Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Präventionsstrategie wirkt So kriegen Spitäler resistente Keime in den Griff

  • Die Strategie des Bundes zur Bekämpfung von Infektionen in Spitälern und Pflegeheimen wirkt.
  • Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Jahresbericht zur Strategie «Noso».
  • 2018 konnte bei der Bekämpfung von nosokomialen Infektionen Fortschritte erzielt werden. Verbessert hat sich die Situation rund um Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen in Spitälern.
Legende: Video Aus dem Archiv: Eine App für die Hygiene abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.05.2018.

Das BAG führt dies auf das von Swissnoso-Experten erarbeitete Präventionsmodul mit drei Massnahmen vor Operationen zurück: Entfernung von Haar, präoperative Hautdesinfektion und Antibiotikaprophylaxe. Mit dem Modul soll die Wundinfektionsrate innert zweier Jahre um mindestens 10 Prozent gesenkt werden.

Präventionsmodul nun für alle Spitäler

In den beteiligten Spitälern stieg in der Pilotphase die korrekte Anwendung der Massnahmen von 59 auf 80 Prozent, wie das BAG feststellt. Das Modul steht nun allen Spitälern zur Verfügung.

Nosokomiale Infektionen können sich auch in Form von Ausbrüchen in mehreren Spitälern verbreiten. Dies ist der Fall, wenn resistente Keime von einer Einrichtung zur andern übertragen werden. Um deren Verbreitung zu stoppen, muss die Infektionsquelle lokalisiert und ihre Übertragungsart festgestellt werden.

Systematischer und nach Standardprotokoll

Diese Untersuchungen werden künftig systematischer und nach einem Standardprotokoll von einem von Swissnoso geführten Kompetenzzentrum vorgenommen, wie das BAG schreibt.

Fünf Kantone in der Westschweiz benützen zudem einen Leitfaden für die Bekämpfung von nosokomialen und antibiotikaresistenten Infektionen. Beispielsweise wird geschildert, wie die Übertragung von einem Heimbewohner auf andere verhindert werden kann. Der Leitfaden soll künftig allen Heimen zur Verfügung stehen.

Gipfeltreffen in Montreux

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

2020 wird in der Schweiz der Global Ministerial Summit on Patient Safety stattfinden, der sich mit der Bekämpfung nosokomialer Infektionen befasst sowie mit der Pflegequalität. Gesundheitsminister und Fachpersonen aus mehreren Dutzend Ländern werden am Treffen in Montreux erwartet.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Das A und O zur Vermeidung von Keimübertragungen ist das Hände waschen und desinfizieren, sowie sauberes und steriles arbeiten!! Das alles braucht aber Zeit!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Der Antibiotika-Wahn geht weiter....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nicola Harrison  (Nicola Harrison)
    Am Sterbebett meinte Pasteur zur Bechamp Theorie noch „Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles“, was soviel bedeutet, dass man über eine Milieuregulierung besser die Grundlage schaffen kann, damit sich keine Bakterien, Keime entwickeln können. Ein „Krieg“ gegen die Bakterien, Viren mit den Antibiotika, kann einerseits Resistenzen verursachen und andererseits wirken sie gegen Viren gar nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Bechamp und Pasteur lebten in einer Welt mit Dampflokomotiven, Segelschiffen, ohne Telefon oder vernünftige Lichtmikroskope. Dafür war die Kindersterblichkeit über 50% und die Lebenserwartung um 36 Jahre. Zum Glück hat nicht nur die Technik, sondern auch die Medizin inzwischen Fortschritte gemacht. Es ist mir ein Rätsel, dass man dahin zurück gehen will in der Entwicklung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      aber er war auch ein Begründer von vielen Impfstoffen. Ausserdem
      des pasteurisierens von Lebensmitteln. Ich finde, ein sehr abschätziger Beitrag für so einen grossen Mikrobiologen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen