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Das Lokpersonal in der Romandie ist am Anschlag
Aus HeuteMorgen vom 01.10.2021.
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Probleme mit Léman Express Westschweizer Lokführerinnen und -führer kommen an ihre Grenzen

Die SBB hat Verbesserungen versprochen. Das Lokpersonal glaubt jedoch nicht so ganz an eine rasche Lösung.

Seit ihrer Inbetriebnahme vor fast zwei Jahren kämpft die grenzüberschreitende S-Bahn Léman Express mit Ausfällen und Problemen. Diese Probleme wirken sich neu auf die ganze Romandie aus. Denn Lokführer und Lokführerinnen aus angrenzenden Regionen haben zusätzliche Strecken übernommen, um ihren überlasteten Kollegen auszuhelfen.

Legende: Weil Lokführer aus anderen Regionen beim Léman Express einspringen, fallen nun andere Regionalzüge aus. Keystone/Archiv

Hanny Weissmüller ist Präsidentin des Lokpersonalverbands und sitzt selbst in der Romandie im Führerstand von Zügen. Sie sagt: «Dieses Problem wird einfach verschoben. Deswegen besteht in der ganzen Romandie dieses Problem mit den Lokführern.»

Lokpersonal ist am Anschlag

Sie könnten ihre Überstunden nicht abbauen, müssten gar Ferien verschieben und in der Freizeit kämen immer neue Anfragen, ob sie nicht doch arbeiten könnten, sagt Weissmüller.

Das ist bei jedem Lokführer oder jeder Lokführerin ein Stich ins Herz. Wir möchten ja, dass unsere Züge fahren.
Autor: Hanny Weissmüller Präsidentin Lokpersonalverband

Sie sagt auch: «Wenn mich jemand von der Einteilung anruft und sagt, wenn ich nicht komme, fahre der Zug nicht, ist das schon bei jedem Lokführer oder jeder Lokführerin ein Stich ins Herz. Wir möchten ja, dass unsere Züge fahren.»

Legende: Nächstes Jahr würden zudem viele Lokführerinnen und Lokführer pensioniert, sagt Weissmüller. Keystone/Archiv

Dennoch müssten sie manchmal aus Sicherheitsgründen auch Nein sagen, um sich zu erholen. Die SBB hat diese Woche Planungsfehler eingeräumt und sich entschuldigt. Sie hofft aber auf eine baldige Entschärfung des Problems.

Reichen 200 neue Lokführerinnen?

SBB-Mediensprecher Frédéric Revaz sagt zum Personalmangel in der Westschweiz: «In den nächsten sechs Monaten schliessen 200 Lokführer die Ausbildung ab und es wird weiter rekrutiert.»

In den nächsten sechs Monaten schliessen 200 Lokführer die Ausbildung ab.
Autor: Frédéric Revaz SBB-Mediensprecher

Die SBB geht deshalb von einem leichten Überbestand des Lokpersonals im nächsten Jahr aus. Weissmüller vom Lokpersonalverband zweifelt jedoch daran. Das reiche höchstens, um die Überstunden der bisherigen Lokführer abzubauen.

Legende: Die SBB habe aus den Fehlern gelernt, sagte Frédéric Revaz weiter. Keystone/Archiv

Zudem würden im nächsten Jahr viele Lokführerinnen und Lokführer pensioniert. Die SBB dürften deshalb weiterhin am Anschlag fahren, was den Lokführermangel angeht.

HeuteMorgen, 01.10.2021, 06:00 Uhr

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Meier  (Nepp)
    Die ganzen Probleme sind Hausgemacht. Strecken- und Fahrzeugausbildungen, Regionendenken, fehlende Schnittstellen zwischen den Depotstandorten. Man würde besser nicht depotorientiert sondern ressourcenorientiert einteilen, sämtlich Leistungen auf den Tisch kippen und diese zu hocheffizienten Touren zusammenbauen, dann einen Lf nehmen, unabhängig der Region, der diese Leistung übernehmen kann. Damit könnte man ganz viele Leistungen straffen, die Abfallprodukte von anderen Touren würden eliminkert
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Aus dem Artikel wird nicht ganz klar, ob es sich bei diesen Ausfällen um rein planerische und/oder technische Pannen handelt. Und wenn technisch: was genau ist denn kaputt?
    1. Antwort von Stefan Meier  (Nepp)
      Es sind planerische Fehler, welche seit vielen Jahren bekannt waren und nun zu Tage treten.
  • Kommentar von Sebastian Demlgruber  (SeDem)
    „Seit ihrer Inbetriebnahme vor fast zwei Jahren kämpft die grenzüberschreitende S-Bahn Léman Express mit Ausfällen und Problemen.“ Aber was diese Probleme sind und woran es liegt, erklärt SRF leider nicht. Und somit bleibt der Beitrag leider rätselhaft.