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Legende: Audio «Die Klimabewegung lässt sich nicht in Radikale und Nicht-Radikale aufspalten» abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 11.07.2019.
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Proteste gegen Grossbanken Schadet die Bankenblockade der Klimajugend?

Die Bewegung will sich von den Aktionen nicht distanzieren – es brauche beides. Geht diese Taktik auf?

Der Bankenprotest in Zürich und Basel wurde von der Klimaschutzorganisation Collective Climate Justice organisiert und nicht von der eigentlichen Klimastreikbewegung, welcher der 22-jährige Nico angehört. Er verteidigt aber die Blockade: «Die Aktion war absolut friedlich. Deshalb hat sich Klimastreik Zürich mit den Gefangenen und den Aktionen solidarisiert.»

Wir kämpfen alle für das gleiche Ziel.
Autor: MatthiasAktivist der Klimastreikbewegung

Und der 19-jährige Matthias fügt bei: «Die Klimabewegung lässt sich nicht in Radikale und Nicht-Radikale aufspalten. Wir kämpfen alle für das gleiche Ziel.» Die Klimajugendlichen glauben auch nicht, dass ihnen diese Banken-Aktion schaden wird.

Cloe Jans, Jugend- und Gesellschaftsforscherin beim Forschungsinstitut gfs, warnt aber. Kurzfristig nütze diese spektakuläre Aktion der Bewegung vielleicht, weil in den Medien prominent darüber berichtet worden sei. Es sei aber wichtig, dass die Aktion ein Ausreisser bleibe.

Auch Leute, die weniger extrem unterwegs sind, müssen eine Heimat in der Bewegung haben.
Autor: Cloe JansJugend- und Gesellschaftsforscherin, gfs

«Die Bewegung an sich darf nicht radikalisiert werden. Auch Leute, die weniger extrem unterwegs sind, müssen eine Heimat in der Bewegung haben und weiterhin interessiert sein, an den regulären Demonstrationen teilzunehmen», sagt Jans.

Beim Klimastreik braucht es keine solch extremen Aktionen.
Autor: MartinAktivist der Klimastreikbewegung

Diesen Rat wollen die Klimademonstranten anscheinend befolgen. So sagt der 22-jährige Martin: «Beim Klimastreik ist es sehr wichtig, eine willkommene Atmosphäre zu haben und nicht zu radikal zu sein. Die, die solche Aktionen durchführen wollen, können das auch bei anderen Organisationen machen. Beim Klimastreik selber braucht es keine solch extremen Aktionen.»

Fazit: Die Klimabewegung plädiert also auf das sowohl als auch – hier die friedlichen Demos, dort die radikaleren Aktionen, mit gegenseitiger Unterstützung. Einzige Bedingung: Alles müsse gewaltfrei bleiben. Bleibe die Klimajugend diesem Grundsatz treu, werde die breite Unterstützung in der Bevölkerung anhalten, ist Jugendforscherin Jans überzeugt.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Und jetzt springt genau dieser Generation von Openair zum Openair, hinterlässt Bergen von Abfall, und co2 ist offenbar kein Thema mehr. Dieser Generation ist genau so glaubwürdig wie die vorhergehende.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Die Jugendlichen schaden sich so selber. Ein Eintrag im Strafregister kann zum Boomerang werden. Wohnung, Beruf..
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    @meier: Zum Profitieren der Bevölkerung von den Gewinnsteuern aus nicht erarbeiteten Einkünften Folgendes: Bei einem Konzern, der hier Gewinn macht, dank der Arbeit seiner Belegschaft, dank der von dem Gemeinwesen bereitgestellten Infrastrukturen, dank der natürlichen Ressourcen, die ein solcher Konzern ungeniert nutzen und ausnutzen tut ist nichts anderes als ein nicht-vollständiges Aufkommen für diese 'Nutzungen'.
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