereicherung. Wetten?
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Man kann über diesen Fall denken wie man will, mir scheint, dass dieser "Skandal" von den Medien und den Gerichtsbehörden hochgekocht wird. Die Leute von der Post haben ja nur "beschissen" weil sie vom Bund und den Politikern zur Gewinnmaximierung gezwungen wurden. Keiner hat sich persönlich bereichert.
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    1. Antwort von Denise Casagrande (begulide)
      U.E.Romer: es geht dabei nicht um ein Versehen von "Kindern"! Das sind alles "erwachsene" Verantwortliche in hohen Positionen, welche über entsprechende Charakter-Eigenschaften verfügen müssen!! Das sind kriminelle Machenschaften, welche diskussionslos bestraft werden müssen: rechtlich und beruflich!
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Indirekt hat sich die Geschäftsleitung Postauto schon bereichert. Denken sie an die Bonis.
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