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Register für Schwarzfahrer Schwarzfahrer werden ab heute zentral erfasst

  • Das im vergangenen Jahr von der Branche des öffentlichen Verkehrs angekündigte Schwarzfahrerregister hat heute den Betrieb aufgenommen.
  • Passagiere, die immer wieder ohne Billette im ÖV unterwegs sind, sollen dank der Datenbank einfacher ermittelt und schweizweit einheitlich gebüsst werden können.

Ungefähr 60 Millionen Fahrten werden in der Schweiz jährlich ohne oder nur mit einem teilweise gültigen Billett angetreten. Weitaus weniger – etwa 800'000 Schwarzfahrten – werden gemäss ch-direct tatsächlich erfasst. Dem ÖV entgehe durch Reisende, die kein Billett kaufen, ein zweistelliger Millionenbetrag, schreibt die Tariforganisation des öffentlichen Verkehrs.

Die ÖV-Branche hatte sich – basierend auf einem Parlamentsbeschluss – dazu entschlossen, eine zentrale Datenbank für die Erfassung von Schwarz- und Graufahrern aufzubauen. Am Montag wurde diese nun rollend in Betrieb genommen. Bis Ende Jahr sollen alle knapp hundert beteiligten Transportunternehmen an das System angeschlossen sein. Aufgebaut und betrieben wird die brancheneigene Datenbank von Postauto.

Einheitliche Datenbank

Die Strafgebühren bleiben auch mit der Einführung der Datenbank gleich, erhöhen sich im Wiederholungsfall aber nun zwingend. Personen, die wiederholt schwarzfahren, können einfacher ermittelt und schweizweit einheitlich mit den entsprechenden Zuschlägen belegt werden.

Da alle Transportunternehmen am selben System angeschlossen sind, werden zudem Systemkosten eingespart und die Effizienz in der Rechnungsstellung erhöht. Das Eintreiben von Geldforderungen sowie die Kulanzregelung obliegen dabei weiterhin den einzelnen Transportunternehmen.

Vergessene Abos online vorweisen

An den Datenschutz würden höchste Ansprüche gestellt, betont ch-direct. Die Standards entsprächen sämtlichen Anforderungen der hiesigen Datenschutzgesetzgebung. Das Kontrollpersonal habe zudem zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Datenbank und Betroffene könnten jederzeit einen Antrag auf Einblick in ihre Daten und Vorfälle stellen.

Einige Transportunternehmen bieten zudem bereits die Möglichkeit an, vergessene persönliche Abonnemente online vorzuweisen.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Angenommen man landet um 20Uhr in Kloten und will nach Densbüren im Fricktal. Da der Billetautomat zwei Routen aufzeigt (via Aarau oder Frick; der Preisunterschied ist um die 80 Rappen) muss man sich am Billetautomat in Kloten zuerst mal schlau machen, wie man fahren soll. Was um diese Zeit ohne Smartphone und ohne Ortskenntnisse schlichtweg nicht geht. So riskiert jeder Tourist als Schwarzfahrer auch noch den letzten Bus zu verpassen... Kundenfreundlichkeit à la Schweizer Beamtentum...
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Wenn man bedenkt, dass ja jede Woche tausende von Touris nach Densbüren wollen, wird uns die Grösse dieses Problems so richtig bewusst. Jeder Schweizer weiss ja auch ohne den Hinweis wo Densbüren liegt, nicht wahr - es braucht dazu den Hinweis Fricktal ja nicht!
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  • Kommentar von Jürg Leuenberger  (jleuen)
    Wunderbar, ist ja auch einfacher Leute zu kriminalisieren, welche nicht abgestempelt haben, die falsche Endstation gewählt haben, als zum Beispiel dafür zu sorgen, dass gewaltbereite "Fans" und Demonstranten registriert und zur Verantwortung gezogen werden. Diese Kosten tragen wir Steuerzahler gerne mit.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Nur wenn dann immer die Gleichen auf der Liste erscheinen, mag ich nicht mehr an das "vergessen abzustempeln" glauben...
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  • Kommentar von Rolf Wysshaar  (Seeländer)
    Irgendetwas kann bei diesen Zahlen ja nicht stimmen. 60 Millionen Fahrten ohne (z. T. ) gültiges Billet ergit nur einen zweistelligen Millionenbetrag der fehlt?? Das heisst pro Schwarzfahrt zwischen 0.15 und 1.65 Franken?? Wohl kaum!
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Rolf Wysshaar Vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte geben Sie genau an, um welchen fehlenden zweistelligen Betrag es sich in Ihrer Angabe handelt. Freundliche Grüsse.
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