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Menschen in der Bahnhofstrasse in Zürich
Legende: Laut BFS wird die Bevölkerungszahl weiter steigen. Vor allem der Anteil der älteren Menschen nimmt stark zu. Keystone
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Prognose des Bundes Die 10-Millionen-Schweiz kommt

  • Die Bevölkerung in der Schweiz wächst gemäss Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) bis 2050 um 1.8 Millionen auf 10.4 Millionen Menschen an.
  • Demnach wächst die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz durchschnittlich 0.6 Prozent jährlich.
  • Ausserdem wird die Bevölkerung besonders in den nächsten zehn Jahren rasch altern, ehe sich die Alterung wieder verlangsamt.

Das Bundesamt weist darauf hin, dass die Zahlen vor dem Ausbruch der Coronapandemie erstellt und berechnet wurden. Es sei noch unklar, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Bevölkerungsentwicklung haben werde. Die Statistiker gehen jedoch davon aus, dass die Folgen die Zahl der Todesfälle sowie den Wanderungssaldo beeinflussen werden – letzteres wegen der Wirtschaftskrise.

Das BFS hat ein «hohes» und ein «tiefes» Szenario berechnet. Dazwischen liegt das massgebende Referenzszenario. Beim hohen Szenario wird davon ausgegangen, dass die Geburten stärker zunehmen, die Lebenserwartung etwas schneller ansteigt und dass die Differenz von Zu- und Abwanderung etwas grösser ist. In diesem Fall dürfte die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 gar auf 11 Millionen Personen wachsen.

Beim tiefen Szenario wird mit einem etwas tieferen Wanderungssaldo, einer leicht sinkenden Geburtenhäufigkeit und einer langsamer steigenden Lebenserwartung gerechnet. In diesem Fall geht das BFS von einer Bevölkerungszahl von 9,5 Millionen Personen im Jahr 2050 aus.

Gemäss dem BFS ergeben sich drei Viertel des Wachstums nicht durch Geburten, sondern durch die Migration.

Die Schweiz wird älter

Sehr stark ansteigen wird in den nächsten zehn Jahren der Anteil der Menschen im Alter ab 65 Jahren. Das Wachstum dürfte gemäss BFS nahezu 30 Prozent betragen. Es handelt sich hier um die geburtenstarken «Babyboom»-Jahrgänge. Der Anstieg ist aber auch auf die höhere Lebenserwartung zurückzuführen.

In absoluten Zahlen heisst dies, dass die Schweiz im Jahr 2050 insgesamt 2.7 Millionen Personen ab 65 Jahren zählen wird. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es 1.6 Millionen. Gemäss BFS wird aber nicht nur der Anteil der Personen im Rentenalter, sondern auch die Erwerbsbevölkerung ansteigen – zwischen 2020 und 2050 um 12 Prozent auf 5,6 Millionen Personen.

Die Gruppe der Personen im Rentenalter wächst aber stärker als die Gruppe der Erwerbstätigen. 2019 entfielen auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) 35 Personen ab 65 Jahren. Gemäss dem Referenzszenario wird der Anteil bis 2050 auf 53 Pensionierte ansteigen.

Agglomerationen werden wachsen

Gemäss den Berechnungen des BFS wird sich die Bevölkerung in den nächsten drei Jahrzehnten im Einzugsgebiet der Agglomeration Zürich und im Genferseeraum konzentrieren. Einen leichten Bevölkerungsrückgang dürften die Kantone Tessin und Graubünden verzeichnen. Das BFS geht dabei von knapp 5 Prozent aus.

In allen anderen Kantonen dürfte die Bevölkerung wachsen. Am stärksten in den Kantonen Genf, Aargau, Zug, Waadt, Zürich, Schaffhausen und St. Gallen. Dort dürfte sich das Wachstum gemäss dem Referenzszenario auf über 25 Prozent belaufen. Über alle Kantone gesehen wird es ein Wachstum der Bevölkerung um rund 20 Prozent geben.

Das Bundesamt für Statistik hat sich auch die Entwicklung der Qualifikation der Frauen angenommen. Demnach wird der Anteil diplomierter Frauen in rund zehn Jahren mit jenem der Männer gleichziehen und ihn anschliessend übertreffen.

SRF 4 News, 28.05.2020, 12:00 Uhr;

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138 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
    Die Begrenzungsinitiative betrifft nicht mehr politisch orientierte Bürger, es ist eine Sache der Vernunft und der Verantwortung aller Schweizer ihren Nachkommen gegenüber. Was PFZ bedeutet haben wir erlebt, wie sich Bern um die Problemen mit der PFZ gekümmert hat, haben wir auch gesehen. Wirtschaftshörige Politiker Hand in Hand mit EU-hörigen Politikern. PFZ gehört abgeschafft, nur begrenzt wird sie seitens Brüssel nicht akzeptiert. Zurück zur eigenständigen Kontrolle der Einwanderung.
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  • Kommentar von Damian Derungs  (Domino)
    Da werden die grünen keine freude haben. Egal was sie noch alles verbieten wollen ihr co2 wird weiter steigen, hoffe mal dass die endlich aufwachen und das wirkliche Problem sehen
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  • Kommentar von Ernst Baumann  (1aschi)
    Die Schweiz funktioniert nicht einmal mehr heute richtig, mit 8,8Millionen Leuten. Der Kollaps in den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf der Strasse betragen heute schon 2 Milliarden Franken jährlich. Viele Gemeinden erhofften sich durch die Zuwanderung höhere Steuereinnahmen. Das Gegenteil ist der Fall, weil Schulhäuser gebaut werden müssen, die Wasserversorgung ausgebaut werden müssen und die Fixabgaben für Spitäler, die ja auch immet mehr ausgebaut werden müssen, immer höher werden.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Der Nettonutzen oder die Nettokosten von Zuwanderung sind kurz- und mittelfristig durch die Fähigkeiten derselben bestimmt. Sprich, wenn eine Gemeinde unterdurchschnittlich gebildete und begabte Zuwanderer anspricht, dann explodieren die Kosten. Wenn eine Gemeinde umgekehrt Zuwanderer anspricht, die schon beim Zuzug Nettobezahler sind, lohnt es sich für die Gemeinde. Generell gilt, wenn die Zuwanderer gebildet sind und über wirtschaftlich gesuchtes Know How verfügen, lohnt es sich!
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